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Ich beging den Fehler, ein längeres Gespräch zu führen, worin der Gesprächspartner auf eine Weise redete, die man (im modernen Wortsinn) wohl als links bezeichnet.
Natürlich war es ergebnislos.
Natürlich war es (für mich) schmerzhaft.
Natürlich war jener wohl zuletzt zufrieden mit sich, während ich mich später schlaflos quälte, so ratlos wie hilflos.
Aus den Gesprächen mit euch, liebe Leser, weiß ich, dass ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Es ist zuerst frustrierend, weil es einem ohne Ergebnis wertvolle Zeit und Energie raubt, doch das ist noch das Geringste.
Man fühlt sich wütend und hilflos, wenn linkes Denken nicht nur dumm redet, sondern ebenso handelt und dann erwartbar so schmerzhaften wie unnötigen Schaden anrichtet.
Es raubt mir bisweilen die Hoffnung für die Menschheit insgesamt. Wie wollen wir gegen künstliche Intelligenz und fremde Mächte bestehen, wenn erschreckend viele von uns so beklagenswert dämlich denken?
Ich kann und will es aber nicht bei Klage und Schmerz belassen. Ich will meinen Job tun. Frei nach Immanuel Kant: Schreibe stets so, dass du aus deiner Reaktion auf deinen Schmerz ein für die Allgemeinheit gültiges Regelwerk ableitest!
Hier sind also, aus meinem hilflosen Schmerz und einer weiteren schlaflosen Nacht geboren, meine 10 Gebote fürs Reden mit Linken.
Erstes Gebot
Du sollst nicht auf Logik vertrauen.
Der rationale, im gültigen Denken geschulte Mensch betrachtet die Prämissen und die Faktenlage. Er wendet bewährte und geprüfte Logik an, um zu einem Schluss zu gelangen, der neue Erkenntnis über die Realität schafft.
Für den rationalen Menschen sind Fakten und logische Prinzipien fix. Es ist das Ergebnis der Debatte, das flexibel sein muss. Deshalb führt man Debatten ja erst: um neue Erkenntnisse zu gewinnen!
Für den Linken ist das andersherum. Das Ergebnis ist für ihn gegeben. Dafür sind die Fakten und die Logik, die angeblich zu diesem Ergebnis führen, beliebig und flexibel. (Das verhält sich ähnlich in Ideologien, auch da steht das Ergebnis fest und man konstruiert sich die Logik und Fakten dazu. Deshalb sind Linke ja so anfällig für Ideologien.)
Gäbe es einen Raum, der eigens für die Debatte mit Linken eingerichtet wurde, dann stünde über der Eingangstür: Lasset, die ihr mit Linken debattieren wollt, alle Hoffnung fahren, mit Logik ans Ziel zu gelangen.
Zweites Gebot
Du sollst nicht hoffen, dass Vernunft die Emotion besiegt.
Im Versuch eines Gesprächs mit Linken wirst du erleben, dass deine logische, auf realen Sachlagen aufbauende Argumentation mit Ausbrüchen von Emotion unterbrochen wird. Das ist natürlich eine Taktik des Linken, sich als »Sieger« zu fühlen. Es ist, wie wenn eine Taube, die im Park auf dem Schachbrett landet und die Schachfiguren vom Brett fegt, sich als »Sieger« fühlen kann. Doch diese Abzweigung weg von der Logik, hin zur Emotion, ist zugleich mit tieferen Ursachen des Linksseins verbunden!
Schon die Bibel warnt davor, dass ein bestimmter Menschentyp paradoxerweise 1. den eigenen Weg selbst als »gerade« ansieht (während er nicht auf Ratschläge hört), aber 2. zugleich schnell zornig wird: »Der Weg des Toren ist gerade in seinen eigenen Augen, der Weise aber hört auf Rat. Der Tor zeigt sogleich seinen Ärger, klug ist, wer Schimpfworte einsteckt.« (Sprüche 12,15f)
Linkssein ist mit der psychologischen Störung Narzissmus verwandt. Beide gehen oft auf Verletzungen und/oder innere Unsicherheit zurück, und beide wollen Macht aufbauen, auch um ihre Verletztheit und Unsicherheit zu kompensieren.
Als der mutmaßliche Mörder von Charlie Kirk verhaftet wurde, wiesen Linke darauf hin, dass er aus einer stabilen konservativen Familie stammte. Damit kann er doch kein Linker sein, sagten Linke. Damit verrieten sie aber, was ihnen unbewusst klar ist: Links zu sein (im heutigen Sinn von »links«) ist eine destruktive Reaktion auf seelische Verletzungen und Unsicherheit.
