Ich war krank. Männergrippe. Drei Tage. Mein Bewusstsein kam und ging in Wellen. Dies ist meine Wiederauferstehung am vierten Tag.
Mein Gehirn sah sich nicht imstande, sich mit Literatur oder Erhabenem zu beschäftigen. (Tatsächlich war der Rosenkranz heute Morgen ein ausreichend erfolgreicher Test, ob mein Gehirn wieder funktioniert.)
In den wachen und semi-luziden Phasen dieser drei Tage tat ich das, was Hunderte Millionen Menschen heute eben tun, wenn das Gehirn nur halb funktioniert, der Mensch aber noch nicht ganz tot ist und sich folglich die Zeit vertreiben will: Ich schaute Nachrichten.
Nach entsprechendem Verfahren
Ich verfolgte unter anderem die Anti-ICE-Proteste in den USA. »ICE« steht für »United States Immigration and Customs Enforcement«, also die Einwanderungs- und Zollbehörde der Vereinigten Staaten. ICE-Beamte wirken wie besonders gut ausgerüstete Polizisten, optisch geradezu »paramilitärisch«. Die Trump-Regierung setzt mithilfe von ICE die geltenden Immigrationsgesetze der USA durch. Sprich: Beamte holen Illegale ab und bringen sie nach entsprechendem Verfahren außer Landes.
Aggressive linke Demonstranten stellen sich den ICE-Beamten in den Weg. Einige Demonstranten räumen inzwischen ein, dass sie bezahlt werden. Andere Demonstranten scheinen vor allem dem Milieu linker US-Colleges zu entstammen, wobei da die bezahlten Agitatoren mit den echten Fanatisierten buchstäblich Hand in Hand gehen. (Beispiele: @justicecometh, 09.01.2026, @EricLDaugh, 11.01.2026).
Eines aber fällt an den Anti-ICE-Protesten in den USA so deutlich auf, dass es nicht mehr zu leugnen ist: Ein ordentlicher Teil der Linken zeigt Verhaltensweisen, die schlicht wie eine geistige Erkrankung wirken. Kein seriöser Psychologe wird einem Patienten, der manisch vor fahrende Autos läuft und sich mitschleifen lässt (@JebraFaushay, 09.01.2026), vollumfängliche psychische Gesundheit bestätigen. Nein, wenn die Überzeugungen eines Menschen offensichtlich im Konflikt mit der Realität stehen – sprich: wenn er halluziniert –, oder wenn seine »Argumente« daraus bestehen, laut zu kreischen oder lediglich »du Faschist« zu wiederholen, dann ist das keine »andere Meinung«. Eine andere Meinung ist eine andere Meinung. Wie ein Irrer aufzutreten ist eben das.
Ich habe ja vor einiger Zeit selbst ein Video zu der Frage produziert, ob womöglich manche Linke schlicht von Dämonen besessen sind (siehe YouTube). Zumindest weisen sie entsprechende Merkmale auf. Doch bei den Anti-ICE-Protesten in den USA scheint die Zahl der Verhaltensauffälligen derart hoch zu sein, dass mir eher Begriffe wie Massenpsychose einfallen.
Hinterlässt drei Kinder
Es hat sich ja herumgesprochen, dass bei den Anti-ICE-Protesten eine Frau zu Tode kam (apollo-news.net, 8.1.2026). Die Dame wurde in ihrem Auto erschossen, als sie sich Anweisung eines ICE-Beamten widersetzte und in Richtung eines anderen Beamten weiterfuhr. Ihre Lebenspartnerin (nach einigen Quellen: Gattin) hatte sie dazu angestachelt. Die Frau hinterlässt drei Kinder, von denen sie nur für eines das Sorgerecht hatte. (Für die anderen beiden verlor sie das Sorgerecht wegen häuslicher Gewalt, so aktuelle Berichte.)
Das gesamte Leben dieser Dame schien sich um Protest gegen Maßnahmen der Trump-Regierung gedreht zu haben. Doch nicht der Protest gegen die Trump-Regierung war ihr Todesurteil, sondern die falsche Überzeugung, dass keine ihrer Protest-Handlungen eine für sie negative Konsequenz haben würde – und das ist nur ein Fragment solchen Wahns. (Bevor es zur Konfrontation mit den ICE-Beamten kam, hatte sie ihr Auto hin und her manövriert, um gezielt ICE-Beamte zu blockieren (@FandySandy45, 10.01.2026)).
