22.03.2023

Wenn Mädchen brutal werden

von Dushan Wegner, Lesezeit 5 Minuten
Schockierende Fälle von Mädchenbrutalität, in NRW, in Schleswig-Holstein. Die Psychologie kann nicht erklären, was die Mädchen antreibt. – Oder doch?
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Wir haben noch nicht den Fall der 12- und 13-jährigen Mörderinnen in NRW verarbeitet (siehe etwa focus.de, 18.3.2023), da hören wir vom nächsten Fall von Mädchenbrutalität.

In Schleswig-Holstein quälte eine Gruppe von 14- bis 17-jährigen Mädchen eine 13-Jährige, und sie filmten die Tat. Das Opfer wurde stundenlang misshandelt, bis ein Passant eingriff und das Mädchen rettete. Das Mädchen überlebte und die Polizei »ermittelt«, so heißt es. (Was »ermittelt« sie eigentlich noch?)

Als die Mutter des 13-jährigen Opfers das Smartphone-Video mit dem Leiden ihrer Tochter sah, brach sie zusammen, so focus.de, 22.3.2023.

Wie in Deutschland üblich, könnte es der Fall sein, dass wir es wieder mit antideutschem Rassismus zu tun haben. Deutschenfeindlichkeit ist Alltag im »besten Deutschland aller Zeiten«. Und doch ist antideutscher Rassismus »nur« der Auslöser, nicht der Mechanismus selbst.

Aber warum?

Meine Empathie und mein Verständnis sind überfordert. Ich kann nicht sagen, was in diesen Mädchen vorging. Ich kann mich eher in das Geistesleben eines Aliens drei Galaxien weiter hineindenken als in den Kopf dieser jungen Damen.

Die psychologischen Theorien helfen mir auch nicht weiter. Gewaltverhalten könnte durchs Nachahmen von Vorbildern erlernt sein – ebenso simple wie brutale Imitation.

Brutalität kann ein Ventil für Frustration etwa über innere Widersprüche sein, wie ich es etwa bei islamistischen Terroristen vermute.

Gewalt kann in entsprechenden Gruppen dazu dienen, den eigenen sozialen Status innerhalb dieser Gruppen zu festigen. Und Rassismus gegen Deutsche könnte den Status in bestimmten migrantischen Gruppen stärken. Doch aus »Rassismus« folgt noch nicht »völllige Enthemmung«.

Ach, der Erklärungen sind viele. Wenn man will, könnte man noch Freud herbeirufen. Oder etwas Religiöseres: Dämonen? Besessenheit?

Und zu den weichen psychologischen Faktoren gesellen sich die möglichen neurologischen und chemischen Gründe: Irgendwas am präfrontalen Kortex oder an der Amygdala könnte kaputt sein. Die Hormone oder deren Rezeptoren funktionieren vielleicht nicht so, wie von der Natur vorgesehen.

Die sogenannten Experten werden eine mögliche Erklärung abgeben, doch in Wahrheit wird die Erklärung bedeuten: »Wir wissen es auch nicht, und jetzt hört auf zu fragen! Nächstes Thema bitte.«

Vermutung und Ergebnis

Natürlich könnte man fragen, welche Rolle es spielen würde, wenn migrantische Täter(innen) ein deutsches Kind misshandelt hätte. Die Zerrissenheit einer bestimmten Gruppe von Eingewanderten haben wir oft genug behandelt. Jedoch, »zerrissen« sind viele, und antideutscher Rassismus wird von Teilen der Politik recht offen verteidigt, das ist wahr.

Die Frage wäre so oder so, was bei dieser oder jener Gruppe von Jugendlichen das Gehirn so verändert, dass sie zu brutaler Gewalt greifen.

In den vergangenen Jahren habe ich immer wieder davor gewarnt, dass Smartphones nicht nur ein nützliches Werkzeug sind, sondern ähnlich funktionieren (können) wie Heroin, indem sie Dopamin-Schübe auslösen und so die Benutzer abhängig werden lassen.

Während Erwachsene von Smartphones »nur« abhängig werden, werden die Gehirne von Jugendlichen durch täglich stundenlangen Gebrauch »umprogrammiert« – womöglich irreversibel.

So weit, so bekannt. Meine Vermutung war also, dass die Veränderungen im Gehirn durch Smartphone-Abhängigkeit eventuell in Aggression münden könnten. Meine Küchentisch-Psychologie kann das in wenigen Schritten erklären: Ähnlich wie Heroin verschaffen Smartphone-Social-Media-Apps ein dauerndes, unnatürlich hohes Level bestimmter Hormone.

