Die englische Vergangenheit ist an dieser Stelle einfacher als die deutsche: ein ‑ed, für jede Person. I asked, you asked, he asked, we asked, they asked — keine Endungen, keine Ausnahmen bei der Person. Wer die eine Form kann, kann das ganze Verb.
| I · you · he · she · it | asked |
|---|---|
| we · you · they | asked |
Im Deutschen steht hier oft das Perfekt: ich habe gearbeitet. In diesem Kurs übersetzen wir das Simple Past bewusst mit dem Präteritum — ich arbeitete —, damit später sichtbar bleibt, dass das englische Present Perfect etwas anderes ist.
Beispiel
- She opened the window. — Sie öffnete das Fenster.
- They waited at the gate. — Sie warteten am Gate.
- We talked about it on Monday. — Wir sprachen am Montag darüber.
Die Falle: Deutsch erzählt im Perfekt, Englisch nicht
Ein Deutscher sagt über gestern fast immer ich habe gearbeitet — das Präteritum klingt im Gesprochenen steif. Genau diese Gewohnheit baut den häufigsten Fehler: I have worked yesterday. Im Englischen gilt die umgekehrte Verteilung. Sobald ein abgeschlossener Zeitpunkt im Satz steht — yesterday, last year, in 2019, two hours ago —, ist das Simple Past die einzige Möglichkeit.
| deutsch gedacht | englisch richtig |
|---|---|
| I have called her yesterday | I called her yesterday |
| They have visited us last summer | They visited us last summer |
Das gilt auch ohne Zeitangabe, wenn klar ist, dass die Sache vorbei ist. Wann die andere Form dran ist, klärt Lektion 12 — hier reicht die Regel: erzählte Vergangenheit heißt ‑ed.
Nur ein Past pro Satz
Sobald did im Satz steht, trägt es die Vergangenheit, und das Verb geht in die Grundform zurück. Dieselbe Arbeitsteilung wie beim ‑s in der Gegenwart: eine Form pro Satz, und do hat Vorrang.
| falsch | richtig |
|---|---|
| Did you liked the hotel? | Did you like the hotel? |
| He didn't answered my email | He didn't answer my email |
Gut zu wissen
- Drei Schreibregeln. Endet das Verb auf ‑e, kommt nur ein ‑d dazu (hope → hoped, arrive → arrived). Ein kurzer betonter Vokal verdoppelt den Konsonanten (stop → stopped, drop → dropped). Konsonant plus ‑y wird zu ‑ied (carry → carried) — steht ein Vokal vor dem y, bleibt es (play → played).
- Betont heißt betont. Liegt die Betonung vorn, wird nichts verdoppelt: open → opened, visit → visited, listen → listened — nicht openned. stop und visit enden beide auf kurzen Vokal plus Konsonant, aber nur das einsilbige stop ist betont und verdoppelt.
- Gesprochen wird ‑ed auf drei Arten: /t/ nach stimmlosem Laut (asked, helped), /d/ nach stimmhaftem (played, called), und /ɪd/ als eigene Silbe nach ‑t oder ‑d (needed, waited). Nur in diesem dritten Fall wird das Wort eine Silbe länger — asked ist einsilbig, wer ask-ed sagt, hört sich sofort fremd an.