Dushan-Wegner

01.05.2024

Warum wählt ihr die Feuerteufel?

von Dushan Wegner, Lesezeit 4 Minuten
Es ist ein Erkennungszeichen moderner deutscher Politik, dass unter zig Millionen Deutschen grundsätzlich die am wenigsten geeignete Person für ein Amt ausgewählt wird. Warum eigentlich?
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Stell dir vor, du bist Holzhändler. Du hast ein Holzlager mit Tonnen an geschnittenem, wertvollem Holz.

Ein Holzarbeiter geht in Rente, und du interviewst einige Bewerber für seine Nachfolge.

Einer der Bewerber aber sticht heraus – und wie!

Dieser Bewerber sagt ganz ausdrücklich, dass er ein Feuerteufel ist. Dieser Bewerber sagt, dass er Holz in Flammen setzen möchte. Dieser Bewerber kündigt an, dein Holzlager anzuzünden und deinen Holzhandel in den Ruin zu treiben. Dieser Bewerber sagt unmissverständlich, dass er Holz hasst, dass er Holzhandel hasst, dass er alles vernichten möchte, was mit Holz zu tun hat.

Wie reagierst du auf diesen Bewerber?

Auf keinen Fall!

Die rationale Reaktion wäre natürlich, diesem Bewerber die Tür zu weisen – mindestens. Je nachdem, was dieser Bewerber sonst noch an Taten zugibt, wirst du erwägen, die Polizei zu rufen.

Auf keinen Fall aber wirst du, wenn du auch nur ein bisschen rational und selbsterhaltend denkst, diesen Bewerber einstellen.

Außer natürlich, du bist nicht Holzhändler – sondern Holzkopf, sprich, mit Verlaub: der deutsche Wähler.

Und so weiter

Die deutsche Regierung besetzt wichtige Positionen grundsätzlich mit der unter über 80 Millionen Deutschen am wenigsten geeigneten Person für dieses Amt.

Der Wirtschaftsminister ist ein Kinderbuchautor – und wirkt genau so.

Die Außenministerin und damit Chefdiplomatin kann kaum einen fehlerfreien Satz, weder im Deutschen noch im Englischen.

Der Bundeskanzler hat Erinnerungslücken bezüglich seiner Rolle im größten Steuerskandal der Republik – und so weiter.

In dieser Riege der gegenteilig Qualifizierten ist es natürlich präzise und passend, dass eine Claudia Roth als »Kulturstaatsministerin« eingestellt und bezahlt wird.

Entkernte Kultur

Deutschland ist ein Propagandastaat, sprich: ein Staat, in dem die Bürger von der Geburt bis zum Tod und vom Aufstehen bis zum Schlafengehen mit Propagandabotschaften berieselt werden. Ein Propagandastaat will immer total sein, regelmäßig mit der sogenannten Kultur als besonderem Fokus.

Eine »Kulturstaatsministerin« ist entsprechend die »Kulturbeauftragte« der Bundesregierung. Nun gut, nehmen wir an, dass Deutschland eine solche braucht.

Es gab in Deutschland mal ein »Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa«. Und dieses Institut wurde, was tatsächlich erst jetzt auffällt (focus.de, 30.4.2024) umbenannt.

Dieses Institut liegt im Zuständigkeitsbereich der Claudia Roth. Frau Roth läuft laut Medienberichten schon mal auf Demos mit, bei denen »Nie wieder Deutschland« und »Deutschland, du mieses Stück Scheiße« (tagesschau.de, 24.5.2018) beziehungsweise »Deutschland verrecke« (welt.de, 8.12.2015) skandiert wird.

Weg mit allem »Deutschen«!

Es scheint also inhaltlich perfekt zu passen, wenn die »Deutschen« aus dem Namen und damit wohl auch Aufgabenbereich jenes Instituts entfernt werden. Das Institut heißt nun »Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa«.

Das Institut selbst erklärt die Namensänderung mit einer »Aufgabenerweiterung« »im Bereich der Politikberatung« (bkge.de, 26.9.2023 (PDF)) – es wirkt wie Geschwätz.

Das Institut sollte sich zuerst um die deutsche Kultur in jenen Gebieten kümmern, aus denen Deutsche einst vertrieben wurden, um Kirchen und Kunst, um Geschichte und Geschichten. Jetzt soll es sich, warum auch immer, um osteuropäische Kultur insgesamt kümmern – und zwar zusätzlich zum in Leipzig ansässigen »Leibniz-Institut für Geschichte des östlichen Europa« (focus.de, 30.4.2024). (Warum sollte sich die Regierung eigentlich von der Regierungsebene aus für osteuropäische Kultur zuständig erklären? Was kommt als Nächstes? Fahrradwege in Peru?)

Nicht zu unterscheiden

Die meisten Deutschen bekommen nicht mit, was Frau Roth so anstellt (und Frau Roth wird das ganz recht sein). Die meisten Deutschen sind viel zu sehr beschäftigt mit wichtigeren Dingen wie dem Geldverdienen und dem Familienleben. Ja, selbst das Fußnägelschneiden ist normalen Menschen wichtiger, als was Claudia Roth so treibt.

Doch es ist symbolisch, es ist stellvertretend für das Denken, Streben und Handeln der gesamten Regierung.

Ich bin vorsichtig damit, Menschen einen »bösen« inneren Zustand zuzuschreiben. Das ist eine Technik, die Narzissten und Linke gern und oft anwenden. Bei Narzissten ist es das »Gaslighting« und die Schuldumkehr, bei Linken ist es die Zuschreibung böser Absicht an den politischen Gegner.

Ich formuliere es vorsichtig – unabhängig davon, ob die zahlreichen anti-deutschen und vor Deutschlandverachtung triefenden Äußerungen aus dem »linksgrünen« Lager auch tatsächlich auf Deutschlandhass schließen lassen: Das Handeln einer Politik, die Deutschland hasst, die Deutschland kaputt machen will, die die Deutschen verschwinden lassen will, wäre von der aktuellen deutschen Politik nicht zu unterscheiden.

Damit aber stellen sich sehr grundsätzliche Fragen!

Schlicht verrückt – oder kriminell?

In der Demokratie sind die Politiker die Angestellten der Bürger. Jeder Wahlkampf ist eine Bewerbung, und bei der Wahl entscheidet sich der Souverän buchstäblich für einige der Kandidaten.

Wenn der vorhin erwähnte Holzhändler einen Feuerteufel einstellen würde, der »Nie wieder Holzhandel« und »Holz verrecke« brüllt, dann würden wir einen solchen Arbeitgeber schlicht für verrückt erklären, wenn nicht sogar für kriminell. Entweder stimmt etwas mit dem Holzhändler nicht – oder mit seiner Art der Bewerberauswahl.

Wenn nun aber die Deutschen politische Kandidaten einstellen – sprich: wenn sie Kandidaten an die Macht wählen, die den Laden anscheinend niederbrennen wollen –, muss man sagen: Etwas stimmt mit Deutschen nicht – oder mit der speziell deutschen Demokratie.

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