Englisch lernen

can / could / be able to

can ist das deutsche können, und es ist bequem: keine Endung, kein ‑s in der dritten Person, kein to dahinter. Die Vergangenheit heißt could. Alles andere — Zukunft, Perfekt, Infinitiv — kann can nicht, dafür gibt es be able to.

FähigkeitShe can cook really well.
ErlaubnisYou can use my desk today.
VerbotYou can't smoke in the building.
VergangenheitHe could read before he started school.
höfliche BitteCould you close the window?
ZukunftThey will be able to decide next week.
PerfektI haven't been able to reach him.

Beispiel

  • I can ride a bike, but I can't drive. — Ich kann Fahrrad fahren, aber nicht Auto.
  • Could you say that again, please? — Könnten Sie das bitte wiederholen?
  • After a week of trying we were able to fix it. — Nach einer Woche Versuchen konnten wir es reparieren.

could ist zweierlei

Dieselbe Form trägt zwei ganz verschiedene Aufgaben, und der Satz entscheidet, welche gemeint ist.

VergangenheitHe could read before he started school.
HöflichkeitCould you sign here, please?

Zu erkennen ist es am Zeitrahmen: steht im Satz etwas Vergangenes (when I was five, yesterday, before he started school), ist could die Vergangenheit von can. Steht eine Frage an den Gesprächspartner, ist es die Höflichkeit.

Für eine Bitte ist could die normale Form im Englischen — Can you… klingt direkt, Could you… neutral höflich. Ein Deutscher, der Can you… sagt, wirkt schroffer, als er meint.

Die Falle: will can und have could

Deutsch beugt können durch alle Zeiten: ich werde können, ich habe gekonnt, ich möchte können. Englisch kann das nicht. Zwei Modalverben stehen nie nebeneinander, und ein Modalverb hat kein Partizip und keinen Infinitiv. Wer wörtlich überträgt, baut Sätze, die es nicht gibt:

falschrichtig
I will can help tomorrow.I will be able to help tomorrow.
I have could finish it.I have been able to finish it.
I want to can speak English.I want to be able to speak English.

Die Regel dahinter ist kurz: can existiert nur als can und could. Überall sonst — nach will, nach have, nach to — steht be able to.

Gut zu wissen

  • Kein to nach can. She can drive, nie She can to drive. Bei be able to steht das to dagegen fest dazu: She was able to drive.
  • Kein ‑s in der dritten Person. He can, she can, it can — Modalverben nehmen nie ein ‑s. Das gilt später genauso für must, may und will.
  • could oder was able to. Für eine Fähigkeit, die man allgemein hatte, steht could: I could ski as a teenager. Für etwas, das bei einer bestimmten Gelegenheit tatsächlich geklappt hat, steht was/were able to: After two attempts I was able to open the door — nicht I could open the door.
  • can't heißt oft nicht kann nicht, sondern darf nicht. You can't take liquids through security ist ein Verbot, keine Aussage über Ihre Fähigkeit. Umgekehrt ist You can leave your coat in the hall eine Erlaubnis.
  • Die Kurzformen: can't (= cannot, in einem Wort geschrieben) und couldn't. Can not in zwei Wörtern schreibt man nur, wenn not zu etwas anderem gehört.

Diese Lektionen sind mit KI geschrieben und von Hand durchgesehen. Solltest du einen Fehler finden, schreib mir bitte: dushan@dushan.org — ich bessere ihn aus.