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Charlie Kirk, der konservative Rhetoriker und Familienvater, ist tot. Brutal ermordet. In den sozialen Medien jubeln »die Guten«. Wir sollten solche Linke ab heute als das benennen, was sie sind: Gehirngewaschene, die des Teufels Werk tun.

Es war Mittwoch, der 10. September 2025, gegen Abend. Mein Sohn Leo lernte das Periodensystem. Ich half aus, indem ich bunte Karten zuschnitt, auf welche er auf die eine Seite die Kürzel der Elemente schrieb, auf die andere Seite die Namen und näheren Angaben.

In einer Schaffenspause holte ich mein MacBook, um eure Mails zu lesen. In einem Tab ist X.com offen.

Ich lese von Candace Owens:

Everyone please stop what you are doing and pray for Charlie Kirk. Please. (@RealCandaceO, 10.09.2025)

Auf Deutsch etwa: »An alle, bitte unterbrecht, was ihr gerade tut, und betet für Charlie Kirk. Bitte.«

Achtzehntausend Retweets. Mir wird unwohl. Ich gebe den Namen »Charlie Kirk« schnell in die Suche ein.

Ich erfahre: Auf Charlie Kirk wurde geschossen.

Dann sehe ich, ohne jede Vorbereitung, ein Video, das das Attentat zeigen soll.

Natürlich klicke ich auf den Play-Button.

Auf dem Video: Charlie Kirk, live bei einer seiner vielen öffentlichen Debatten, wird in den Hals geschossen. Sein Kopf klappt nach hinten. Blut spritzt.

Wir sehen Bilder und ein kurzes Video eines zunächst festgenommenen Verdächtigen. Er ist auf dem Boden kniend fixiert. Später stellte sich heraus, dass er nicht der Täter sein konnte.

Ich habe auf X.com nicht das fürchterliche Video vom Anschlag geteilt. Ich habe ein Foto von Kirk und seiner wunderbaren Familie repostet (@dushanwegner, 10.09.2025). Wir beten für und hoffen auf seine Genesung. Doch sollte seine Arbeit für jetzt vorüber sein, dann ist das das Bild, das wir in Erinnerung behalten wollen – denn das ist es, was »die Guten« zerstören wollen.

Während ich die erste Fassung dieses Textes schrieb, stand noch nicht fest, ob der Mordversuch »erfolgreich« war – er war es. Kirk lag noch im Krankenhaus (foxnews.com, 10.9.2025).

Auch Donald Trump rief zum Gebet auf (foxnews.com, 10.9.2025). Später würde er Kirks Tod bekanntgeben.

Ich nahm mir vor, so oder so, den Aufrufen zum Gebet folgen.

Es steht noch nicht fest, ob und wie stark der Täter von den »Democrats« und ihrer Propaganda beeinflusst ist. Ich vermute, gebe ich zu, dass er ein Linker und Trump-Hasser ist – wer auch immer es ist. Die schreckliche Tat fügt sich nahtlos in die menschenverachtende, gehirngewaschene Rhetorik der »Guten« ein.

Einige Stunden vor dem Attentat auf Kirk, vermutlich als emotionale Reaktion auf den Mord an der 23-jährigen Ukrainerin Iryna Zarutska (nypost.com, 09.09.2025), schrieb Phillip Stein:

Es kann keine Versöhnung mehr geben. (@stein_schreibt, 10.09.2025)

Der Anschlag auf Charlie Kirk unterstreicht die Feststellung, dass Versöhnung mit den Kräften hinter diesen Taten ein Verbrechen wäre.

Doch keine Versöhnung mit wem?

»Wieviel Teufel steckt in der Politik?«, so fragte ich 2023.

Wenn du oder ich meinen sollten, dass wir es in Form der »Guten« und »Linken« wirklich nur mit einer politischen Meinung zu tun haben, wären wir in geradezu krimineller Dimension naiv.

Kürzlich erst, im Juli, griff ich es auf: »»Der größte Trick des Teufels«, so schrieb ich, »bestand darin, die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert«.

Lasst mich aus jenem Artikel heute mit neuem Nachdruck eine der schließenden Passagen zitieren: »Wir kämpfen nicht (nur) gegen Menschen aus Fleisch und Blut, wir kämpfen gegen die bösen Geister, in deren Dienst diese Leute stehen.«

In den sozialen Medien, etwa bei »Bluesky«, wird das Attentat von jenen, die sich für die »Guten« halten, aufs Widerlichste gefeiert. Ich frage euch, selbst wenn ihr euch für Atheisten halten solltet: Wer, wenn nicht Dämonen und andere Diener des Teufels, feiern und jubeln, wenn ein Familienvater in den Hals geschossen wird und er verblutet und stirbt?

Ich weiß nicht, ob du an Gott glaubst – ich hatte diesbezüglich selbst eine Auszeit. Doch wenn du das Werk der »Guten« siehst, und wenn du darin Satan und seine Dämonen erkennst, was glaubst du, gegen wen die kämpfen?

Eine sehr natürliche Reaktion auf diesen jüngsten Anschlag wäre es nun, den Kopf einzuziehen, um nicht selbst zum Opfer zu werden. Auch die Schlägerbanden der Antifa in Deutschland werden sich ja von dieser Barbarei ermutigt fühlen.

Ja, wenn du den Kopf hervorstreckst und die Wahrheit sagst, wirst du vielleicht attackiert werden.

Doch wer heute »auf der sicheren Seite« steht, hält – moralisch gesprochen – denen die Waffe hin, die unschuldige Mädchen erstechen und Andersdenkende erschießen. Willst du das?

Jesus sagt: »Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?« (Matthäus 16:25-26)

Ihr müsst nicht gläubig sein, um zu fühlen: Wer sich heute nicht gerade macht, der wird krumm sterben.

Das »Verbrechen« des Charlie Kirk war es, öffentlich den Dialog mit denen zu suchen, deren Meinung er nicht teilte, ihnen zuzuhören und dann ebenso öffentlich mit Argumenten dagegenzuhalten.

Graham Linneman schreibt:

They just created a million Charlie Kirks. (@Glinner, 10.09.2025)

»Die haben gerade eine Million Charlie Kirks geschaffen.« Ach, wenn es nur wahr wäre! Nein, seine Eloquenz und sein Debatiertalent waren und sind nicht millionenfach vorhanden. Deshalb »musste« er womöglich sterben. Doch seine Bereitschaft, die Wahrheit auch unter dauernder Bedrohung durch »die Guten« und die von den »Guten« motivierten Mörder auszusprechen – wenn wir das nicht millionenfach in uns finden, dann sind wir schlicht verloren.

Ja, betet für Charlie Kirks Seele. Und dann auch wieder für euch selbst. Betet darum, dass ihr heute – wieder oder endlich? – die Kraft findet, das zu tun, wovon ihr in den Knochen spürt, dass es das Richtige ist.

Mein Sohn ist mit seiner Chemie-Übung fertig. Jetzt, vorm Einschlafen, liest er noch Tom Sawyers Abenteuer.

Ich wollte diesen Text veröffentlichen, und da erfuhr ich, dass Charlie Kirk verstorben ist. Also bearbeitete ich den Text (tilgte die Hoffnung, setzte Vergangenheitsform ein).

Nie war ich ratloser, in was für eine Welt mein Sohn da hineinwächst.

Nie war ich sicherer, auf welcher Seite ich in dieser neuen Welt stehen will.

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Der Essay Charlie Kirk ist tot von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/attentat-charlie-kirk/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!