20.11.2017

Suizidalismus – ein Name für diese Epoche

von Dushan Wegner, Lesezeit 4 Minuten, Bild: Caspar David Friedrich, „Frau vor der untergehenden Sonne“ (1818)
„Suizidalismus“ beschreibt politische und kulturelle Strömungen, welche die Auflösung oder Ersetzung der eigenen Gruppe zum Ziel haben.
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Wir sollten allmählich beginnen, die Geschichtsbücher für die nächste Generation zu schreiben. Was aktuell passiert, kann und wird nicht mehr allzu lange andauern.

Wie wird man diese Epoche nennen? Was ist ein guter Name für die Denkrichtung der tonangebenden Klasse in der Merkel-Ära?

Es wird in der Kommentierung politischer Ereignisse gern mit alten Begriffen operiert. Einige Elemente sind ja auch heute, ein wenig, wie früher. Wir finden hier und da unter anderem Elemente des Sozialismus, des Etatismus und wenn die schwarzen Horden der Antifa aufmarschieren, ist auch der Faschismus zum Gegriffenwerden nah.

Doch, nur weil alle Menschen irgendwo Adam oder Eva ähnlich sehen, nennen wir sie nicht alle „Adam“ oder „Eva“. Manche Namen passen einfach besser für manche Leute. Bei Gelegenheit ist „Günther“ präziser.

Ich will, als These und Angebot, einen neuen Namen vorschlagen. Die in Berlin tonangebende Denkrichtung ist der Suizidalismus.

„Suizidalismus“ ist ein „krasser“ Name, kein Zweifel, doch „krass“ ist Schulhof-Vokabular, und wir sind hier nicht auf dem Schulhof. „Let’s judge it on its merits“, sagt man im Englischen – lassen Sie uns den Ausdruck auf seine Tauglichkeit prüfen, indem wir ihn anzuwenden versuchen. Beschreibt er die vorliegenden Phänomene präzise?

Als Arbeitsdefinition:

„Suizidalismus“ beschreibt politische und kulturelle Strömungen, welche die Auflösung, Fremdunterwerfung oder Ersetzung der eigenen Gruppe (z.B. Volk, Nation) zum Ziel haben.

In Berlin sind letzte Nacht die „Sondierungen“ zur sogenannten „Jamaika-Koalition“ gescheitert. – Was waren denn die Positionen?

Einmal war da die CDU, deren Programm halt nur Merkel ist. Wofür aber steht die Kanzlerin? Für 1. Energiewendewende, 2. Geld-nach-Griechenland und 3. für Welteinladung. Merkel ist der erste Kanzler der Bundesrepublik, dessen große Projekte sich allesamt gegen Deutschland richten. Kohl brachte die Wiedervereinigung. Schröder brachte die Agenda 2010. Merkel brachte den Suizidalismus.

Dann waren da noch die Grünen. Man wird dereinst schreiben, dass Grüne die Leitpartei des Suizidalismus waren. Sie versammeln sich hinter Slogans wie „Nie wieder Deutschland“, „Deutschland du mieses Stück Scheiße“ et cetera. Ihre Jugend uriniert schon mal auf die deutsche Fahne.

Es grenzt ans Perverse und ist zugleich in deren Denken „richtig“, wenn Merkel oder Gabriel den Suizidalismus de facto zum neuen „Patriotismus“ erklären. Es ist schon seit 2 Jahren höchste Zeit, dem Wahn des Suizidalimus als „neuem Patriotismus“ Einhalt zu gebieten. Seit letzter Woche gibt es Hoffnung, dass auch einige der „Elite“ dies wagen. Ja, dass man sich als Land vielleicht doch nicht in den nationalen Freitod stürzen möchte, ist in Deutschland 2017 schon Anlass zur sehnenden Hoffnung.

Auch in der sogenannten „Flüchtlingskrise“, und damit auch in den Sondierungen zur Jamaika-Koalition, vertraten die Grünen radikale Suizidalismus-Positionen. Sie wollen deutsche Energieversorgung so weit beschädigen, dass Deutschland von seinen Nachbarn abhängig wird. Sie wollen den Zuzug von Menschen aus den Ghettos Nordafrikas ganz freigeben.

In der letzten Nacht hat FDP-Chef Christian Lindner – in unserer Wortwahl – dem Suizidalismus eine Absage erteilt und damit die Jamaika-Koalition platzen lassen.

Lindner folgt damit einem Trend. In der Woche zuvor haben FAZ und dann Döpfner sich von dem losgesagt, was wir hier „Suizidalismus“ nennen. Etwas spät, aber vielleicht nicht zu spät, erkennen auch Großkopferte die Gefahr dieser Ideologie.

Merkel, die Grünen und Teile von ARD, ZDF sowie gewissen Zeitungen stehen für sturen Suizidalismus. Es ist ein gutes Zeichen für Deutschland und Europa, wenn sich endlich wichtige Spieler dieser Ideologie entgegenstellen.

Die deutschen Eliten stehen seit 2015, und damit noch immer, am Scheideweg: Mit Merkel weiter die Politik des Suizidalismus antreiben – oder eben nicht.

Merkel muss gehen oder gegangen werden. Und dann muss eine neue Politik beginnen. Merkel ist ein wandelnder Politik-Zombie, von ihren Machtnetzwerken künstlich belebt, ohne Mission, ohne moralische Berechtigung, ohne Werte außer eben dem politischen Suizidalismus. Deutschland steht im zehnten Stock auf dem Fensterbrett und blickt in die Tiefe. Ein Schuh und die Mütze sind bereits gen Asphalt gefallen. Wer auch immer nach Merkel kommt, seine Aufgabe wird es sein, Deutschland zart und hart aus der Suizid-Zone heraus und zurück ins Haus der Vernunft und Selbstbewahrung zu holen.

Möge der Himmel den Deutschen und den Europäern gewogen sein. Vielleicht war der Suizidalismus ja nur eine Phase, und das Platzen der Jamaika-Sondierungen markiert sein Verschwinden.

Vielleicht aber haben wir alle Pech und sie „raufen sich zusammen“ – dann geht es doch noch in den Abgrund. Es gibt ja einige Suizidalismus-Szenarien! Schwarz-Grüne Minderheitsregierung. Noch eine Groko. (Die Absagen der SPD an einen neuen Suizidpakt mit Merkel klangen letzte Nacht nicht mehr ganz so bestimmt.)

Lassen Sie uns hoffen, dass diese Kanzlerin nun endlich von der Macht getrennt wird. Bei der UN wird doch noch ein Job für sie zu finden sein. (Mit diesem Papst müsste selbst für eine Protestantin eine Stelle im Vatikan drin sein.) Es wurden zu lange Recht und Verstand ignoriert. Es wurde zu lange Suizidalismus betrieben. Es ist genug. Das Land, die Menschen und der Kontinent haben Besseres verdient.

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