Traditionell auffällig
Wir kennen es ja auch von der linken Politik in Deutschland. Ich habe es in Essays wie »10 Gebote fürs Reden mit Linken« beschrieben. Linke Verhaltensmuster ähneln täglich klarer Verhaltensmustern, die man traditionell als mindestens auffällig beschreiben würde.
Immer wieder sind es mittelalte Frauen, die entsprechend auffallen (siehe etwa @RealAmVoice, 10.01.2026). Ganze YouTube-Kanäle bezahlen inzwischen ihre Rechnungen damit, solche Frauen (und gelegentlich auch Männer) bei Protesten einfach zu fragen, was genau ihr Anliegen ist – oder sie der groben Heuchelei zu überführen (@DOGE__news, 13.04.2025).
Laut einigen Theorien ist eine suizidale Empathie, welche diese Frauen antreibt. Eine zynische Erklärung lautet, diese Frauen wären oft kinderlos und würden in den jungen Männern brauner Hautfarbe ihre eigenen ungeborenen Kinder sehen (@JoelWBerry, 9.01.2026).
Es stimmt aber nicht immer. Die Erschossene ist nicht die einzige biologische Mutter, die sich dafür einsetzt, das Leben ihrer Kinder schlechter zu machen. Man vergleiche nur die deutschen »Omas gegen Rechts«, von denen einige tatsächlich zumindest biologisch Mütter sind.
In welchem geistigen Zustand befindet sich eine Mutter, die ihren Säugling in die eisige Kälte mitschleppt (@GuntherEagleman, 10.01.2026), als menschliches Schutzschild (@OF_Schroedinger, 11.01.2026), während sie gegen die Ausweisung von Kriminellen demonstriert? Was ist die Diagnose für mittelalte Frauen, die ICE-Beamten wie im Wahn bedrängen und den Bewaffneten ins Gesicht brüllen, sie doch bitte auch zu erschießen? (@EndWokeness, 11.1.2026)
Wie gehirngewaschen muss eine Mutter sein, um ihr 6-jähriges Kind im Auto zurückzulassen, während sie bewaffnete ICE-Beamte bei der Festnahme eines Kriminellen behindert? (@camhigby, 9.01.2026)
Man denke im Gegensatz
Die Proteste in den USA waren natürlich nicht die einzigen Nachrichten der vergangenen Tage. Da war etwa die nächste offen anti-demokratische Äußerung von Daniel Günther. Da ist der nächste Revolutionsversuch im Iran. Und es ist auch definitiv eine Nachricht, dass Trumps Grönland-Pläne allmählich ernster werden.
Doch die irrationale, suizidale weiße Frau, die in wütendem Wahn ihr Land und ihre Gesellschaft mit sich in den persönlichen Abgrund reißen will, das scheint speziell westlich zu sein. Ach, man denke im Gegensatz bloß an die mutigen Frauen im Iran!
Ein alter Scherz sagt: Demokratie ist, wenn drei Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was es zum Abendessen gibt. Tatsächlich bedeutet Demokratie heute, gerade im Europa des letzten Jahrzehnts, dass von zwanzig Busreisenden elf oder mehr Passagiere beschließen, den Bus in den Abgrund fahren zu lassen (worin ihnen der Busfahrer gern zustimmt, weil er rechtzeitig abspringen wird und auch sonst vorgesorgt hat).
Ich bin nach drei Tagen aus dem Fieber erwacht.
Und wenn ich alles recht bedenke, scheint mir, dass auch dem mythischen Westen – besonders Europa – ein schnelles Erwachen aus einem halben Jahrhundert fiebrigen Irreseins guttäte.
Man kann am Fieber auch sterben. Wenn sich nicht von selbst eine Besserung einstellt, ist es ratsam, fiebersenkende Maßnahmen einzuleiten.
Und wenn auch die nicht helfen, wird es Zeit, die letzten Sakramente an Europa zu vollziehen. (Das wiederum würde voraussetzen, dass Europa sich rechtzeitig bekehrt.)
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Der Essay Wenn weiße Frauen alles opfern von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/weisse-frauen/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!
