Eine W-Frage besteht im Englischen aus vier Teilen in fester Reihenfolge: Fragewort + do/does/did + Subjekt + Grundform. Das Deutsche dreht stattdessen Subjekt und Verb um (Wo wohnst du?), und genau diese Umstellung gibt es im Englischen nicht.
| deutsche Gewohnheit | englisch |
|---|---|
| Where works she? | Where does she work? |
| When arrived the parcel? | When did the parcel arrive? |
| Why need they this? | Why do they need this? |
| From where knows he her? | Where does he know her from? |
Bei be, bei have und bei den Modalverben fällt do weg, weil schon ein Hilfsverb da ist: Where is the exit?, What are they building?, How long have you worked there?, When can we start? Ein do dazuzusetzen wäre doppelt gemoppelt.
Beispiel
- Where does she work? — Wo arbeitet sie?
- When did the parcel arrive? — Wann ist das Paket angekommen?
- Which platform is it? — Welcher Bahnsteig ist es?
Die Subjektfrage — die eine Ausnahme
Fragt das Fragewort nach dem Täter und nicht nach dem Objekt, fällt do weg und die normale Satzstellung bleibt stehen. Der Grund: das Fragewort steht dann schon dort, wo das Subjekt stehen müsste, und das Verb hat nichts, worüber es springen müsste.
| Who owns this car? | fragt nach dem Täter — kein does |
|---|---|
| Who does he work for? | fragt nach dem Objekt — mit does |
| What went wrong? | fragt nach dem Täter — kein did |
| What did they decide? | fragt nach dem Objekt — mit did |
Faustregel: steht direkt hinter dem Fragewort das Verb, ist es eine Subjektfrage.
wie viel oder wie viele
Deutsch entscheidet am Nomen, Englisch auch — nur mit zwei verschiedenen Wörtern. how much steht vor allem, was man nicht zählt, how many vor allem, was man zählt.
| how much | Geld, Zeit, Wasser, Arbeit — nicht zählbar |
|---|---|
| how many | Leute, Tage, Koffer, Fragen — zählbar |
How much time do we have? gegen How many days do we have? — beides ist auf Deutsch wie viel.
Gut zu wissen
- Nach do/does/did steht die Grundform. Where did you go?, nie did you went. Die Vergangenheit steckt schon im did, und zwei Vergangenheiten in einem Satz sind eine zu viel.
- Die Präposition rutscht ans Ende. Deutsch backt sie vorn ans Fragewort (Woher, Womit, Worauf, Mit wem), Englisch hängt sie hinten an: Where are you from?, What are you waiting for?, Who did you go with? Das förmliche To whom… schreibt man höchstens noch im Brief.
- wo, wohin und woher heißen alle drei where. Englisch unterscheidet die Richtung nicht am Fragewort: Where do you live? (wo), Where are you going? (wohin), Where are you from? (woher — die Richtung steckt im from am Ende).
- how allein reicht selten. Für Dauer, Preis, Menge, Häufigkeit und Entfernung braucht es ein zweites Wort dahinter — how fragt für sich genommen nur nach der Art und Weise.
- What kind of… ist das deutsche was für ein. What kind of car is that? — nie what for a car.
- How are you? ist keine echte Frage und will keine Auskunft. Die Antwort ist Good, thanks und dieselbe Frage zurück.