Oktober 2022

Es gibt ja nicht nur »eingebildete Kranke«. Es gibt auch »eingebildete Gesunde«, die ihre Probleme leugnen. Ach, es sind ja nicht nur einzelne Leute. Das können ganze Gesellschaften sein, die ihre Probleme nicht wahrhaben wollen – bis es zu spät ist.

Die deutsche Regierung meint, dass die Brutalität der Islamischen Republik Iran beim Durchsetzen ihrer religiösen Regeln nichts mit Religion zu tun hat. Soso.– »Nichts hat mit nichts zu tun«, ist das Fake-Nirwana des linksgrünen Wahns.

»Tag der Deutschen Einheit«. Journalisten jammern, dass das Vertrauen in die Politik sinkt. Als Grund geben sie etwas mit Psychologie an. Quatsch! – Vertrauen in die Politik basiert auf Gefühl, Misstrauen gegenüber Politik aber basiert auf Erfahrung.

In jeder Familie und jeder Firma finden sich private Interessen, Kungeleien und Vorteilnahmen — Verschwörungsleugner aber glauben, dass ausgerechnet da, wo viel zu profitieren wäre, all das seit heute Morgen magischerweise nicht existiert.

Chefin der Grünen Jugend träumte, sie wolle »einen Besen nehmen und alle weißen Menschen aus Afrika raus kehren«. Wo sollten die Weißen dann hin? Wohl nicht nach Deutschland, denn das hat ja ohnehin, sagte sie, eine »eklige weiße Mehrheitsgesellschaft«.

Am 3.10.2022 schimpfte New York Times auf »Wahl-Leugner« und deren böse Lügen, wonach die Firma Konnech die Daten von US-Wahlhelfern in China lagert. Am 4.10.2022 wurde der Chef jener Firma verhaftet. Ratet mal, was der Verdacht ist!

Putin droht mit Atomwaffen. Biden redet von Armageddon. Politiker im Bundestag reden gefährlichen Quatsch. Es ist alarmierend, wie wenig uns das alles alarmiert. Worte von Politikern tragen einfach keine Bedeutung mehr.

Medien predigen der erschöpften Masse, dass die AfD der eigentliche Gegner sei – und »rechtsextrem«. Dann bestellen sie Umfragen, in denen die Masse sagt, was sie sagen soll – und das wird wieder zur Nachricht. Ein Perpetuum mobile der Meinung.

In Niedersachen wurde gewählt. Sagen wir mal so: Wenn Wahlen etwas ändern würden, würde man dafür sorgen, dass sie es nicht tun. Die eigentliche Frage ist: Was sagt deine (symbolische) Wahl über DEINEN Charakter (und Geisteszustand) aus?

Was die stolze Kuh auf der Wiese darf, das darf die kleine Feldmaus noch lange nicht. Und wenn sie es doch versucht, oder gar auf gleichen Regeln für alle besteht, dann macht die Feldmaus bald ein ziemlich dummes Feldmausgesicht.

Nehmen wir an, Deutschland würde aufhören zu existieren – etwa weil es endgültig von der EU absorbiert wurde – welche deutschen Werte und Tugenden würden es verdienen, auf Dauer zu bleiben, wo auch immer?

Was König Midas berührte, wurde zu Gold – bis er dran zu verhungern drohte. Einige deutsche »Gute« meinen heute ähnlich, dass ihr Gefühl bestimmt, was »gut« ist und was »böse« – und sie wollen es der Welt als Gesetz schenken: die deutsche Weltzensur.

Der deutsche Film hatte etwa hundert gute Jahre. Jeder von uns hat nun persönliche Lieblingsfilme – und Lieblingszitate, die immer wieder in die Situation passen. Welche deutschen Filme sollten unbedingt »bleiben«?

Das Wirtschaftswunder war kein »Wunder« – es war harte Arbeit. (Wofür eigentlich?) – Gut, dass es Ablenkung gab, etwa von Heinz Erhardt. Er ließ uns schmunzeln über das, was uns alle eint. Ist so menschlicher Humor heute überhaupt noch denkbar?

