Das Deutsche hängt ein einziges Wort an: oder?, nicht wahr?, ne? — es bleibt immer gleich. Englisch hängt eine kleine Frage an, und die richtet sich nach dem Satz davor. Zwei Dinge muss man dafür wissen: welches Hilfsverb und welche Polarität.
| deutsche Gewohnheit | englisch |
|---|---|
| You are German, or? | You're German, aren't you? |
| She works here, or? | She works here, doesn't she? |
| He didn't call, or? | He didn't call, did he? |
| It's cold, no? | It's cold, isn't it? |
Die Polarität kippt: positiver Satz, negativer Tag — negativer Satz, positiver Tag. Und das Hilfsverb wird aus dem Satz übernommen: is holt isn't, have holt haven't, will holt won't. Steht im Satz gar kein Hilfsverb, springt do/does/did ein — dieselbe Aushilfe wie in Fragen und Verneinungen.
Beispiel
- You're German, aren't you? — Du bist Deutscher, oder?
- She works in Berlin, doesn't she? — Sie arbeitet in Berlin, oder?
- He didn't call you back, did he? — Er hat dich nicht zurückgerufen, oder?
Gut zu wissen
- Im Tag steht immer ein Pronomen, nie das Substantiv: Your train leaves at six, doesn't it?, nicht doesn't the train.
- Vier Sonderfälle, die man auswendig lernt:
| I'm late, aren't I? | amn't gibt es nicht |
|---|---|
| Let's take a taxi, shall we? | nach Let's immer shall we |
| Pass me the salt, will you? | nach einer Aufforderung |
| There's a problem, isn't there? | there bleibt stehen |
- Verstecktes Nein zählt als Nein. never, nobody, nothing, hardly machen den Satz negativ, also folgt ein positiver Tag: She's never been there, has she?, Nobody told you, did they? Nach nobody, somebody, everyone steht im Tag they.
- Der Ton liegt in der Stimme. Fällt sie am Ende, ist es keine echte Frage, sondern eine Bitte um Zustimmung — genau das deutsche oder? Steigt sie, will der Sprecher wirklich eine Antwort.
- Amerikanisch geht es auch kürzer. right? passt fast überall: You're German, right? Es klingt lockerer und erspart die ganze Rechnung — aber verstehen muss man die Tags trotzdem, denn gesprochen kommen sie ständig.