Dushan-Wegner

05.06.2024

Luftschiffkapitän Habeck setzt auf Wasserstoff

von Dushan Wegner, Lesezeit 4 Minuten
Nach dem »Test« Heizungswahnsinn, der nächste Coup von Luftschiffkapitän Habeck: Deutschland soll auf Wasserstoff setzen. Um das Schicksal der deutschen Wirtschaft vorherzusehen, braucht es nur ein Stichwort: »Hindenburg«.
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Die gute Nachricht ist, dass 23 Passagiere und 39 von der Mannschaft überlebten. 35 Menschen starben allerdings, 13 Passagiere und 22 vom Bordpersonal.

Es ist nicht unbedingt nur die Zahl der Toten, welche die Katastrophe mit dem Luftschiff »Hindenburg« so bemerkenswert macht. Es sind die spektakulären Fotos des brennenden Luftschiffs, die sich in unser kollektives Gedächtnis eingeprägt haben. Wenn wir »Hindenburg« oder »brennendes Luftschiff« denken, hat jeder von uns dieselben Schwarzweißfotos des brennenden Luftschiffs im Kopf. Der große, massige Körper des abstürzenden Zeppelins. Die hoch in den Himmel schlagenden Flammen, auf dem Schwarzweißfoto gellend weiß.

Das Luftschiff »Hindenburg« traf am Abend des 6. Mai 1937, aus Frankfurt am Main kommend, im amerikanischen Lakehurst ein. Bei der Landung brach ein Wasserstoff-Feuer aus, und der Rest ist bekanntlich Geschichte – und kollektives Trauma.

Eigentlich war für das Luftschiff »Hindenburg« nicht Wasserstoff, sondern Helium als Traggas vorgesehen gewesen. Dass Wasserstoff verwendet wurde, hatte politische Gründe. Die USA waren der einzige Lieferant von Helium, und sie wollten es dem damaligen deutschen Regime nicht liefern. Insofern war die Entscheidung für Wasserstoff verheerend …

… womit wir bei den Nachrichten des Tages wären!

Wie unverschämte Betrüger

Es gibt diese Betrüger, die erwischt man bei einer Mogelei. Doch statt sich beschämt zurückzuziehen, tun sie so, als wäre nie etwas gewesen, und versuchen, dir ihren nächsten Betrugsversuch anzudrehen. Ich sage nicht, dass Kinderbuchautor und Wirtschaftsminister Habeck so ein Typ ist, ich sage aber, dass mich manches an seiner Themensetzung an jenen betrügerischen Rhythmus erinnert.

Gerade erst hat Herr Habeck selbst verraten, dass der ganze Heizwahnsinn »ein Test« war, »wie weit die Gesellschaft bereit ist«, mitzuspielen.

Ich habe den Heizungswahnsinn mit der (als E-Book erhältlichen) Novelle »Herd der Herde« emotional und literarisch zu verarbeiten versucht, doch der reale Zynismus hat den fiktionalen bald eingeholt.

Das nächste Milliardengrab

Nun denn, als wäre nichts gewesen, holt Philosoph Habeck die nächste tolle Idee aus der Zaubertüte!

»Deutschland muss bei der Energiewende ins Risiko gehen«, so fordert Habeck. Mit »Energiewende« ist diesmal die »Wasserstoff-Wende« gemeint. Und »ins Risiko gehen« bedeutet, von Politikisch ins Deutsche übersetzt: Die Regierung will weitere geliehene Milliarden Euro verschenken, was irgendwie dazu führen soll, dass Deutschlands Wirtschaft innerhalb von 20 Jahren auf Wasserstoff umgestellt wird.

Anders als Öl oder Kohle liegt Wasserstoff nicht einfach so in der Erde herum. Wasserstoff muss erst aufwändig hergestellt werden, doch das stört den Philosophen Habeck nicht – es kann ja durch Sonnen- und Windkraft aus Wasser gewonnen werden, und weder Sonne noch Wind stellen Rechnungen – hahaha!

(Mich erinnert die Sonnen- und Windkraft ein wenig an den Gott der Kirchen. Sonnen- und Windkraft ist angeblich gratis, braucht aber viele Milliarden an Fördergeldern. Ähnlich wie der Gott der Kirchen zwar allmächtig ist, aber erstaunlicherweise dennoch viele Millionen an Spenden und Kirchensteuern braucht.)

Bittere Parallele

Als wäre die Realität einer Noch-Industrienation ein Kinderbuch, erzählt sich Herr Habeck eine Welt zusammen, in der genug Wasserstoff da ist, wenn man zuvor nur genügend Milliarden an Fördergeld verteilt. Und es gibt sogar ein Gesetz dafür, das »Wasserstoffbeschleunigungsgesetz«.

Man kann ohne viel Übertreibung sagen: Diese Regierung ist für die deutsche Wirtschaft nichts weniger als eine neue »Hindenburg-Katastrophe«. Und dass sie jetzt das Land auf Wasserstoff umstellen wollen, also jenes Gas, das das Luftschiff »Hindenburg« in Flammen aufgehen ließ, ist eine bitter-ironische Parallele. Dass beide Vorhaben wesentlich von Propaganda und Ideologie getrieben sind, ist eine zweite und womöglich nicht zufällige Parallele.

Immerhin können wir uns damit trösten, dass auch bei der »Hindenburg«-Katastrophe nicht alle Passagiere ums Leben kamen. Einige überlebten!

Trick des Überlebens und erste Schreie

Damals war der »Trick«, nicht vorzeitig auszusteigen – neben dem Tod in den Flammen war der Sprung aus zu großer Höhe eine der häufigsten Todesursachen. Es überlebte, wer weder zu früh noch zu spät ausstieg – und auch generell nicht einfach Pech hatte.

Wie man als Deutscher das »Luftschiff Habeck« und die anstehende Wasserstoff-Katastrophe überlebt, ist eine andere Frage. Metaphorische und tatsächliche Luftschiffe mögen aus ähnlichen Gründen gebaut werden und dann abstürzen. Wie man sich als Passagier oder auch als Mitglied der Besatzung selbst rettet, unterscheidet sich dann doch im Detail.

Über den Absturz der »Hindenburg« berichtete der Reporter Herb Morrison damals (ich übersetze): »Es brennt und es stürzt ab! … Das ist die schlimmste Katastrophe der Welt! Oh, es stürzt ab … oh, vier- oder fünfhundert Fuß in die Höhe, und es ist ein schrecklicher Absturz, meine Damen und Herren!«

Und: »Oh, die Menschlichkeit (oh the humanity), und alle Passagiere schreien hier herum!«

Ich bin gespannt, was die Menschen über Deutschland sagen werden, wenn der Luftschiffkapitän Habeck damit durch ist, aber ich meine, dass ich schon die ersten Passagiere schreien höre.

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