Man findet es immer wieder, auch in deutschen Medien. Ein ominöses amerikanisches »Southern Poverty Law Center« als »Gegen Rechts«-Stichwortgeber und Moral-Autorität bei der Tagesschau, bei der BILD und beim SPIEGEL.
Immer wieder wird dieses »SPLC« als Experte für extremistische Gruppen präsentiert. Und immer wieder, wenn ein Politiker von Globalisten als Gegner ausgemacht wird, steht »SPLC« bereit, um dessen giftige Nähe zu angeblichen Neonazi-Gruppen zu belegen.
Besonders, äh, »eindrucksvoll« war vor einem Jahrzehnt die »Landkarte des Hasses«, die zeit.de präsentierte. Das SPLC hatte auf einer Karte gelistet, wo überall in den USA angeblich »radikale Gruppen« zu verorten seien. (Es seien viele.)
Die Wirkung dieses »Southern Poverty Law Centers« reichte über die USA hinaus und war doch, so schien es, limitiert auf Länder und Medienhäuser mit »engen Verbindungen«.
Soros zahlt, SPLC schützt
Einschlägige Akteure wie die »Open Society Foundation« des berüchtigten Herrn Soros beriefen sich auf dieses »SPLC«, als Beleg für die Existenz dieser zu bekämpfenden Gruppen (opensocietyfoundations.org, 22.11.2016). Und das SPLC stellte sich schützend vor George Soros, dessen Kritiker natürlich als »Far Right« verortet wurden (splcenter.org, 16.5.2024).
Müssen wir wirklich noch erwähnen, dass die George-Soros-Stiftung allein im Jahr 2016 stolze 10 Millionen US-Dollar als Zahlung an das SPLC für die »Bekämpfung von Hass« ankündigte? (opensocietyfoundations.org, 22.11.2016)
Geister in Khaki
Manche Beobachter aber fragten sich, wo denn die vielen »Neo-Nazi«-Gruppen, die das SPLC entdeckte, eigentlich im Alltag waren.
Ja, bei US-Demonstrationen tauchten sie schon mal plötzlich in Bussen auf – wenn die Demonstrationen groß und geplant waren und im Mainstream-TV übertragen wurden. Agitatoren, oft vermummt und – wenn man ehrlich ist – erstaunlich fit und durchtrainiert für den üblichen »Neo-Nazi«, etwa in Charlottesville oder am »6. Januar«. Mancher »Verschwörungstheoretiker« vermutete, dass es »Feds« waren, die als Agitatoren mitmischten. Immerhin waren beim vorgeblichen »Sturm aufs Capitol« 274 FBI-Agenten in Zivil unter den Demonstranten (msn.com, 26.9.2025).
Es waren also sehr merkwürdige und auffällig fitte »Neo-Nazis«, oft vermummt und in praktischen Khaki- oder Jeanshosen, die nur auf medienstarken Demonstrationen und in den SPLC-Berichten aufzutauchen schienen – geradezu wie Geister.
Rätsel über Rätsel!
Anklage in elf Punkten
Doch es könnte sein, dass das Geister-Nazi-Rätsel gerade aufgelöst wird!
Das US-Justizministerium hat eine Klage gegen das »Southern Poverty Law Center« angekündigt (@TheJusticeDept, 21.04.2026).
Der Chef des FBI kündigt an:
Heute Abend kündigen @DAGToddBlanche und ich eine Anklageschrift mit 11 Anklagepunkten gegen das Southern Poverty Law Center an.
Die Anklagepunkte umfassen Überweisungsbetrug, falsche Angaben gegenüber einer bundesstaatlich versicherten Bank sowie Verschwörung zur Verdeckung von Geldwäsche.
