2016

So wie den »Bösen« fehlt auch den »Guten« allzu oft der Mut, die Konsequenz der Konsequenz des eigenen Denkens zu denken.

"Populisten" bedienen ein Bedürfnis. Die bestehenden Machtverwalter haben ein Vakuum entstehen lassen. Populisten füllen dieses Vakuum. Um die Populisten zu verstehen, muss man die Lücke verstehen, in die sie stoßen.

Es mag ein frommer Wunsch bleiben, doch ich hoffe auf den Tag, an dem ein Journalist in einem Merkel-Interview sagt: »Sie weichen jetzt auf Ihr Gefühl aus, das hat aber nichts mit dem Problem zu tun. Zurück zur Sache, Frau Bundeskanzlerin!«

Wir müssen fragen, ob Gauck der richtige Bundespräsident ist, in einem ohnehin fiebernden Deutschland, in einer hochnervösen Welt. Der öffentliche Gauck kennt nur Schwarz und Weiß, Freund und Feind, Hell und Dunkel. Eine Amtszeit reicht.

Die Grünen betreiben einen erschreckend erfolgreichen »Dummheitskult«. Dieser Text legt zu dieser Behauptung eine »Theorie der Dummheit« vor, und damit können Sie selbst prüfen, ob es stimmt.

Auf jede Empörungsrampe im Stil von "X hat Y gesagt!" sollten wir antworten mit: "Ja, schlimm – aber welche Lösung schlagen Sie für das konkrete Problem vor?"

»Wir müssen hinschauen, endlich hinschauen. Und dann müssen wir die notwendigen Konsequenzen ziehen. Wir müssen die lautstarken Beschwichtiger, Weggucker und Nichtwahrhabenwoller ignorieren«

Wenn Politiker und Journalisten Europa sagen und EU meinen, ist zu befürchten, dass ihnen nicht einmal auffällt, was sie damit rundum negativ anrichten. Von aufwärts gebrochenen Biografien und abwärts gerichtetem Intellekt.

Aufgabe der Politik ist es, für Recht und Ordnung zu sorgen. Gebt uns Rechtsstaat, nicht Liebe. Bekämpft Verbrechen, nicht »Hass«. Lasst Herzchen in Kindergärten und Meditationskreisen. Gebt uns kluge Gesetze – und Richter, die sich auch dran halten.

»Das ist mir wichtig!« – es ist der schönste Satz der deutschen Sprache. »Ich hatte keine Wahl« dagegen ist der schlimmste aller Sätze, gefolgt von »Ich ahnte ja nicht, dass das passieren würde«.

Es ist eine merkwürdige Stimmung in Deutschland 2016. Diese Schwere, die auf uns liegt, sie ist auch ein Gefühl der Hilflosigkeit. Wir fühlen uns ausgeliefert. Wir fühlen uns Merkel ausgeliefert, einigen ist es sogar bewusst, andere mögen das.

Empathielosigkeit, als Pietät verkleidet, liegt falsch, schrecklich falsch. Wir müssen hinschauen, endlich hinschauen. Die Bilder aus Nizza sind emotional verstörend. Doch es gibt eine weitere Ebene dieses Horrors, die den Verstand verstört zurücklässt.

Nicht klagen, jammern, verschleiern und auslassen ist die Aufgabe von Politikern, Publizisten, Lesern und Zuschauern, sondern Hintergründe recherchieren, Lücken füllen und verdeutlichen, wozu wir heute mehr denn je zuvor die Möglichkeit haben.

Wir werden uns, wie in Israel, an sichtbar Bewaffnete in Einkaufszonen und vor Restaurants gewöhnen müssen. Wir werden Mitmenschen, die ins Cafe kommen, aus dem Augenwinkel nach Waffen scannen. Immer mehr von uns werden mal dabei sein müssen, wenn ein Bekannter beerdigt wird, vom Terror zu früh aus dem Leben gerissen.

Die westliche Kultur entwickelt sich gerade zurück. Die öffentliche Debatte wird dümmer, sie infantilisiert. Freiwillig dumme Social Justice Warriors und religiöse Fanatiker eint die Weigerung, über sich selbst zu reflektieren, sich zu prüfen und zu korrigieren.

Im Merkel-Maas-Deutschland haben immer mehr Bürger das Gefühl, dass ein falsches Wort schärfer bestraft wird als der Steinwurf auf einen Polizisten. Und die Regierung forciert dieses Gefühl der Angst. Der sollten wir nicht nachgeben.

Merkel und Maas zählen auf unsere Trägheit. Wenn sie gute Regeln ad hoc aufheben oder Privatregeln an den Institutionen vorbei etablieren wollen, müssen wir widersprechen. Erinnern wir sie, dass sie in unserem Auftrag handeln. Und wenn sie sich nicht erinnern lassen, wählen wir sie ab.

„Wir“ sollen schaffen, aber wir wissen nicht, wer wir sind. Die merkelsche Pflichtrepublik wird scheitern. Sie scheitert bereits.

These: In Berlin teilen sich alle Ministerien einen einzigen Twitter-Praktikanten. Nennen wir ihn: »Praktikant X«. Sein Thema: Hatespeech. Und er liest Orwell — als Anleitung.

