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Lasst mich euch ein derbes Sprachbild vorlegen: Wer im Puff anheuert, soll sich nicht wundern, wenn es für ihn heißt: gef…ckt oder gefeuert werden.
Ich mag euch geschockt haben mit dieser Derbheit – doch die Derbheit wird die Wahrheit darin in euer Gedächtnis einprägen.
Lasst mich erklären
Ich hörte mal von einem Menschen, der heuerte bei einer bestimmten größeren Unternehmung an – und diese Unternehmung ist besonders.
Diese bestimmte Unternehmung hat einen Zweck. Ich würde zu sagen wagen, dass diese Unternehmung von jener Art ist, der man zuschreiben kann, dass das Gesamte lügt – während die Einzelnen darin nicht (alle/zwingend) »lügen«, sondern zuverlässig in dieselbe Richtung irren. (Siehe dazu auch den Essay »Darf man über »Lügen« reden?« aus dem Jahr 2017.)
Es spielt hier keine konkrete Rolle, ob es sich bei jener Unternehmung konkret um eine Mainstream-Redaktion, irgendeine wirre Sekte oder tatsächlich einen Puff handelt. In allen diesen gilt, mal konkret und mal metaphorisch: Wenn du anheuerst, nimm die erwartete Stellung ein und dann tue, was zu tun du vereinbart hast.
Plädiere ich hier und heute also für unanständige Arten des Broterwerbs? Verunglimpfe ich gar die ehrliche Transaktion der Prostutierten durch einen leichtfertigen Vergleich mit dem klebrigen Lügengeschäft der Mainstream-Presse?
Nein.
Ich sage: Macht euch ehrlich!
Macht euch ehrlich bei der Frage, was eure nächsten Schritte bewirken werden. Und belügt euch nicht.
Und also dies
So un-christlich meine Metapher sich anfühlen mag, so ur-christlich ist die Lehre und Wahrheit darin!
Ein solider Teil des Alten Testaments besteht darin, dass Gott via Propheten die Hebräer mahnt, sich nicht mit dem Bösen und den Götzendienern gemein zu machen. Ein Beispiel von vielen:
Ihr sollt nichts mit ihnen zu tun haben; ihre Altäre sollt ihr zerstören, ihre Steinmale zerschlagen, ihre Kultpfähle umhauen und ihre Götterbilder verbrennen! Denn du bist ein dem HERRN, deinem Gott, geheiligtes Volk. (Deuteronomium 7:5–6)
Jesus mahnt maximal deutlich, dass kein Mensch einem unmoralischen Herrn dienen aber irgendwie doch anständig bleiben kann:
Niemand kann zwei Herren dienen: Er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon. (Matthäus 6:24)
So auch Paulus, etwa in praktischer Ermahnung an die Epheser:
Prüft, was dem Herrn gefällt, und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, deckt sie vielmehr auf! (Epheser 5:11)
Kritisiere ich hier also etwa, als fiktives Beispiel, einen Staatsfunk-Journalisten, der beim Staatsfunk anheuert, um dann arg erstaunt festzustellen, dass dort genau das von ihm erwartet wird, was zu erwarten war?
Ach, was sollte solche »Kritik« bewirken? Der Mensch kann immer nur im jetzt handeln.
Meine Sprachbild mag sich derb anfühlen, weil es derb ist. Was bleibt, ist aber die Lehre, die Wahrheit: In welchen Kontext du dich auch begibst, rechne damit, genau dort mitspielen zu wollen.
Wenn du nicht im Puff mitmachen willst, dann heuer dort gar nicht erst an. Ja, es wäre womöglich nicht unklug, dir vorher gründlich Gedanken zu machen, auf welchen Pfad du dich begibst.
Denn es gilt auch weiterhin: Jeder Tag kommt nur einmal. Und jedes Leben sowieso!
Weiterschreiben, Wegner!
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Der Essay Deckt sie vielmehr auf! von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/deckt-sie-vielmehr-auf/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!