Nach einer bestimmten Zeit stumpfen die Rezeptoren des Smartphone-Süchtigen ab, wie sie es auch bei »normalen« Drogensüchtigen tun, und den Süchtigen verlangt es nach einer Dosis, die auch hochdosierte Apps wie TikTok nicht mehr liefern können. Der Süchtige ist frustriert, wird aggressiv. Er könnte auf die Idee kommen, einige der Videos, die er in den sozialen Medien konsumiert hat, selbst nachzuspielen.

Meine Theorie schien mir so naheliegend und banal, dass ich natürlich danach suchen musste. Ich gab »smartphone addiction« und »aggression« ein.

Google schlug mir von sich aus die eigene Unter-Suchfunktion »scholar.google.com« vor. Das ist die Suche in akademischen Papieren, zumeist anerkannter Institute.

Die Suche nach dem Zusammenhang von Smartphone-Abhängigkeit und Aggression ergab 19.400 Fundstellen. (Hier ist der Google-Link zu dieser Live-Suche.)

Die Titel lauten etwa »Smartphone Addiction: (Focused Depression, Aggression and Impulsion) among College Students« oder »Smartphone Addiction and Checking Behaviors Predict Aggression«. Es scheint ein globales Problem zu sein: »The relationship between smartphone addiction and aggression among Lebanese adolescents: the indirect effect of cognitive function«. Ich muss es nicht einzeln ins Deutsche übersetzen. Es geht vieltausendfach um das eine globale Problem: Smartphone-Abhängigkeit und was diese an jugendlichen Gehirnen anrichtet.

Die brutalen Mädchen von Schleswig-Holstein misshandelten ihre Geschlechtsgenossin nicht nur, sie filmten sie auch – mit dem Smartphone – und sie stellten das Video online. Das Smartphone war gewissermaßen »Tatwerkzeug« – und womöglich auch ein Tatgrund?

Ja, anti-deutscher Rassismus ist eine Tatsache deutscher Realität, und brav dem UN-Migrationspakt (siehe Essay vom 2.11.2018) gehorchend wird er vom Mainstream-Lügenapparat unterm medialen Deckel gehalten. Doch sie genügt mir nicht als Erklärung. Die Gehirne der Jugendlichen, die solche Taten ausüben, funktionieren über eventuellen »gewöhnlichen« anti-deutschen Rassismus hinaus »anders«.

Wenn ihr wählen müsst

Natürlich können wir nicht durch essayistische Ferndiagnose bestimmen, ob oder dass in den aktuellen schrecklichen Fällen eine Handy-Abhängigkeit vorlag bzw. ursächlich war – doch würden Sie dagegen wetten?

Unsere Frage ist und bleibt: Was sollen wir als Einzelne tun?

Meine Antwort ist schlicht: Tut alles, was in eurer Kraft steht, eure Kinder nicht von Smartphones und Tablets abhängig werden zu lassen. Und schützt eure Kinder zugleich, Opfer von Süchtigen zu werden – welcher Kultur die aggressiven Süchtigen auch entstammen.

Lasst eure Kinder das Programmieren lernen und haltet euch gemeinsam mit ihnen auf dem neuesten Stand in Sachen künstlicher Intelligenz (siehe aktuell das Video »AI’s Most Insane Week«). Lasst sie Computer schrauben, Lego bauen und wozu Zeit und Portemonnaie sonst noch reichen.

Wenn ihr wählen müsst (und könnt), ob ihr eure Kinder zu früh unbeaufsichtigt an Smartphone oder Tablet lasst, oder ob sie euch »doof« finden, wählt bitte das »Doof-Finden«.

Nein, eure Kinder werden nicht automatisch zu Mördern, wenn ihr ihnen Smartphones gebt. Doch ihr Gehirn könnte deren Gehirnen ähnlicher werden, als ihr euch heute eingestehen mögt. Eure Kinder werden euch noch viel fremder werden, als dies durch Pubertät und den Lauf der Zeit ohnehin passieren wird.

Mir ist fremd, was in den Köpfen jener Mädchen passiert. Ja, so manchen Bösewicht kann ich sogar nachvollziehen, auch wenn ich nicht tun würde, was er tat.

Doch was diese Mädchen taten, ist mir vollständig fremd. Es bleibt nur die eine Lehre: Soweit es an euch liegt, lasst nicht zu, dass eure Kinder euch ganz fremd werden.

Ich danke Ihnen

Nur durch Ihre Unterstützung ist es mir möglich, in diesen (bislang 1,715) Essays wichtige Themen zu vertiefen und mutig weiter zu denken:

mehr Möglichkeiten → danke.dushanwegner.com

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