Wenn du die Leute auf der Straße fragen würdest, was Pfingstsonntag ist, und ihnen 10 Euro für den Fall versprechen würdest, dass sie es wissen, würde es schmerzhaft lange brauchen, bis du dein Geld loswirst. (Es wäre wohl auch eine gute Idee, eine Kamera und ein Mikrofon dabeizuhaben, sonst wäre das Experiment womöglich auf andere Weise … interessant.)
Wenn du dieselben Leute fragen würdest, was die deutsche Arbeitsministerin jüngst über ihre Absichten sagte – und damit über die Absichten der deutschen Regierung! –, dann würden wohl ebensowenig Leute den Zehner kassieren.
Wenn ihr aber mich fragen solltet, warum ich über beides in einem Essay schreibe, will ich euch gern sagen (unabhängig von Geldzahlung): Beides beschäftigt mich heute – und dies ist das Protokoll meiner Versuche, am Wahnsinn der Zeit nicht selbst wahnsinnig zu werden.
Ich plane hier Pfingsten als thematische Klammer, um mit etwas Schönem und Gutem zu schließen; zuerst aber zum Gegenteil davon, zur Politik.
Die deutsche Arbeitsministerin erklärte diese Woche:
Wir wollen Farbe bekennen und wehren uns gegen dieses sogenannte Einheitsgrau – oder, manche würden sogar sagen, Einheitsbraun. Auch wenn sich vielleicht manche danach sehnen: So ist es heute nicht mehr. Und das ist auch gut so, meine Damen und Herren. Es kann nur gelingen, wenn Vielfalt im Alltag auch gelebt wird. […] Natürlich ist das auch ein wirtschaftlicher Aspekt, weil in vielen Branchen Fachkräfte fehlen. Aber darauf darf man es nicht reduzieren.
– dt. Arbeitsministerin Bärbel Bas, zitiert nach nius.de, 22.5.2026
Die deutsche Arbeitsministerin hat de facto offen zugegeben, dass das Ziel der Migrationspolitik explizit das Aufbrechen der bisherigen Bevölkerungsstruktur ist. Das deutsche Volk, soweit es tatsächlich noch deutsch ist, wird von der Regierung als »Einheitsgrau« geschmäht. Und man will es durch »Vielfalt« ersetzen; sprich: durch eine konfliktreiche, unproduktive, sozial schwache und damit leicht zu steuernde Masse.
In den USA wie auch in Deutschland ist man an einem Punkt angelangt, an dem Politiker offen aussprechen, was direkt wiederzugeben dir den Vorwurf der Verbreitung radikaler Verschwörungstheorien einbringt.
Ein Beispiel von vielen: der Austausch der deutschen Bevölkerung. Laut verfassungsschutz.de ist es ein »rechtes Narrativ«, dass eine »ethnische Zersetzung« durch »Zuwanderer aus Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten« als »bewusst gesteuerter Prozess« stattfindet.
Doch die Arbeitsministerin, also eine Vertreterin der Regierung, sagt es inzwischen öffentlich, dass genau das Absicht und Motivation ist!
Lange Zeit galt, dass »Verschwörungstheorie« ein Code-Wort war für Wahrheiten, von denen die Regierung (noch) nicht will, dass sie ausgesprochen werden. Und wir maßen in Jahren oder in Stunden, wie lange eine »Verschwörungstheorie« von Regierung und Propaganda geleugnet wird, nur um plötzlich mit aller Selbstverständlichkeit bestätigt zu werden.
Inzwischen erleben wir aber einen surrealen und orwellschen, unter Strafandrohung befohlenen Zustand kognitiven Widerspruchs. Du hast so zu tun, als sei selbstverständlich ausgeschlossen und unmöglich, was du mit eigenen Augen siehst – und was die Verantwortlichen so stolz wie öffentlich verkünden!
»Glaube nicht, was deine lügenden Augen sehen! Verwirf, was deine lügenden Ohren hören! Wahr ist das, wovon wir dir sagen, dass es wahr ist, selbst wenn wir mit dem anderen Zungenzipfel zugleich das Gegenteil wahrwerden lassen.«
An dieser Stelle zwingt sich meinen Gedanken dieser Vers auf:
Wenn dies nun zu geschehen beginnt, dann richtet euch auf und hebt eure Häupter empor; denn eure Erlösung naht.
– Lukas 21:28
Nein, ich sehe nicht, dass dies die Endzeit wäre. Klar, ich sehe die Vorläufer möglicher Weltkriege. Und ich sehe, dass der Westen längst in einem ökonomisch-kulturellen Weltkrieg kämpft (und womöglich durch feindliche Agenturen und nationale Suizide irreversibel verliert).
