Ursula von der Leyen unterzeichnet (mit welchem Auftrag?!) die »Mutter aller Deals« mit Indien. Das wird bedeuten: Viel mehr Inder auf dem EU-Arbeitsmarkt. Womit der Start ins Leben für Europäer NOCH schwerer wird. Aber wehe, jemand sagt »Austausch«!

Frau von der Leyen, Europas auf keinem Wahlzettel stehende Anführerin (Sind ihre deutschen Skandale eigentlich schon aufgearbeitet? Sind die SMS wiederhergestellt? Haha, ich scherze nur), diese Lupenreine also hat jüngst die »Mutter aller Deals« abgeschlossen (indiatimes.com, 27.1.2026). Mit Indien.

Ursula von der Leyen spricht von der »Mutter aller Deals«. Präziser wäre »Mutti« aller Deals. Denn es ist im tatsächlichen Effekt ein anti-deutscher Deal.

Ein Aspekt ist der Freihandel und der Export europäischer Güter nach Indien.

Ein anderer Aspekt ist die ökonomische Freizügigkeit junger Inder in die Länder der EU. Mit dem neuen Vertrag wird es für junge Inder einfacher, in der EU als Fachkräfte zu arbeiten (brusselssignal.eu, 27.1.2026).

Nehmen wir einmal an, dass es diesmal wirklich stimmt – anders als etwa bei Syrern – und die Einreisenden diesmal wirklich, wirklich Fachkräfte sind. Nehmen wir konkret an, sie verfügen über ein Fachwissen, das die unter Extremsteuern, Bürokratie, Leistungsfeindlichkeit und künstlicher Energiekrise leidende Industrie retten kann.

Selbst dieses ideale Szenario würde bedeuten, dass die indischen Spezialisten etwa mit deutschen Spezialisten konkurrieren.

Ein gutes Land

Schon heute wandern jedes Jahr viele Tausende finanziell wertvolle Fachkräfte aus Deutschland aus (thegermanreview.de, 16.6.2024). Warum in Deutschland für 25.000 € netto im Jahr sich ausbeuten und seine Kinder in der Schule verprügeln lassen, wenn man anderswo das Fünf- oder Zehnfache bekommt und sicher leben kann?

Wer jung und spezialisiert ist, der strukturiert sein Leben auch sonst »vernünftig«: Er schiebt die Familienplanung nicht endlos hinaus. Und er fragt: Bei aller Vaterlandsliebe, ist Deutschland ein gutes Land, um als verantwortungsbewusster Deutscher eine Familie zu gründen?

Die deutschen Spezialisten, die im Land bleiben wollen – vielleicht weil sie trotz allem das Land lieben und ihre Familie und Wurzeln in Deutschland haben –, werden mit den indischen Arbeitskräften um die trotz De-Industrialisierung verbleibenden Arbeitsplätze konkurrieren müssen.

Der Grund aber, warum die Einwanderung indischer Fachkräfte zum effektiven Austausch der Bevölkerung führen wird, ließe sich »pioneer migration« nennen.

Die »jungen Männer« – von Politik und Propaganda oft wahrheitswidrig als »Flüchtlinge« beschrieben – fungieren oft wie »Pioniere«. Entweder sie schaffen einen Brückenkopf für den Familiennachzug ins Sozialsystem. Oder sie schicken Geld nach Hause, zu ihren Familien, Clans und Schleppern. Es hat seinen Grund, warum in migrantisch geprägten Straßen so viele Geldtransfer-Shops angesiedelt sind.

Ob »Pionier-Migranten« nun tatsächlich produktiv arbeiten oder mitsamt nachgezogenen Familien vom Steuerzahler alimentiert werden, in allen Fällen erschweren sie es jungen Einheimischen, Familien zu gründen.

