Was gut ist, ist alt, und was neu ist, ist nicht gut. Das Neue aber, das als »gut« zu preisen uns befohlen wird, ist suizidal bis dämonisch, auf jeden Fall zutiefst böse. – Lasst mich erklären!
Versucht mal, spontan und aus dem Kopf, alle neuen »Werte« zu nennen, die in Deutschland von Bildung und Propaganda gepriesen werden, und mit neu meine ich alles etwa ab Anfang des 20. Jahrhunderts.
Wenn ihr diese »Werte« genauer betrachtet, werdet ihr feststellen, dass für das Gros davon gilt:
- Diese »Werte« wurden von oben diktiert, oft durch undurchsichtige, supranationale Institutionen.
- Diese »Werte« bedienen primitive Triebe des Einzelnen wie Egoismus, Emotionalität, Lust und Stolz, bezüglich derer die Menschheit nach Jahrtausenden an Erfahrung gelernt hatte, dass sie streng einzuhegen seien.
- Diese »Werte« führen in Konsequenz direkt zum Zerfall von Familien und Völkern – und bei einer machtrelevanten Mehrheit zur blanken Dummheit (sprich: zur Ignoranz gegenüber Zusammenhängen).
Betrachtet einfach selbst, aus dem Kopf, welche »Werte« derzeit hochgehalten werden! Ihr werdet leicht »Werte« finden, die zu hinterfragen bei Androhung von Gefängnisstrafe, Straf-Hausdurchsuchung oder Existenzvernichtung verboten ist.
Die Klugheit der Masse fürchten
Es widerspräche aller Lebenserfahrung (manche sagen: und dem Augenschein), behaupten zu wollen, dass keine Instanz existiert, die aktiv die Zerstörung von Familien und Gesellschaften betreibt. Das Suchen nach Ursachen und Zusammenhängen aber, also das Bekämpfen der Dummheit, wird von jenen, die die Klugheit der Masse fürchten, als »Verschwörungstheorie« oder »Hass und Hetze« verunglimpft.
Nur selten hört man den Vorwurf, man verbreite Lügen oder offensichtliche Fehler. Das ließe sich ja überprüfen. Wer etwas Falsches sagt, kann und wird widerlegt werden. Wer aber eine Wahrheit sagt, welche die Mächtigen bei ihren Plänen stört, dem wird man die Wahrheit als »Hass und Hetze« auslegen.
Aber gut, die Suche nach einer soliden Verschwörungstheorie beginnt mit der Frage »Cui bono?« – »Wessen Nutzen ist es?«
Manche Instanz könnte uns einfallen, die ein Interesse daran haben könnte, westliche Familien und dann Gesellschaften zu zerstören – eine Theoriefindung wäre zu einfach.
Diese alten Kirchen-Damen
Der intellektuellen Redlichkeit halber: Was, wenn keine menschliche Instanz diese »Werte« und damit die Entwicklungen zu diesem einen düsteren Ziel treibt?
Nun, dann steht es zumindest den Christen frei, die treibende Instanz im Außermenschlichen zu suchen. Sprich: beim Bösen und seinen Dienern, den Dämonen. (Siehe dazu den Essay »Der größte Trick des Teufels« und das Video: »Hat die einen Dämon geschluckt?«)
Ich las letztens beim klugen Zuby:
Also, die alten Kirchen-Damen, die alles ›dämonisch‹ nannten, hatten im Grund in praktisch allem recht? (@ZubyMusic, 23.07.2025; Original auf Englisch)
Ein Kommentator antwortet ihm: »Es klingt extrem, wie das Geschwätz von jemandem, der den Faden verloren hat.
Aber die Wahrheit ist: Diese alten Kirchendamen hatten nicht ganz Unrecht. Sie hatten einfach nicht die Worte, um ihre spirituellen Gefühle in Worte zu fassen, die tiefer gingen als Aberglaube.« (@ApotheosisJohn, 23.7.2025)
Weiter führt er aus, wie selbstverständlich das Böse heute wurde. Medien, bei denen man davon ausgeht, dass sie nicht die Wahrheit, sondern ein Narrativ berichten. Perversion infiziert Kunst und Unterhaltung. Pornographie wird Mainstream und das Heilige verhöhnt. Identität fragmentiert und Familien zerbrochen. Und so weiter.
Ja, die alten Kirchen-Madämchen lagen richtig damit, dass das Dämonische überall ist. Und dafür ist es funktional egal, ob es einen oder mehrere menschenförmige »Verschwörer« gibt, die das alles aushecken.
Die wirklich wichtige und persönliche Frage ist jedoch, ob mich das Ergebnis solcher Gedanken zu einer Handlung motivieren sollte. Und wenn ja, zu welcher?
Nun, wir stellten fest, dass irgendwann im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts einige »Werte« eingeführt wurden, deren öffentliche Ablehnung von bösen, suizidalen Regierungen hart bestraft wird. Und wir stellten fest, dass diese »Werte« unabhängig von der Existenz eines konkreten menschenförmigen »Verschwörers« tatsächlich Anti-Werte sind, wie sie seit altersher als dämonisch beschrieben werden.
Was tun? Wir könnten versuchen, uns den neuen »Werten« hinzugeben – wissend, dass es Lügen sind.
Ich hörte zu oft im Leben eine Variation dieses Geständnisses: »Dushan/Herr Wegner, natürlich hast du/haben Sie recht, aber so kann man das doch nicht sagen.« – Jeder einzelne, der das so formuliert, zu wem auch immer, setzt sein Leben bewusst und aktiv in den Dienst der Lüge, des Bösen, des Dämonischen.
Wenn man sein Leben aber nicht derart fortwerfen will, dann ist die logische Konsequenz recht hell und klar.
Aber sei vorsichtig damit
Der einzige nicht-schmutzige, nicht-böse Weg nach vorn ist in einem Kampfruf enthalten, den ich in diesen Jahren und Tagen regelmäßig höre:
»Reject modernity, embrace tradition!«
Lehne die Moderne ab, begrüße (oder: umarme) die Tradition.
Was gut ist, ist alt, und was neu ist, ist nicht gut.
Wende dich ab von den »neuen Werten«. (Aber sei vorsichtig damit, denn das Böse bestraft dich, wenn du es allzu offen tust.)
Wende dich wieder den Werten aus einer Zeit zu, als Werte noch Werte und nicht »Werte« waren (und es keine Flagge außer der des eigenen Landes brauchte).
Wenn du Christ bist, dann sind deine alten Werte ja bekannt. (Ob du sie auch lebst, das ist eine andere Frage. Aber gut, auch heute gilt: Heute beginnt der Rest deines Lebens!)
Wenn du deine Werte lieber »freischaffend« erforscht, kannst du ja mit einer Untersuchung deiner relevanten Strukturen beginnen.
Du wirst feststellen, dass jenes, was (dir) wirklich wichtig ist – sprich: deine Werte –, schon lange Zeit wirklich wichtig war.
Wenn die letzten Stunden kommen, bereuen Menschen im Rückblick regelmäßig nur eines: Nicht früher das als wichtig behandelt zu haben, was wirklich wichtig war.
Weiterschreiben, Wegner!
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Der Essay Was gut ist, ist alt – was neu ist, ist nicht gut von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/neu-nicht-gut/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!
