2017

Das politische Wort „bunt“ will ein Gegenentwurf sein. „Bunt statt braun“ trägt man auf Plakaten. Man schwärmt von „Vielfalt“ und „Diversität“. Menschen, für die Verschiedenheit in Einkommen, Essgewohnheiten und politischer Ausrichtung eine auszurottende…

»Emanzipation« wird heute im Amerikanischen als »Empowerment« verstanden. Ich verstehe es als Auftrag, jeden einzelnen Menschen stark zu machen. Da zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. Emanzipation muss neu zum gesellschaftlichen Ziel werden.

Viele Monate vor der US-Wahl schrieb ich einen Text über die Rolle Trumps in der amerikanischen Psyche. Der Text erschien erst 2017. Er wurde zunächst abgelehnt, weil eh schon zu viel über Trump geschrieben worden sei.

Lassen Sie mich drei Zeichen dokumentieren, die bedeuten könnten, dass der europäische Westen seine letzten Tage erlebt.

Erst die einfache Moral, dann die höhere. Sicherheit und Freiheit sind das Fundament, welches erst die höhere Moral möglich machen. Alles andere ist Unordnung.

Wir selbst lesen gerne eBooks. Wir genießen die Vorzüge, Tausende Bücher dabei zu haben, am Strand, im Bus, auf der Reise, beim Spazierengehen. Ja, die Haptik und der Geruch von einem Buch aus Papier ist wunderbar, und das alte Lieblingsexemplar des…

Angeblich soll es die Definition von Wahnsinn sein, irgendeine Handlung wieder und wieder durchzuführen - und andere Resultate zu erwarten. (- An anderer Stelle hielten wir fest, dass dies keine "Definition" sei, eher ein mögliches Symptom, aber gut.)Es…

Wie das Wort interpretieren? Eigentlich darf ich nicht über Feminismus reden. Ich bin ein Mann. Ich halte Frauen die Tür auf, schenke schon mal Blumen, mache Komplimente, wenn mir ein Kleid gefällt – und bringe bei Gelegenheit sogar Schokolade mit! Ich…

Beim Begriff „Renaissance-Künstler“ denken wir meist an Supermänner wie Michelangelo und Leonardo da Vinci. Frauen dagegen lächeln geheimnisvoll (Mona Lisa) oder haben merkwürdige „angetackerte“ Brüste. (Warum wirken Michelangelos „Frauen“ so häufig wie…

Als ich Anfang 20 war, habe ich einige Monate in Beer Sheva gelebt. Bei meiner Ankunft wurde ich von meinen Freunden, einer Gruppe Informatikstudenten, begrüßt mit den grinsenden Worten: „Herzlich Willkommen in unserem Wüstenloch. Aber Abraham hat hier seinen Brunnen gebaut.“

Mir ist eine Passage in Büchners Woyczek aufgefallen:Meine Herren, meine Herren! Sehn Sie die Kreatur, wie sie Gott gemacht: nix, gar nix. Sehn Sie jetzt die Kunst: geht aufrecht, hat Rock und Hosen, hat ein’ Säbel!In der Szene ist ein Affe auf dem Markt…

Textauszug aus "Talkingpoint - oder Die Sprache der Macht"

Dies ist mein Selbst-Auftrag. Eine 2-Punkte-Todo-Liste mit Extrakelle Pathos. Es ist ein Krieg zwischen zwei Welten, und der Schreiber kämpft mit.

„Satiren, die der Zensor versteht, werden mit Recht verboten“, schrieb Karl Kraus in der Fackel. Es wird Zeit gemeinsam wieder die Kunst der Ironie zu üben.

Alle paar Wochen beschließen irgendwelche Hass-Profis, ihren Follower-Mob auf mich loszulassen und mich mit Hetze und rassistischen Beleidigungen zu überziehen. Elli hat diesen Text als Reaktion auf einen dieser Shitstorms geschrieben, mehr ist dazu nicht zu sagen.

Bei einer fußballgewöhnten Nation ist es verständlich, dass man das Ausscheiden des gegnerischen Teams herbeiwünscht. Eine Demokratie funktioniert aber anders.

Die einen Parteien sprechen über Themen, die den Wählern wichtig sind. Die anderen wollen eigene Themen „wichtigmachen“. Das macht Prognosen einfach.

Es gibt Machtmedien und es gibt Denkmedien. Die einen haben Zugang zur Macht, die anderen haben neue, mutige Gedanken. - Eine Polemik.

Stellen wir uns den schmerzhaften, aber wichtigen Fragen. Etwa: Wie sicher sind wir, dass die SPD das Beste der Demokratie im Sinn hat?

Widersprechen Sie nicht der Tagesschau – warten Sie, bis die es selbst tut. Deren Chefredakteur verlässt schon mal die Welt des logisch Denkbaren.

Was soll der Bürger heute realistisch tun? Hier ist mein Vorschlag. Er hat zwei Teile.

Ein Mensch lügt, wenn er bewusst die Unwahrheit sagt. Wenn er bloß irrt, lügt er nicht. Wenn es allerdings offensichtlich ist, dass etwa eine Redaktion nur Leute einstellt, die auf dieselbe Weise irren, können wir das ein »lügendes System« nennen.

Wissen Sie noch, als man vor (und während) der Autoreise die Landkarten studierte? In diesem Geist betrachte ich einige meiner Artikel noch einmal.

Die Kampagne „Farben Bekennen“ hat eine nette Grundidee - darüber hinaus ist sie aber mit das Unklügste, was in letzter Zeit aus Berlin kommt.

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Peinlichkeit. Spätestens seit Peinlichkeit eine politische Maßeinheit wurde, sollten wir darüber reden, was „peinlich“ ist!

Selbstgewählte Empathielosigkeit ist ein Kennzeichen des Faschismus. Ein Graben zieht sich durch die Gesellschaft. „Analytische Empathie“ könnte helfen, neue Brücken zu bauen.

Gutmenschen haben „Blut an ihren Händen“. Genügt es, dass sie es „gut gemeint“ haben, wenn sie aktiv die Folgen ihres Handelns ausblendeten?