Als junger Berufseinsteiger stehen deine Chancen auf eine günstige Mietwohnung bei nahe null, wenn du mit Mietern konkurrierst, deren Wucher-Miete »vom Amt übernommen« wird. Du wirst dir keine Mietwohnung für deine vierköpfige Familie leisten können, wenn vier indische Fachkräfte sich die Miete für dieselbe Wohnung teilen können.

Also wanderst du als junger Familienwilliger aus – oder du gründest eben keine Familie. In Umkehrung eines alten CDU-Slogans lautet der neue Slogan der EU: »Inder statt Kinder«.

Deutsche Ressourcen sind endlich. In einer Wohnung, in der eine Familie lebt, wird nicht eine andere Familie leben (ausgenommen in bestimmten Spezialfällen). Dank des deutschen Regulierungswahnsinns werden auch nicht allzu viele neue Wohnungen gebaut werden. Doch selbst wenn der Wohnungsbau in Deutschland in ausreichendem Maße möglich wäre, wäre es nicht wünschenswert, in Wohnsilos mit Science-Fiction-Feeling zu leben.

  1. Wenn aber Deutschland endlich ist,
  2. und wenn Syrer, Inder und andere Völker ihre »Pioniere« nach Deutschland schicken,
  3. und wenn junge Deutsche beschließen, keine Familie zu gründen – zumindest nicht in Deutschland –,
  4. dann findet ein faktischer Austausch statt.

Entweder Frau von der Leyen – oder wer auch immer wirklich die Strippen zieht – weiß nicht, was sie tut, und kein Berater sagt es ihr. Oder sie hat einen »wohlmeinenden« Plan, den sie uns nicht verrät. Oder den ich nicht verstehe. Oder sie bewerkstelligt aus anderen Gründen einen Austausch der europäischen Bevölkerung – während man es als »Verschwörungstheorie« und »rechtsextrem« abstempeln und dann zensieren will, den Austausch einen Austausch zu nennen.

All diese Anfeindungen

Wikipedia »Great Replacement conspiracy theory« beschreibt es als »debunked white nationalist far-right conspiracy theory«. britannica.com, 31.5.2022 nennt es »far-right conspiracy theory«. pbs.org, 16.5.2022 spricht – wenig überraschend – von einer »conspiracy theory«. aljazeera.com, 19.5.2022 sieht eine Verschwörungstheorie, die rassistische Gewalt schürt.

Wikipedia »Großer Austausch« beschreibt es als rassistisches Narrativ von Renaud Camus. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft Gruppen, die diesen Begriff verwenden, als extremistisch ein (verfassungsschutz.de, 24.6.2025. belltower.news spricht von einer »Verschwörungstheorie«, die besonders die rechtsextreme Identitäre Bewegung vertritt.

Für alle diese Anfeindungen des Wortes und Begriffs gilt aber, dass selten gesagt wird, dass es falsch sei. Ein paar Linksverwirrte und Tagesschau-Opfer mögen es wirklich glauben, dass die Fakten nicht stimmen. Die halbwegs realistischen Propaganda-Schergen aber ignorieren die Frage nach der Faktenlage und kreischen gleich die Kampfvokabeln.

Das aber ist die blanke Realität: »Die, die schon länger im Land sind« (Zitat von »Mutti«), werden durch politische Maßnahmen verdrängt (zum Auswandern motiviert oder demotiviert, Familien zu gründen), und andere Völker mit teils anderen Werten ersetzen sie.

Die eine Kulturgruppe wird zum Auswandern und/oder Nichtvermehren motiviert. Die andere wird zum Einwandern und Vermehren motiviert.

Es ist müßig, darüber zu streiten, mit welcher Vokabel diese Entwicklung bezeichnet werden darf. Nicht das Wort ist das Problem, sondern die Realität, die dieses Wort beschreibt.

Die Frage ist, wie du dich in dieser Welt (neu) einrichten wirst.

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Der Essay Wehe, jemand sagt »Austausch« von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/kein-austausch/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!