19-Jähriger mit Cuttermesser
13.06.2024 · Lesezeit 5 Minuten · Bild-Titel: »Bild: "Aua!"«
Lasst mich direkt aus der Pressemeldung der Staatsanwaltschaft und Polizei zitieren: »Am Montag, den 10. Juni 2024 kam es gegen 13.55 Uhr im Bereich des Mainufers zu einer Messerattacke eines 19-Jährigen auf eine 41-jährige Frau. Diese wurde dabei schwer verletzt. Der 19-jährige afghanische Staatsangehörige wurde festgenommen.« (presseportal.de, 11.6.2024)
»Es kam … zu einer Messerattacke«. Das ist eine passive Sprache, wie »es kam zu einem Malheur«.
Kalt, wenig Menschliches. Wir kommen gleich dazu. Lasst mich aber erst einmal die Temperatur hochdrehen — mit einer Metapher.
Du weißt es nicht
Stellt euch eine Erde vor, unter deren Oberfläche überall Glut und feurige Hitze lauern. Wohin du auch trittst, überall kann es passieren, dass Funken und Flammen hochschlagen.
Nein, nicht jeder Schritt in diesem Land ist tödlich — aber jeder Schritt kann tödlich sein. Du weißt es nicht, und wenn du es weißt, weißt du damit auch, dass es für dich zu spät ist.
Wie wäre wohl das »Lebensgefühl« in so einem Land?
Nie außerhalb des Hauses
In der nüchternen Polizeimeldung heißt es: »Nach derzeitigem Ermittlungsstand saß die Frau auf einer Parkbank am Mainufer, als sich ihr unbemerkt der Tatverdächtige von hinten näherte, sie an der Schulter ergriff, und unvermittelt mehrfach mit einem Cuttermesser auf ihren Kopf- und Halsbereich einstach.« (ebenda)
Ich kenne »Cuttermesser« ja noch unter dem Begriff »Teppichmesser«. Und ich besitze eines für genau solche Zwecke: Heimarbeit, Teppiche, Pappkarton oder auch Klebeband schneiden.
Ich nehme das »Cuttermesser« aber nie außerhalb des Hauses mit auf die Straße. Warum sollte ich auch?
Nichts, wirklich gar nichts in meinen Denkwelten gäbe mir eine Rechtfertigung, ein solches Messer nach draußen mitzunehmen.
Doch dank jener deutschen Mitbürger, die SPD, Grüne oder CDU gewählt haben, leben in Deutschland junge Männer, für die gehört es zur Vorbereitung auf den Tag, ein solches Messer einzustecken.
Wenn mir gerade nicht nach produktiver Betätigung ist, dann gucke ich eine Doku auf YouTube. Oder ich lese etwas. Manchmal – wenn ich arg intellektuell gestimmt bin – gehe ich auch mal in ein Museum. So wurde ich eben geprägt.
Jener junge Mann aber nimmt sich, warum auch immer, ein Cuttermesser und schneidet eine deutsche Frau auf. Vermutlich wurde er so geprägt. Das ist das neue, bunte Deutschland.
Ob es dich trifft
Die Polizeimeldung, weiter: »Die Frau konnte sich kurzzeitig aus dem Griff des ihr unbekannten Angreifers lösen und einige Meter flüchten. Als sie dabei stolperte und zu Boden fiel, soll der Tatverdächtige sie eingeholt und erneut mehrfach auf die am Boden liegende Geschädigte eingestochen haben.« (ebenda)
Unter der Oberfläche in Deutschland lodert ein Feuer, dessen Flammen jederzeit hochschlagen können. Du weißt es nicht sicher, ob es dich trifft.
Im Jahr 2018 schrieb ich den Essay »Aus Gutmenschen, die es selbst betrifft, werden schnell Bösmenschen«. Das stimmt, bis heute, doch es bedeutet auch: Bis es den Gutmenschen einmal selbst trifft, bis die Flammen unter Deutschlands Oberfläche auch an ihm einmal hochschlagen und ihn verbrennen, erklärt der Gutmensch alle, die vor der Gefahr warnen, zu »Nazis«, er ignoriert und ächtet sie.
Wir können und müssen also wieder sagen: Jeder einzelne linksgrüne Lebenslügner hat in Frankfurt mitgestochen. Das Blut auch dieses Messeropfers klebt an den schmutzigen Händen der Gutmenschen und der Wähler jener Parteien, die für diese Zustände direkt verantwortlich sind.
Schnell Erste Hilfe
Nur einen klitzekleinen Lichtblick finden wir im Vorgang der obigen Polizeimeldung: »Durch die Schreie der Frau wurden Zeugen auf das Geschehen aufmerksam und begaben sich zum Tatort. Daraufhin soll der Tatverdächtige von seinem Opfer abgelassen [haben] und geflüchtet sein. Die Zeugen leisteten Erste Hilfe und alarmierten über den Notruf die Polizei und Rettungskräfte, die das Opfer versorgten.« (ebenda)
Deutschland versagt zwar darin, seine Frauen vor jungen Männern mit Cuttermessern zu schützen. Aber immerhin gibt es noch Menschen, die sich einem Tatort zu nähern trauen. Nebenbei: Ich frage mich, aus welchem Kulturkreis diese stammen, dass sie so mutig waren. Und andere Menschen leisteten dem Opfer schnell Erste Hilfe. Ist das nicht schön?
Als wollten die das Land
In und unter Deutschland schwillt eine Glut potenzieller Gewalt, deren Flammen jederzeit hochschlagen und dich verbrennen können.
Warum aber die deutsche Regierung dieses Feuer selbst entzündet hat und täglich neue Glut nachschüttet, das ist eine andere Frage. Es wirkt fast, als wollten die das Land brennen sehen.
Ich hoffe nur, dass, falls es einen von uns trifft, ebenfalls schnell Leute da sind, die Erste Hilfe leisten können.
Aber noch besser wäre, das muss natürlich gesagt werden, wenn die Glut etwas abgekühlt werden könnte.
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Der Essay 19-Jähriger mit Cuttermesser von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/cuttermesser/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!