Wer verletzt ist, der könnte sich zur Hilfe an höhere Mächte wenden, sprich: an Gott. Doch wer sich für klüger als Gott hält (siehe sechstes Gebot), der verschließt sich diese konstruktive Option. Es ist kein Zufall, dass das Dämonische und das Linke in Handlung und Auftreten so oft Hand in Hand gehen.
Auf logische Widersprüche hingewiesen zu werden, lässt den Linken befürchten, dass die schmerzenden Wunden seiner Seele weiter aufgerissen werden. Der Narzisst und der Linke flüchten sich beide (manchmal »präventiv«) in Machtspiele und emotionale Denkstopps. Auch die für Linke typischen Wutausbrüche, Trotzreaktionen oder emotionalen Aufführungen sind Versuche, an Logik und Vernunft vorbei ein Gefühl von Macht und Kontrolle zu erlangen.
Als rationaler Mensch könntest du ja meinen (und das zu tun ist einer meiner penetrantesten Fehler), dass du mit immer mehr Vernunft beim Linken einen Denkumschwung erzielen wirst. Du irrst, und zwar gewaltig! Mit jedem weiteren logischen Satz bohrst du tiefer in die linke Wunde, und der Linke wird »seine Wahrheit« nur umso bockiger verteidigen.
Drittes Gebot
Du sollst nicht erwarten, dass Widerspruch erfolgreich sein wird.
Es ist zur Wahrung der eigenen wie auch allgemeinen seelischen Stabilität notwendig, dem Linken hörbar zu widersprechen. Das wird aber nicht im Linken selbst erfolgreich sein.
Der Linke »argumentiert« tatsächlich von einer inneren Verletztheit und Unsicherheit her. Die innere Wunde des Linken ist das wahre Fundament seiner »Logik«. Dem Linken zu widersprechen klingt in seinen Ohren, als sagtest du ihm: »Deine Wunde ist keine Wunde!«
Du kannst dem Linken noch so viele Fakten vorlegen, er zuckt bloß mit den Schultern und seine Augen werden glasig. Oder er wird dir sagen, diese Fakten seien von dir für diesen Zweck erfundene Lügen.
Der Linke schließt da von sich auf dich, und zwar womöglich unbewusst: Weil er zum Stützen seiner »persönlichen Wahrheit« sich selbst und seine Umgebung belügt, geht er unbewusst davon aus, dass du es ebenso tust.
Der Linke muss ja davon ausgehen, dass Beliebiges wahr und absolut ist, allein dadurch, dass er es glaubt und behauptet, denn jede Unsicherheit bezüglich seiner Weltsicht würde ihn an seine Wunde erinnern, würde seine Unsicherheit neu entfachen. Ja, das Weltbild des Linken ist in dieser Hinsicht »stabil« und sogar »selbst-immunisierend«: »Ich weiß, dass es wahr ist, denn ich weiß, dass es wahr ist.«
Für einen Linken ist dein Widerspruch schon deswegen falsch, dass du ihm widersprochen hast. Also kannst du nicht erwarten, dass dein Widerspruch erfolgreich sein wird.
Ja, widersprich dem Linken! Widersprich ihm laut, deutlich und regelmäßig. Tu es aber für die Gesellschaft. Tu es zur Wahrung deiner seelischen Balance. Lass aber die Hoffnung fahren, dass du den Linken überzeugen kannst.
Viertes Gebot
Du sollst nicht denken, dass wirklich Argumentation stattfindet.
Ein Linker redet bisweilen mit dir, und es ist ein »Reden« in dem Sinne, dass ihr beide etwas sagt, mal abwechselnd und mal einander ins Wort fallend.
Doch bedenke: Für den Linken ist das Ergebnis des Gesprächs von vornherein fix. Die Motivation seiner Annahmen über die Welt und seiner ethischen Positionen findet auf einer anderen Ebene statt als deine Motivation.
»Erfahrene« Linke werden, wenn sie ein Machtspiel zu verlieren drohen, bisweilen die Zähne zusammenbeißen und so tun, als würden sie deinen Widerspruch bedenken oder sogar anwenden, doch das ist nur eine kurzzeitige Machtspiel-Taktik.