Wenn heute »deine Erlösung naht«, dann indem du den bekannten Weg der Erlösung beschreitest. Nein, dies ist noch nicht das letzte Ende. Doch es ist das Ende einer Epoche. Und vor allem: das Ende deiner größten diesweltlichen Gewissheiten.
Noch ist es nicht das letzte Ende, sondern heute ist Pfingstsonntag.
Feuer auf jeden von ihnen
Die Ereignisse vom Pfingstsonntag sind in Apostelgeschichte 2:1–4 zusammengefasst. Die ersten Christen versammelten sich zu Pfingstsonntag, und »es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer«, von denen sich eine auf jeden von ihnen niederließ; und sie wurden alle mit dem Heiligem Geist erfüllt.
Die Christen sprachen, was ein jeder Mensch verstand, und sie sprachen eine neue und doch ewige Wahrheit – die Wahrheit.
Dieser Heilige Geist aber, der die Menschen erfüllte, ist genau der »Helfer«, der den Christen von Jesus selbst versprochen worden war:
Der Helfer aber, der heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch über alles (Weitere) belehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
– Johannes 14:26
Offene Leitung nach oben
Meine Kinder rufen mich schon mal von unterwegs an und erzählen mir, wie ihr Tag bislang verlief. Bei solchen Telefonaten kommt es aber bisweilen vor, dass alles Aktuelle besprochen wurde – aber nicht aufgelegt wird. Es kostet ja heutzutage nichts, Flatrate sei dank, die Leitung »offen« zu lassen.
So etwa erkläre ich eine Funktion des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist ist die dritte Person Gottes, doch eine seiner Funktionen ist die »offene Leitung nach oben«. Die »Sünde wider den Heiligen Geist« vergleiche ich damit, endgültig aufzulegen. Wirklich endgültig »aufzulegen«, die Leitung nach oben final zu kappen, das wäre jene »Lästerung des Geistes«, die »nicht vergeben werden« kann.
Der ehrliche Zusammenhang zwischen dieser weiteren Bestätigung einer »Verschwörungstheorie« durch die Regierung und dem heutigen Pfingstsonntag besteht in diesem Text natürlich darin, dass es der Essayist ist, den beides beschäftigt.
Es ist aber, so meine ich, gerade die Spannung zwischen der Bedeutung dieser beiden Ereignisse.
Vom Ungeist besessen
Die Christen wurden vom Heiligen Geiste erfüllt, ihre Leitung nach oben war maximal offen und lebendig. Alles, was heute in der Welt gut und schön ist, geht auf diese oder jene Weise kausal auf die »Verbindung« jener ersten Christen zurück. Selbst verlorene, böse Seelen, die auf Christus spucken und Kirchen schänden, wollen doch Nutzen ziehen aus dem Frieden, der Freiheit und dem wohltätigen Geist, den der Heilige Geist der Menschheit brachte.
Wenn es aber der Heilige Geist ist, der die Menschen bewegt, mutig die Wahrheit zu sagen und Güte hervorzubringen, von welchem Geist sind dann jene Gestalten besessen, die frech lügen und Leid übers Land bringen?
Politiker wie mancher deutsche Minister scheinen vom Ungeist besessen zu sein, das Land kaputt zu machen und die Deutschen lieber heute als morgen auszutauschen. Ihr dachtet, die scherzen, wenn sie »Nie wieder Deutschland« sagen? (Wenn sie aber bloß »Getriebene« sein sollten, so sollten sie doch zumindest Hinweise darauf geben, wer es ist, der sie treibt.)
Nein, die sagen inzwischen sogar offen, was sie vorhaben. Und sie lassen euch vom Geheimdienst verfolgen, wenn ihr sagt, was ihr selbst seht und erlebt – oder wenn ihr einfach wiederholt, was sie selbst öffentlich erklärt haben.
Ich wünsche uns gesegnete Pfingsten. Ich wünsche uns eine »offene Leitung« und mehr Heiligen Geist. Ich wünsche uns den Mut zur großen, wichtigen Wahrheit, selbst wenn das Verkünden dieser Wahrheit uns nicht bloß 10 Euro, sondern alles kosten sollte.
Und einem jeden, ob Christ, Heide oder Politiker, wünsche ich, dass ihm zuteil wird, was ihm oder ihr zusteht.
Weiterschreiben, Wegner!
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