Der deutsche Film hatte 100 produktive Jahre. Meisterwerke wie »Metropolis« prägten das kollektive Bewusstsein. Loriot arbeitete an der Definition des »Deutschen an sich«. Alles vorbei? Hmm. Ich will sentimental dankbar sein für die Filme, die wir haben.

Dies ist Dushan-Wegner-Essay Nr. 1.500. – In Nr. 1 ging es 2016 um den schweren Stand der »Zu-Ende-Denker«. Wie steht es heute um die »Zu-Ende-Denker«? So viele ihrer Vorhersagen trafen ein, also werden sie bestimmt geehrt und gelobt. Oder etwa nicht?!

Die Regierung fährt teure Kampagnen, die uns bewegen sollen, Energie zu sparen oder uns mRNA injizieren zu lassen – und zu ignorieren, wie die Mächtigen selbst prassen, oder wie Multi-Geimpfte dennoch erkranken.

In Stuttgart haben sie eine Waffenverbotszone, und ja, die Zahl der Messerdelikte steigt dort. Keine Woche vergeht ohne Meldung über Messergewalt und Schlimmeres in Stuttgart. Und womit beschäftigt sich die Politik? Richtig. Mit Tampons auf Männerklos.

Wagenknecht sprach die simple Wahrheit aus, dass die Grünen die gefährlichste Partei im Bundestag sind. Das Establishment war empört! – Wenn aber grüne Selbstlügen, tägliche Heuchelei und politikgewordene Dummheit nicht gefährlich sind, was dann?

Die Grüne Göring-Eckardt fordert »Schutz der ukrainischen Identität und Kultur«. Das für die Deutschen zu fordern gälte als rechtsnaziböse! Widersprechen sich diese Leute – oder hassen sie einfach nur Deutschland?

Der Westen ist heute unentwegt mit Leuten beschäftigt, die das hassen und attackieren, was uns ausmacht – unsere Kultur, unsere Freiheit, unseren Alltag – aber doch unbedingt in ebendiesem Westen leben wollen. Irgendwas stimmt da nicht. Aber was?

Fußballer sind manchmal wie ein Barometer, das den Luftdruck der Gesellschaft (oder derer Untergruppen) misst, und das Wetter vorhersagt. Etwa wenn sie im Zug fahren und das gleiche Recht wie Politiker einfordern – indem sie die Maske verweigern.

Seit Jahren werden deutsche Firmen nach China verkauft, teils wichtige Hightech. Politik agiert, als solle Europa zu »Chinas Kolonie« werden. Aber jetzt regt man sich wegen einer Beteiligung am Hamburger Hafen total auf. – Moin! Auch schon wach?

Kriegsmeldungen zu hinterfragen kann jetzt als »Volksverhetzung« gelten, mit Überwachung und Knast als Folge. – Hat man sich wirklich so offen vom Rechtsstaat verabschiedet, verstehen wir das alle(s) falsch, oder wird es bald als Fehler kassiert werden?

Gruppe A »will glauben«, was im TV verkündet wird. Gruppe B weiß, dass Wahrheit nie endgültig ist und also hinterfragt werden muss. – Die Gruppen sind inkompatibel. Gruppe A hasst Gruppe B, nennt sie »Schwurbler« usw. (früher: »Häretiker«, »Ketzer«).

Steinmeier hält eine Rede, die sich anhört, als ob er (und seine Redenschreiber) mit Bürgern wenig anfangen können. Es funktioniert einfach nicht. Was er sagt, klingt fast so, als ob diese Leute sehr andere »relevante Strukturen« hätten als wir.

Es gibt Politiker, Journalisten und gewisse andere Leute, die bewachen mit Herzblut die »Grenzen des Sagbaren«. Sind das bildsprachlich dann die »Grenzsoldaten des Sagbaren«?