Dass unsere Vorhersagen und Verschwörungstheorien sich erfüllen, das ist wirklich weder neu noch überraschend. Wenn als »Rechter« und »Faschist« heute einer gilt, der Vier als die Summe von Zwei und Zwei errechnet, dann werden eben einmal wir »Rechten« jedes Mal dann bestätigt, wenn die Realität die Leute zum Durchzählen zwingt.
Wäre der Anlass nicht so traurig und tragisch, müsste ich beinahe zynisch schmunzeln, wenn es ausgerechnet die gottlosen Linken sind, welche die metaphysische Trennmauer zwischen Religiösem und Diesseitigem einreißen.
Und, vor allem
Die makabre Meldung des Tages stammt aktuell aus Österreich. Es geht um ein »schwer traumatisiertes Mädchen« (jungefreiheit.de, 27.7.2026), das aufgrund ihrer Leidensgeschichte (mehrfacher Missbrauch) panische Angst vor Männern hatte.
Man kümmerte sich also um sie. Das Mädchen sollte, so die Berichterstattung, von einem Verein an einen anderen übergeben werden. Eine Betreuerin hatte extra darauf hingewiesen, die Übergabe der Zwölfjährigen solle »gut strukturiert, ohne Zeitdruck« stattfinden. Und, vor allem, sollten »weibliche Betreuer« zum Einsatz kommen.
Laut der Berichterstattung hatte die mit viel Steuergeld möglich gemachte NGO »Homebase« gerade keine freie weibliche Betreuerin.
Also schickte sie einen Mann.
Genauer: einen der beiden Geschäftsführer.
Noch genauer: einen bärtigen Mann mit multiplen Gesichtstätowierungen, unter anderem prominenten Pentagramm auf der Stirn. Dazu diese großen Ohrringe, deren Namen ich nicht einmal weiß. Und, zur Abrundung: zwei irgendwie auf der Stirn befestigte Hörner.
Man schickt einem zwölfjährigen Missbrauchsopfer eine Person vorbei, die beim Versuch, wie der buchstäblich Satan auszusehen, gewissen Erfolg verbuchen kann. Was stimmt mit dem System nicht?!
Der Bärtige soll gedroht haben, ins Zimmer einzudringen, wenn sie es nicht freiwillig verließe. Erst durchlebte das Mädchen die Hölle, und dann holt sie der Teufel persönlich ab.
Das traumatisierte Mädchen schloss sich in ihrem Zimmer ein, tobte und sprang dann aus dem Fenster, doch sie überlebte und erklärte, sie werde lieber sterben, als mit ihm mitzugehen.
Die weiteren Entwicklungen dieses Falles stehen noch bevor. Offen ist auch die Frage, wie diese Person nicht nur eine Einstellung in so einer Einrichtung fand, sondern auch noch der Geschäftsführer war.
Unterm linken Auge
Ich fürchte, die Antwort auf beide Fragen ist leider einfach zu geben: Wenn wir ins öffentliche Foto jenes Herrn hineinzoomen (etwa via X), erkennen wir unter seinem linken Auge den Slogan: »FCK NZS«.
»FCK NZS« steht für »Fuck Nazis«. Ich lese es nicht als politische, sondern als machttaktische Aussage: »Ich unterwerfe mich den bestehenden Machtnetzwerken, total und ohne Skrupel.«
Dieses relativ kleine Tattoo ist Sinnbild für das, was den Herrn an die Position brachte – und was ihn an den Trögen halten wird. Sich seine Treue zu alten Kadern ins Gesicht zu tätowieren ist weit wichtiger fürs System als eine Zwölfjährige, die sich in panischer Angst aus dem Fenster wirft.
Nein, der Herr wird keine negativen Konsequenzen tragen. Allein im Moment des »Vorfalls« sollen »laut Krone 386.093 Euro an den Verein geflossen sein«, und das Büro der Vizebürgermeisterin erklärte: »Ein fachliches Fehlverhalten des Trägers Homebase wurde dabei nicht festgestellt.« (zitiert nach jungefreiheit.de, 27.7.2026)
Der Teufel sitzt fest
Bei allem Mitgefühl und allem Schrecken fiel mir aber doch eine makabre Bestätigung meiner eigenen Diagnosen unserer Zeiten auf.
»Wieviel Teufel steckt in der Politik?« fragte ich 2023. 2024 stellte ich fest: »Satan ist ein Grüner«.
Gefühlt gestern (tatsächlich auch bald vor einem Jahr) beschrieb ich den Moment, als ich spürte, dass das Böse existiert. (Auch da ging es um ein Mädchen, dem das System böse mitspielte.)
Meine makabre Einsicht ist heute, dass die Guten sich nun offenbar buchstäblich als der Teufel (ver-)kleiden.
Das Mädchen, das aus dem Fenster sprang, erlitt schwere Verletzungen, unter anderem Brüche an Armen und Beinen.
Der Teufelskerl, vor dem das Kind in Panik floh, sitzt wohl fester denn je auf seinem Thron.
»Der größte Trick des Teufels«, so schrieb ich 2025, ist bekanntlich, dass er uns glauben lässt, er existiere nicht.
Ich weiß, dass der Teufel existiert.
Und ich fürchte, dass die Wiener Behörden nicht die einzigen sind, die ihre Kinder dem Teufel in Obhut geben.
Falls es euch aber beim Lesen dieser irren Nachricht geht wie mir, empfehle ich ganz allgemein, sowohl reinigend als auch präventiv, das Vade Retro, auf latinprayer.org.
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Der Essay Erst Hölle, dann holt der Teufel sie ab von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/erst-hoelle/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!