30,6% wählten Weiter-so. 19% wählten Ich-glaube-alles-was-im-Fernsehen-läuft. 13,2% bzw. 3% wählten Es-war-damals-nicht-alles-schlecht. 4,5% wählten mehr Blümchen und weitere 3% befanden, Meck-Pomms drängendstes Problem sei der Mangel an hippen Start-ups. 20,1% aber skandierten via Kreuzchen ihr Merkel-muss-weg.

Politiker sollten Wahrheit nicht in Salamischeiben-Taktik nach außen sickern lassen, wenn die Populisten versprechen, die ganze Wurst auf den Tisch zu hauen. Bringen Sie große, satt machende Stücke von der Wahrheit unters Volk. Deshalb müssen Sie ja noch lange nicht sagen, wie die Wurst gemacht wurde.

Die von Merkel provozierten Probleme (das »Jahr 2016«) werden sich nicht durch »Erklärungen« lösen lassen. Durch »Herz statt Kopf« ganz bestimmt nicht. Mit Grundschul-Rhetorik lassen sich Wahlkämpfe gewinnen und Fernsehsender betreiben, aber kein Staat lenken.

Haben Sie den Mut, ungeliebt zu sein! Merkel hat Interessen. Karrierejournalisten mögen Ihnen hierzu ein diffuses Blasphemie-Bauchgefühl eingeimpft haben. Aufgeklärte Erwachsene wägen Merkels Interessen gegen die eigenen ab.

Was ist schlimmer als Crystal Meth, Füllfederhalter und Berliner Selbstbesoffenheit zusammen? Es ist die Aufregung.

Die »Qualitätsmedien« werden wie die katholische Kirche in einem Autoritäts-Zwischenreich weiterleben. Das Profit-Center der Kirche ist nicht mehr der Glaube, sondern sind Immobilien, Krankenhäuser, Schulen und nun auch die Flüchtlingskrise.

Am 7. Nov. 2016, dem Tag vor der US-Wahl 2016, hatte ich aufgeschrieben und gepostet, warum ich Trump wählen würde. Dieser Text ist, erlaube ich mir zu sagen, wirklich gut »gealtert«.

Hillary Clinton beherrschte die Medien. Donald Trump sprach darüber, was die Menschen bewegt, was ihnen wichtig ist. Die Wählerverachtung hat Clinton geschadet, und die Wähler Trump zugetrieben.

Staatsnahe Sendeanstalten kleben in deutschen Städten große Plakate und preisen die »Haltung«. Die Schauspieler, die Haltung verkünden, werden reich, sie werden geehrt und erhoben. Bürger, du bist nichts ohne Haltung, ohne Haltung darf nichts sein.

Denken wir einmal weiter: Was wird passieren, wenn Männer von Frauen lernen, aber Frauen das Dazulernen von Männern als »mansplaining« ablehnen? Richtig: Der Vorsprung der Männer wird größer.

Das Problem mit vorlaufender Zensur ist: So wie niemand das ungezeugte Kind vermisst, so vermisst niemand die ungesagte Wahrheit. Niemand fragt nach der Wahrheit, von der er nicht hörte. Ich sage Ihnen persönlich eine besinnliche Weihnachtszeit voraus!

I wrote this text in the early morning of December 20, 2016, the day after the attack at Breitscheidplatz. It is still a test for me: Is it still true that I have "no fear anymore"?

Erst war Pirinçci dran. Sie verbreiteten im TV eine Lüge über ihn. Dann verbrannten sie seine Bücher. Digital. Heute verbrennt man Bücher digital. 1 Klick – fort. Es braucht viel weniger als 451 Fahrenheit. Bits und Bytes hinterlassen keine Asche.

Antisemitismus tritt auffällig oft zusammen mit hermetisch geschlossenen Weltbildern auf. Das ist, so meine These, kein Zufall, sondern liegt im Wesen des Antisemitismus.

Grosse-Brömer (CDU) will das Behauptete als gegeben darstellen und lieber diskutieren, wie man damit umgeht. Ist die Prämisse erst akzeptiert, fordert es sich ungeniert.

Diesen Text schrieb ich am frühen Morgen des 20. Dezember 2016, dem Tag nach dem Attentat am Breitscheidplatz. Er ist für mich noch immer eine Prüfung: Stimmt es noch, dass ich »keine Angst mehr« habe?

Escribí este texto en la madrugada del 20 de diciembre de 2016, el día después del atentado en Breitscheidplatz. Para mí sigue siendo una prueba: ¿sigo sin tener "miedo"?

Der Londoner Bürgermeister, Sadiq Khan, hat – als eine seiner ersten Handlungen – Bilder schöner Frauen in der U-Bahn-Werbung verboten. In Deutschland wollen Grüne die Bilder schöner Frauen in der Öffentlichkeit unter Strafe stellen.

Zu Beginn der Plenarsitzung wurde im Deutschen Bundestag der Opfer der Terroranschläge gedacht. Bundestagspräsident Lammert fand deutliche Worte: „Wem unter den Muslimen über rhetorische Floskeln hinaus tatsächlich an Aufklärung gelegen sei, müsse sich…