Der Linke mag zwar vorübergehend so tun, als würde er mit dir argumentieren, mag tatsächlich Argumente austauschen, doch tatsächlich wartet er bloß ab, bis du dich zermürbt seinen Machtspielen unterwirfst.
Wenn du meinen solltest, dass du einen Linken überzeugt hast, warte einfach ein paar Tage, und dann diskutiere noch mal. Du wirst ernüchtert feststellen, wie schnell und gründlich er vorübergehende Zugeständnisse an Logik und Verstand wieder aufgegeben hat.
Fünftes Gebot
Du sollst nicht auf Ethik bauen.
Im Buch Relevante Strukturen erkläre ich, wie menschliche Ethik wirklich funktioniert. In Kürze: Ein Mensch bewertet als »gut« (im ethischen Sinn), was eine ihm relevante Struktur stärkt, und als »böse«, was diese schwächt.
Du magst dich in ethischer Argumentation darauf berufen, dass diese oder jene Handlung nachweislich Kindern schadet oder sogar das gemeinsame Land in den Ruin treibt. Du kannst dem Linken sogar aufzeigen, dass er sich selbst schadet, sprich: Du kannst an die so bewährte wie natürliche Ethik appellieren. Es wird ihn wenig bewegen.
Der Linke hat andere relevante Strukturen als du. Der Linke wird erschreckend leicht Kinder, allgemeine Familienstrukturen, die Zukunft des Landes oder sogar sein eigenes Leben opfern. Denn der Linke ist von völlig anderen Motivatoren getrieben als du. Ihn treibt das Verdecken seiner seelischen Wunden und Unsicherheiten, nicht die Ethik. Daraus resultiert bisweilen eine Lust am Gehorchen und der Unterwerfung unter Autoritäten. Und auch dafür wird er bereitwillig sich selbst und die nächste Generation opfern, wie die Geschichte zeigt.
Du magst davon ausgehen, dass dein Gegenüber in einer Debatte Logik und traditionelle Ethikkonzepte respektiert, doch du wirst gleich zweimal falschliegen. Eine gewinnbringende Debatte setzt ein gemeinsames Wertefundament voraus. Doch du baust auf Vernunft und gewachsene Ethik, der Linke »baut« aufs Verstecken seiner Wunden und Unsicherheiten. Auf welchen Fundamenten sollte also euer gemeinsames Haus stehen?
Sechstes Gebot
Du sollst nicht ans Gewissen appellieren.
Das menschliche Gewissen ist, wie der körperliche Schmerz, eine angeborene Warnung vor der Verletzung relevanter Strukturen.
Der körperliche Schmerz warnt, wenn etwa die Haut oder der Zahnschmelz durchbrochen sind und Schädlinge eindringen können. Im Fall gebrochener Organe oder verschiedener Entzündungen soll der Schmerz bewirken, dass der Schmerzgeplagte alle übrigen Tätigkeiten einstellt und sich auf diese Verletzungen konzentriert.
Ähnlich funktioniert eigentlich das Gewissen: Wenn etwa das Wohl der nächsten Generation oder das Überleben des Volkes gefährdet ist, sollte das Gewissen einen Schmerzreiz senden, der den Einzelnen oder das Kollektiv zwingt, diese Gefahr abzuwenden.
Beim Linken aber ist sein »Gewissen« damit ausgelastet, seinen eigenen Schmerz und seine eigene innere Unsicherheit zu verarbeiten.
Wo eigentlich das allgemeine Gewissen arbeiten sollte, inklusive der »Ordnungen der Liebe«, sitzen Verletzungen und Unsicherheit, und der Linke ist unentwegt damit beschäftigt, immer neue Krusten und Verhärtungen um seine Unsicherheit wuchern zu lassen.
Beim Linken, der gerade erst »zum Linken wird«, ist dieser Prozess live zu beobachten. Ist die Verkrustung erst abgeschlossen, wirst du je nach Ausprägung einen ausgewachsenen Narzissten oder einen gehirngewaschenen Untertan erleben.
Wenn du ihn auf sein Gewissen ansprichst, wird der Linke dir sogar benennen, was sein Gewissen ihm angeblich sagt. Doch tatsächlich ist sein Gewissen längst tot, und was da spricht, ist eine zum seelischen Tumor verhärtete Verletzung, eine tiefe, unbewältigte Unsicherheit.
