Deutsch hat ein Wort für beides: „machen". Englisch hat zwei, und sie sind nicht austauschbar. make bringt etwas hervor, das vorher nicht da war — eine Entscheidung, einen Fehler, einen Termin, Geld. do erledigt eine Tätigkeit, die schon einen Namen hat — den Abwasch, die Hausaufgaben, die Arbeit.
| make | do | |
|---|---|---|
| die Idee dahinter | es entsteht etwas | es wird etwas getan |
| typisch | make a decision, a mistake, money, progress, a plan, an offer | do the dishes, the shopping, homework, business, research, your job |
| die Testfrage | Was kommt dabei heraus? | Welche Tätigkeit ist es? |
Neben dem Herstellen hat make noch eine zweite Familie, die man leicht übersieht, weil dabei kein Gegenstand entsteht: make bewirkt einen Zustand. Make sure, make sense, make a difference, make an effort — am Ende ist etwas anders als vorher, und genau das reicht make schon. Wer nur nach dem Ergebnis zum Anfassen sucht, greift hier daneben.
| make bringt hervor | make bewirkt | |
|---|---|---|
| woran man es erkennt | ein Ding, das man zählen kann | ein Zustand, der danach gilt |
| typisch | a decision, a mistake, an appointment, money, a promise | sure, sense, a difference, an effort |
Die Regel trägt weit, aber nicht bis zum Ende. Zwei feste Fügungen fühlen sich nach make an — es kommt etwas dabei heraus — und sind trotzdem do: do someone a favor und do your best. Die lernt man wie Vokabeln, nicht wie eine Regel.
Beide Verben sind unregelmäßig, und beide brauchen in der Übung alle Formen:
| make | do | |
|---|---|---|
| er/sie/es | makes | does |
| Vergangenheit | made | did |
| mit ‑ing | making | doing |
| Partizip (have …) | made | done |
Beispiel
- She made a plan for the weekend. — Sie hat einen Plan fürs Wochenende gemacht.
- He does research for a bank. — Er forscht für eine Bank.
- I'll do the cooking if you make the salad. — Ich koche, wenn du den Salat machst.
Gut zu wissen
make moneyheißt Geld verdienen, nicht Geld drucken. Das ist die übliche Art, über Einkommen zu sprechen: How does he make money? Für „verdienen" geht auchearn, klingt aber förmlicher.make sureist das Arbeitspferd im Büro. Make sure you bring your passport — dafür gibt es im Englischen kaum eine kürzere Form, und im Deutschen keine, die genauso beiläufig klingt.Does that make sense?— hier deckt sich Englisch mit dem umgangssprachlichen Deutsch, während gepflegtes Deutsch „ergibt keinen Sinn" verlangt. Im Englischen istmakedie einzige Möglichkeit.do business, abermake a deal. Das Geschäft als Tätigkeit ist do, der einzelne Abschluss als Ergebnis ist make. Dieselbe Logik: Tätigkeit gegen Ergebnis.doist außerdem das Hilfsverb für Fragen und Verneinung, und beides kann in einem Satz zusammenkommen: What do you do? Das erste do fragt, das zweite meint den Beruf.- Für Sport sagt man
dooderplay, je nach Sportart: do yoga, do karate, aber play tennis, play football.makeist hier nie richtig.