Trump, Secret Service und der hungrige Säugling
16.08.2024 · Lesezeit 3 Minuten · Bild-Titel: »YT«
Eine Agentin des amerikanischen Secret Service soll während einer Wahlkampfveranstaltung von Ex-Präsident Trump in North Carolina ihren Posten verlassen haben – um ihren Säugling zu stillen. (foxnews.com, 16.08.2024)
Der Vorfall wurde anscheinend während einer finalen Sicherheitskontrolle des Versammlungsortes entdeckt.
Besonders brisant wäre das vor dem Hintergrund des knapp missglückten Attentats auf Trump am 13. Juli 2024.
Natürlich denken die meisten von uns etwa dies: »Stillen ist schön und wichtig. Doch was stimmt mit dem Secret Service nicht, dass sie eine Stillende zur Bewachung eines US-Präsidentschaftskandidaten abstellen?«
Ja, ich schüttle hier mit dem Kopf. Doch ich will aus den Nachrichten lernen. Ich will klüger werden. Lasst mich also versuchen, drei Erkenntnisse aus dieser schrägen Meldung zu gewinnen.
Unfähig
Erkenntnis 1/3: DEI ist absichtliche institutionelle Unfähigkeit
Ich bleibe bei meiner Aussage vom 14. Juli 2024, dem Tag nach dem Attentat. Ich behaupte, dass auch hier »Hanlons Rasiermesser« anzuwenden ist: »Schreibe nicht böser Absicht zu, was durch Unfähigkeit (oder: Blödheit) ausreichend erklärt wäre.«
Denn: »DEI« – »Diversity, Equity, Inclusion«, also Personalauswahl nach anderen Kriterien als Eignung und Befähigung – ist eine Form selbstgewählter institutioneller Unfähigkeit.
Warum das aber im Westen installiert wird, ist eine andere Frage …
Lächerlich
Erkenntnis 2/3: Der Westen braucht keine Feinde, der Westen erledigt sich selbst.
So herzerwärmend es ist, wenn eine junge Mutter ihr Neugeborenes stillt, so wunderschön und voller Hoffnung es auch sein mag – es ist nur eines von vielen Beispielen, wie der Westen sich lächerlich macht.
Herzerwärmend ist das eine – Professionalität das andere.
Verdreht
Erkenntnis 3/3 aber ist eine Gedankenübung!
Wir wissen: Propaganda kann alles »drehen«, auch dies!
Lasst uns etwas intellektuellen Spaß haben und mal überlegen, wie linke Propaganda dieses Ereignis gegen Trump drehen würde.
Hier ein Versuch: »Von wegen ›Pro Life‹! Trump führt Krieg gegen Säuglinge.«
Noch einer: »Trumps Kampagnen – wo mancher heulen möchte, bis er etwas zum Nuckeln bekommt.«
Oder: »Donald J. Trump – jetzt extra ›laktose-intolerant‹.«
Und natürlich: »Trumps Sicherheitsleute sollten immer ein Fläschen dabeihaben – nicht nur für das große Baby.«
Ach, ihr wisst ja, wie die Tschechen sagen: Etwas Leben in dieses Sterben.
Umgeschrieben
Mir scheint, dass gewisse Kräfte in den USA die Sicherheit Trumps auch weiterhin nicht wirklich ernst nehmen.
Und ich denke nicht, dass dies wirklich daran liegt, dass diese Leute den Tod Trumps anstreben – wie manche Verschwörungstheoretiker sagen. Wenn jene bösen Mächte das wirklich wollten, würden sie es sauberer erledigen.
Ich habe eher so ein Gefühl, als sei das große USA-Drehbuch vor Kurzem umgeschrieben worden, und für Trump ist eben keine Hauptrolle mehr vorgesehen. Und diesmal wird man sicherstellen, dass sich die USA »ans Drehbuch halten«.
Schauen wir mal.
Ich grüße alle Mütter, die ihre Kinder stillen, und wünsche Mutter und Kind genug Hoffnung in einer verwirrten Welt … und dass sie sich nicht – zusammen?! – beim Secret Service verdingen müssen. Manche Momente sollte man von allem Politischen fernhalten, denn diese Momente sind zu heilig und zu wichtig.
Weiterschreiben, Wegner!
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Der Essay Trump, Secret Service und der hungrige Säugling von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/babypause/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!