Diese parasitäre Verkrustung, die sich im Linken statt seines Gewissens angesiedelt hat, könnte sogar tatsächlich in ethischen Begriffen reden, etwa wenn der Linke bekannte Propagandafloskeln wiederholt, von »Toleranz« und »Klima« und so weiter. Doch tatsächlich sind diese Phrasen nur Symptome einer harten Kruste um eine schwärende innere Wunde.
Wenn du also merkst, dass der Linke von »Gewissen« redet, aber wahlweise tatsächlich von seinen Verletzungen redet oder Floskeln wiederholt, erinnere dich an das sechste Gebot fürs Reden mit Linken: Du sollst nicht ans Gewissen appellieren … denn es ist keines da.
Siebtes Gebot
Wisse, dass der Linke sich für klüger als Gott hält.
Die traditionelle Art, Wahrheit und ethische Klugheit zu erlangen, besteht aus dem Zusammenspiel ehrlicher Anschauung der Welt und der Anwendung bewährter Denkmethoden, um ein adäquates Modell zu entwickeln. All das ist dem Linken aber irrelevant.
Für den Linken sind Fakten und Ethik lediglich Mittel, um seine wahren Ziele zu erreichen. Die aber sind meist aus der inneren Zerrissenheit des Linken motiviert.
Es ist eine Eigenschaft des Schmerzes, dass dein aktuell größter Schmerz oft zugleich der größte Schmerz ist, den du dir vorstellen kannst. Da ein Linker »seine« Wahrheit und Ethik zuerst aus seinem Schmerz gewinnt, aus seiner Unsicherheit und aus seinen Versuchen, beide zu überdecken, werden »seine« Wahrheit und Ethik ihm logischerweise immer als maximal gültig und damit als absolut gelten.
»Ich bin der HERR, dein Gott«, so beginnen die echten Zehn Gebote, doch das wahre erste Gebot des Linken lautet: »Ich bin mein eigener Gott!«
Ein Linker muss sich für »klüger als Gott« halten. (Das erklärt womöglich auch, warum Linke so oft blank gottlos wirken, ob sie sich als Beamte, als Büroboten oder als Bischöfe verdingen.)
Welche größere Dummheit könnte es aber geben, als zu meinen, man sei klüger als Gott? Keine.
Achtes Gebot
Du sollst wissen, dass Sprache dem Linken eine Waffe ist.
Für den Linken dient Sprache einem ganz anderen Zweck als dir. Du willst Wahrheit mehren, Irrtum mindern und gemeinsam womöglich eine klügere Ethik aushandeln. Der Linke will mit Sprache seine Macht etablieren; das ist ihm der Zweck von Logik und Faktenaussagen.
Dem Linken ist Sprache zuerst eine Waffe. Er wird Begriffe immer wieder neu deuten, aber dich auf seine Deutung deiner Begriffe festlegen, und er wird sie zur Attacke gegen dich verwenden.
Der Linke wird sich nicht Logik oder Fakten unterwerfen, aber dir logische Fehler und Lüge vorwerfen. Jürgen Habermas sprach vom »eigentümlich zwanglosen Zwang des besseren Arguments«. Der Linke wird dich diesem Zwang der Sprache unterwerfen wollen, doch du wirst bald feststellen, dass er sich selbst diesem Zwang nicht unterwirft.
Der mythische Kampf der Argumente mit einem Linken ist ein asymmetrischer Krieg – und du wirst ihn etwa so erfolgreich abschließen wie die USA den Vietnamkrieg.
Neuntes Gebot
Du sollst nicht deine Zeit verschwenden.
Jede Sekunde und jeder Tag in deinem Leben kommen nur einmal. Verschwende sie nicht! Selbst wenn du ans ewige Leben glaubst, ist dieses Leben eine Vorbereitung auf jenes, und es ist wichtig, sich nicht in fruchtlosen Wortwechseln in die Abgründe der Gottlosen ziehen zu lassen.
Der Linke tut, als ob er mit dir debattieren würde. Tatsächlich ist die »Debatte« mit ihm so wenig eine echte Debatte wie die geschniegelten Missionare, die du in dein Wohnzimmer gelassen hast, wirklich mit dir über Theologie »diskutieren«. Der Linke will nicht im Gespräch mit dir gemeinsam neue Erkenntnisse finden. Er will dich zermürben, bis du dich einem von vornherein feststehenden »Ergebnis« unterwirfst. Er verschwendet deine Zeit und Kraft. Deine Kraft mag wiederkommen, deine Zeit nicht.