Das SPLC soll angeblich eine massive Betrugsoperation betrieben haben, um Spender zu täuschen, sich selbst zu bereichern und seine betrügerischen Aktivitäten vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Man hat die Spender belogen, indem man versprochen hat, gewalttätige Extremistengruppen zu zerschlagen, und gleichzeitig die Anführer eben dieser Gruppen bezahlt hat – die bereitgestellten Mittel wurden sogar dazu genutzt, diese Gruppen bei der Begehung von Straftaten auf Bundes- und Staatsebene zu unterstützen.
Das ist illegal – und die Ermittlungen gegen alle beteiligten Personen dauern an.
– @FBIDirectorKash, 21.04.2026
Eine ähnliche Untersuchung wurde schon zu Biden-Zeiten aufgenommen – und fallengelassen. Nun also der neue Anlauf.
Dem »SPLC« wird laut Anklage vorgeworfen, mehr als 3 Millionen Dollar an »White Supremacists« und andere »Extremisten« gezahlt zu haben. Einige der mutmaßlich SPLC-finanzierten Gruppen tragen plakative Namen, die geradezu nach Comic-Bösewichten klingen. Neben dem »Ku Klux Klan« und der »American Nazi Party« soll man etwa auch die »Aryan Nation« und den »Sadistic Souls Motorcycle Club« finanziert haben.
Der Feuerwehrmann als Brandstifter
Die in der Anklage genannten Beträge scheinen ja weit über das hinauszugehen, was man als Bestechung einzelner Informanten erwarten würde. Was also könnte das »SPLC« motiviert haben, die »Aryan Nation« & Co. mutmaßlich de facto zu finanzieren?
Eine vermutete, naheliegende Erklärung: »Anti Rechts«-Vereine sind darauf angewiesen, dass überhaupt zu bekämpfende »Rechtsextreme« existieren. Oder zumindest zu existieren scheinen.
Ein Anti-Extremismus-Verein könnte also ähnlich motiviert sein wie ein durchgeknallter Feuerwehrmann, der selbst die Feuer legt, die er löschen will. (Oder wie ein Pharma-Konzern, der selbst die Krankheiten verbreitet – oder zumindest die Panik davor –, die er zu heilen verspricht.)
Warum aber finanzieren Akteure, denen all dies bekannt sein dürfte, überhaupt solche Läden wie SPLC?
Es existiert eine sehr plausible, aber leider nur hypothetische Erklärung: Wer westliche Kultur vernichten und die Bevölkerung austauschen wollte, der müsste jeden Versuch der Bewahrung kriminalisieren. Und das geht einfacher, wenn man die moderaten Bewahrer mit vermeintlichen »Extremisten« in einen Topf werfen kann.
Vergessen wir nicht: Ein Sprecher des »SPLC« wurde bei einem TV-Interview dabei »erwischt«, dass ein Zettel an seiner Bürowand die Jahre zum Verschwinden der Weißen in den USA herunterzählte. Ein Countdown für das eigentliche Ziel?
In jede beliebige Aktion zur Bewahrung von Volk und Land lassen sich unappetitlich auftretende Agitatoren einschleusen. Dann kann die Propaganda leicht sagen: »Wer da mitmarschiert oder auch nur zustimmt, der marschiert mit Rechtsextremen und stimmt Nazis zu.«
2017 machte sich das »SPLC« selbst noch über den Verschwörungstheoretiker Alex Jones lustig, der die These aufstellte, dass der Neonazi-Aufmarsch in Charlottesville eigentlich von gekauften Darstellern inszeniert worden sei (facebook.com, 23.8.2017). Im Internet kursieren sogar Screenshots, wonach Alex Jones auch explizit »SPLC« als Organisator angegeben haben soll.
Es war jener angebliche »Nazi«-Aufmarsch in Charlottesville, auf dem die »Good folks«-Lüge basierte, mit der die Democrats gegen Trump vorgingen (eu.usatoday.com, 17.10.2020).
Der propagandistische Mechanismus ist so schlicht, wie er beim schlichten Teil des Volks wirksam ist: Man wird lieber die Klappe halten und sich der eigenen mittelfristigen Vernichtung fügen, als dem kurzfristigen Vorwurf ausgesetzt zu sein, an der Seite von »Nazis« zu marschieren.
