11.03.2021

Still verdächtig

von Dushan Wegner, Lesezeit 4 Minuten, Foto von Dan Mall
Ist es nicht erstaunlich, wie wenig aktuell vom grabschenden Lügengreis berichtet wird, der zum US-Präsidenten erklärt wurde? Man könnte fast sagen: »Verdächtig still…«
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Wir wissen, dass wenn Kinder spielen, die plötzliche Stille besorgniserregender als das Geschrei davor ist. Wenn Kinder von jetzt auf gleich verstummen, dann will man als Verantwortlicher  prüfen, ob nicht etwas wirklich Schlimmes vorgefallen ist. (Heutzutage hat sich ja eine weitere Befürchtungsmöglichkeit dazugesellt: Verdächtiges Verstummen könnte auch darauf hinweisen, dass sie sich gerade im Internet etwas anschauen, das sie vielleicht nicht anschauen sollen – tja, so sind sie eben, diese Zeiten.)

Nein, das Gefährliche kündigt sich wahrlich nicht immer mit Lärm und Getöse an! Bei Gelegenheit ist das wirklich Gefährliche gefährlich still. – Still wie die Gifte gewisser Geheimdienste. Still wie radioaktive Strahlung. Oder: Still wie die aktuelle Nachrichtenlage zum grenzsenilen Grabschergreis, den sie zum »gewählten« US-Präsidenten erklärt haben.

Doppelt »alltäglich«

Es ist ja keineswegs so, dass in den USA keine berichtenswerten und/oder fragwürdigen Dinge passieren würden! Da wären einmal die bald (in beiden Wortsinnen) »alltäglichen« kognitiven Aussetzer des Harris-Vorgängers (etwa als er den Namen des Pentagon – ja, »Pentagon« und den seines – ersten schwarzen – Verteidigungsministers vergisst; siehe YouTube.). Da wäre die Krise an der Südgrenze (siehe etwa Foxnews via YouTube). Da wären aber auch die zugleich auf herzzerreißende Art kuriosen Bilder, die sich aus der Entscheidung ergeben, Männer in Frauenwettbewerben mitlaufen und sogar in die Umkleiden zu lassen, wenn die Männer sich zu Frauen erklären (nochmal siehe YouTube). Ich erwähnte hier einige Nachrichten, die man doch irgendwo im Internet erfährt – welche erfahren wir überhaupt nicht, wo klingt es auf stille Weise verdächtig?

Der möglichen Nachrichten sind viele – doch exakt wie vor dem Ereignis von 2020, das die Propaganda als »US-Wahl« bezeichnet, werden sie nicht besonders laut berichtet werden, wenn sie den greisen Grabscher und die, die seine Fäden bedienen, auch nur andeutungsweise als das dastehen lassen, was diese wirklich sind.

Sperrig für schnittige T-Shirts

Unser wohlbewährtes Motto, »Prüfe alles, glaube wenig, denke selbst«, es impliziert, dass Einiges des Berichteten falsch, gelogen und/oder verbogen sein kann.

Solche Implikation ist ja nicht falsch, jedoch sie steht in Gefahr, zu kurz verstanden zu werden. Man müsste (es wäre jedoch wohl etwas sperrig für schnittige T-Shirts) der Genauigkeit halber als Fußnote anbringen: Prüfe alles, was gesagt wird – und prüfe nicht minder, was nicht gesagt wird!

Nicht nur das Gesagte kann Trug und Lüge sein – auch (und bei Gelegenheit noch mehr) das Nicht-Gesagte!

Es sei mir erlaubt, hier gleich noch einen weiteren gedanklichen Schritt zu unternehmen!

Nicht nur kann das Gesagte wie das Nicht-Gesagte eine Lüge sein – auch die Wichtigkeiten, die man uns als solche anbietet (und mit »anbietet« meine ich: aufdrängt), auch die Wichtigkeiten können solche sein, die man ohne Propaganda und Psychotricks kaum als solche annehmen würde (siehe dazu auch »Die Freiheit nehm‘ ich mir« von 2016) .

Prüfe alles, glaube wenig, denke selbst – es gilt weiterhin und mehr denn je, und wir denken dazu und dabei: Und prüfe, was sie dir alles nicht sagen.

Und wenn wir die Fakten geprüft haben, und wenn wir sie nach bestem Können weniger falsch arrangiert haben, dann machen wir uns daran, unsere Wichtigkeiten zu prüfen und selbst zu bestimmen (wir sagen »Wichtigkeiten«, weil »Moral« so ein magenschweres Wort ist).

Also aufs Neue!

Wenn Kinder auffällig still sind, dann ist es eine gute Idee, schnell nachzusehen, ob ihr Spiel tatsächlich auch weiterhin relativ harmlos ist.

Wenn es jedoch die Nachrichten sind, die uns zu bestimmten Themen auffällig still erscheinen, dann könnte uns diese Unsicherheit durchaus ein Anlass sein, einmal in Betracht zu ziehen, dass uns sehr Relevantes vorenthalten wird – und also aufs Neue, aus Gewohnheit und zur Sicherheit, unsere eigenen relevanten Strukturen auf ihre Stabilität hin zu prüfen und gegebenenfalls neu zu ordnen.

Jede Gelegenheit ist eine treffliche Gelegenheit, die Ordnung der eigenen Kreise zu prüfen – so auch, wenn uns das bestimmte Gefühl erfasst, dass uns die wichtigere Hälfte der Informationen fehlt, und unsere Strukturen doch gegen das Unbekannte bestehen sollen!

Prüfe alles, glaube wenig, denke selbst – und dann prüfe erneut, was dir gar nicht erst zur Prüfung vorgelegt wurde!

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