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Eine russische Redeweise lehrt: »Назло маме уши отморожу«, und das bedeutet: Ich werde mir die Ohren abfrieren, um meiner Mutter eins auszuwischen. Ein Äquivalent im Amerikanischen wäre: »Cut off your nose to spite your face.« – sich die Nase abschneiden, um das Gesicht zu ärgern.
Gemeint ist damit: Mancher Mensch fügt sich selbst Schaden zu, weil er meint, damit eine Autoritätsperson zu verärgern. Tatsächlich aber ist er selbst – und nur er selbst – der Leidtragende solcher Destruktivität.
Eine praktische Anwendung dieser Weisheit bezüglich außerordentlich dummen Verhaltens erlebten wir in dieser Woche!
Der US-Präsident Trump und sein Gesundheitsminister Kennedy haben diese Woche die Amerikanerinnen (und damit: die Weltbevölkerung) davor gewarnt, das US-Medikament Tylenol während der Schwangerschaft einzunehmen. Es könne, so die US-Regierung, zum Autismus des Babys führen. (whitehouse.gov, September)
Mit erhöhtem Autismus-Risiko
Der Wirkstoff in Tylenol ist Acetaminophen, wir kennen ihn als Paracetamol (siehe Wikipedia).
Tatsächlich hat sogar der Hersteller von Tylenol in der Vergangenheit selbst vor der Einnahme durch Schwangere gewarnt (@tylenol, 15.02.2017; archiviert).
Und es gibt tatsächlich Studien, welche die Einnahme von Tylenol während der Schwangerschaft mit erhöhtem Autismus-Risiko für das Kind verbinden, etwa von der reputablen Johns-Hopkins-Universität (hub.jhu.edu, 05.11.2019): »Taking Tylenol during pregnancy associated with elevated risks for autism, ADHD«.
Nachdem Trump vor dem Wirkstoff gewarnt hatte, schalteten die üblichen Anti-Trump-Medien sofort auf Beschwichtigung, und zwar weltweit. In Deutschland etwa schrieb der deutsche Staatsfunk schnell: »Trump gibt unbelegte Gesundheitsempfehlungen« (tagesschau.de, 23.09.2025). (Dass es generell unbelegt ist, ist eine blanke Lüge, wie der Staatsfunk bald indirekt zugab, als er die Forschungslage als »uneinheitlich« beschrieb tagesschau.de, 23.09.2025.)
Und wie reagieren sogenannte Liberals (die unfreiwillig sarkastische Selbstbezeichnung der amerikanischen Linken) auf Trumps Warnung?
Nun, einige von denen reagieren, wie wir es leider erwarten würden: irre.
In den sozialen Medien posten erschreckend viele Schwangere mit großem Babybauch, wie sie auf Video demonstrativ Tylenol einwerfen – als politischen Protest gegen Trump (Beispiel:(@GustavsonElena, 24.09.2025).
Es kursiert sogar ein (unbestätigter, aber nicht vollständig unglaubwürdiger) Bericht über eine Schwangere etwa in der 24. Woche, die als Protest gegen Trumps Warnung eine Überdosis des Medikaments nahm und nun angeblich mit Leberschaden im Sterben liegt (@WallStreetApes, 31.03.2025).
Ach, wäre es doch »nur« ein Fall von Leuten, die sich »die Ohren abfrieren« ließen, um so vermeintlich den großen »Vater Trump« zu ärgern.
Diese Mütter sind bereit, dem ungeborenen Leben potenziell Schaden zuzufügen, weil sie sich in den Wahn gesteigert haben, diese Handlung möge Trump magischerweise einen moralischen Schaden zufügen.
Die, die uns gegebenenfalls töten
Wir haben es an den Reaktionen auf den Mord an Charlie Kirk gesehen, wir sehen es an den Toleranzbesoffenen in Europa und an diesen neuen Fällen wieder: Diese Menschen, die sich »Linke«, »Liberals« und so weiter nennen, sind tatsächlich Opfer einer Gehirnwäsche, die Ideologie über Menschenleben stellt.
Weder Linke noch wir meinen, dass Leben in ausnahmslos allen Situationen der höchste Wert ist. Doch wir unterscheiden uns diametral darin, wann und welches Leben wir zu opfern bereit sind.
Die töten ungeborenes Leben, wenn ein Kind nicht zu ihrer Wochenendunterhaltung oder ihren Karriereplänen passt. Die opfern ihre Töchter, um sich »tolerant« nennen zu können. Die riskieren sogar ihr eigenes Leben und das Leben ihres Babys, um ihren von der Propaganda eingepflanzten Hass auf den US-Präsidenten auszuleben.
Wir dagegen »opfern« keine Menschenleben. Wir sind höchstens bereit, unser Leben zu riskieren, wenn damit dem Wohl anderer Menschen gedient ist. Und die, die uns gegebenenfalls töten – oder unseren Tod bejubeln –, sind dann immer wieder jene, die sich »gut«, »links« und »moralisch« nennen.
Diese Schwangeren, die sich – und ihrem Nachwuchs! – »die Ohren abfrieren lassen, um die Mutter zu ärgern«, illustrieren aufs Neue den unüberbrückbaren Unterschied zwischen ihrer und unserer Weltsicht.
Kann es eine Zukunft geben gemeinsam mit Menschen, mit denen keine Zukunft möglich ist, weil sie keine Zukunft wollen?
Weiterschreiben, Wegner!
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Der Essay Die Ohren abfrieren lassen, um die Mutter zu ärgern von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/der-mutter-zum-trotz/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!