Trage nicht Fakten vor, wo Fakten kein Gewicht haben. Berufe dich nicht auf Logik, wo Logik nicht als Maßstab gilt. Appelliere nicht ans Gewissen, wo das Gewissen durch Ängste und Unsicherheiten ersetzt wurde.
Besiege sie oder gib auf und zieh weiter, diskutiere bloß nicht. Auf Englisch: Fight them, or give up and move on, just don’t argue. Falls realistisch möglich, brich den Kontakt mit ihnen rechtzeitig ab. Sichere dich vor allem gegen ihren Wahn.
Lebe so, dass du deine Zeit heilig nennen kannst, und dann gilt:
Gebt das Heilige nicht den Hunden preis und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, damit diese sie nicht mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.«
Du hast nur dieses eine Leben auf dieser Erde – verschwende ab heute keine weitere Sekunde mehr! Nicht auf Debatten mit Linken und auch sonst nicht.
Zehntes Gebot
Bleibe Mensch!
»Hurt people hurt«, so sagt man im Englischen. Verletzte Leute verletzen.
Du willst nicht, dass Linke dich in ihre selbstgeschaffene innere Hölle hinabziehen. Es brächte ja nichts, wenn du dich opfern würdest. Deren Verletzung verheilt ja nicht, wenn sie dich unterwerfen.
Diese Menschen hätten eine Möglichkeit, ihre Wunden zu heilen und ihre Unsicherheit zu überwinden, doch sie wählen einen anderen Weg.
Es ergibt ja für dich und den Rest der Welt keinen praktischen Unterschied, ob Linke wirklich rundheraus böse oder »nur« verletzt und ängstlich sind. Sind die dumm oder böse? Macht es überhaupt einen Unterschied? Nein, in der Wirkung ergibt es keinen Unterschied, also sollten unsere Konsequenzen ähnlich sein.
Die das Linkssein auslösenden Verletzungen und Unsicherheiten sind keine Entschuldigung für die typisch linke emotionale Kälte.
Die Verletzungen und Unsicherheiten der Linken verpflichten dich nicht, dich in deren Abgrund hinabziehen zu lassen.
Bleibe Mensch. Bleibe weich und verletzlich, statt dich von denen auf jene Art verletzen zu lassen, die auch dich hart und kalt werden lässt.
Bleibe Mensch. Höre auf dein Gewissen, und zwar auf jenes, welches das Wohl der Welt und nicht nur den Schutz deines fragilen Egos anstrebt.
Bleibe Mensch.
Zwei Lieben
Der Kirchenlehrer Augustinus schreibt: »Derart sind zwei Städte entstanden durch zwei Lieben: die irdische durch die Liebe zu sich selbst, welche bis hin zur Verachtung Gottes reicht; die himmlische durch die Liebe zu Gott, die bis zur Verachtung des eigenen Selbst reicht. Die erstere rühmt sich selbst, die zweite den Herrn.« (De civitate Dei XIV,28)
Man muss nicht gläubig sein, um zu sehen, dass eine Geisteshaltung, die das Selbst zum Fundament und zum letzten Zweck alles Denkens und Strebens macht, zuerst viel Leid stiftet und zuletzt zugrunde gehen wird.
Ja, auch die Ausrichtung des eigenen Strebens auf die Behandlung eigener seelischer Wunden und Unsicherheiten ist eine Überhöhung des Selbst.
Ja, auch eine Verkleidung der Egomanie in pseudoethischen Vokabeln bleibt Egomanie, so wie ein Mann in Frauenkleidern ein Mann bleibt.
»Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren«, so schreibt Paulus über solche Menschen (Römer 1:22).
Jeder Mensch wird verletzt und ist dann verletzt. Jeder Mensch fühlt sich bisweilen unsicher – wie denn auch nicht? Gerade heute!
Wer aber die alte Ordnung verwirft und sich selbst eine neue, hausgemachte Ordnung basteln will, wer die eigene Erkenntnis für Klugheit hält und die Verkrustungen um seine Unsicherheit für ein Gewissen, der macht sich zum Diener jener Mächte, welche die Welt derart beängstigend werden ließen.
Ob du als Vater oder Mutter für deinen ganzen Haushalt sprichst oder ob »dein Haus« nur aus dir allein besteht, sage den Linken: Nein, ich werde mich nicht von euch in euren Abgrund ziehen lassen.
Und dann mit Josua 24:15: »Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.«
(Heidenkinder dürfen einsetzen: »Ich aber und mein Haus, wir wollen anständige Menschen bleiben.«)
Weiterschreiben, Wegner!
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