Doch warum jetzt?
Wenn Sie sich also, lieber Leser, bis hierhin durchgearbeitet haben, könnten Sie fast glauben, dass die Trump-Administration nun wirklich und endlich »den Sumpf trockenlegt« und so weiter. Sie könnten gar der Illusion erliegen, zumindest in dieser Angelegenheit etwas Klarheit zu haben.
Es wäre ein Irrtum.
Warum ließ man das SPLC eigentlich so lange gewähren? Und warum folgt jetzt die Attacke der Trump-Administration?
Nach dem »7. Oktober« wurde SPLC dafür attackiert, nicht laut genug in den Chor der Treueschwüre zu Israel eingestimmt zu haben (dailysignal.com, 11.10.2023).
Einzelne Angestellte des SPLC wurden beschuldigt, zu viel Sympathie für Israels Opfern zu hegen (washingtonstand.com, 25.10.2023). Ja, es sei sogar ein Brief unterzeichnet worden, in welchem Israel eine Mitschuld an den Attacken der Hamas gegeben werde, so schreibt Alana Goodman in freebeacon.com, 04.11.2023. (Wir diskutieren jetzt nicht, dass man Ähnliches auch in israelischen Zeitungen lesen kann, etwa timesofisrael.com, 1.10.2023.)
Warum also wird das SPLC jetzt angeklagt? Ist es eine Rache? Wenn ja, wofür genau?
Das einzige, was wir mit Sicherheit zu wissen meinen, ist doch, dass der genannte Grund nicht der wahre Grund ist.
Der Vorwurf ist eng
Der zentrale Vorwurf des US-Justizministeriums lautet tatsächlich nicht, dass Geld an Extremisten weitergegeben wurde. Das ließe sich leicht mit dem Zweck der Organisation erklären: Man will Extremisten ausforschen, und dafür braucht es Informanten.
Der zentrale Vorwurf lautet, dass man das Geld über Tarnorganisationen gezahlt habe und diese auch gegenüber Banken mit Fake-Namen aufgetreten seien – und dass Spender darüber nicht eingeweiht gewesen seien.
Man denkt spontan an den Fall Ballweg, als der deutsche Staat einen politischen Gegner der Regierung über Monate wegsperrte, unter dem lächerlichen Vorwurf, seine Spender zu schützen (siehe »Gib mir den Ballweg, ich gebe dir die Tat«).
Als auf Fürsten sich verlassen
Welche Erklärung haben wir nun also für den wirklichen Grund des Vorgehens gegen das »SPLC«? Oder für die wirklichen Motivationen des »SPLC«?
Wir sehen Hinweise, wir haben Vermutungen. Es gilt aber die alte Regel, dass wenn eine Erklärung und ihr Gegenteil beide einen Sinn zu ergeben scheinen, wir vermutlich das Problem nicht verstanden haben.
Wir wissen nicht, was da wirklich passiert. Wir wissen eigentlich nur, dass wir all den Mainstream-Medien nicht vertrauen können, wenn sie das »SPLC« als Beleg für irgendetwas zitieren.
Wir haben Ahnungen – und die Erfahrung lehrt uns, dass auch diese vermutlich nur Illusionen und weitere Irrtümer sind.
Ich bin schon lange an dem Punkt angelangt, dass ich keinem der Mächtigen vertraue, dass ich mich auf keinen von denen verlasse.
Mit dem Psalmisten sage ich:
Besser ist’s auf den HERRN vertrauen als auf Menschen sich verlassen; besser ist’s auf den HERRN vertrauen als auf Fürsten sich verlassen.
– Psalm 118:8-9
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Der Essay NGO-Idee: 1. Brände legen, 2. fürs Löschen bezahlen lassen von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/orangeman-und-die-brandstifter/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!
