Wenn sich gleich neben dir ein flammender Abgrund auftäte. Wenn sich genau dort eben noch eine Schulklasse aufgehalten hätte. Wenn die Kinder dieser Schulklasse in den Abgrund fielen, panisch und vergeblich um Hilfe schreiend.
Wenn all das gleich neben dir passieren würde, was würdest du tun?
Was würden die Leute tun, die ebenfalls in der Gegend herumstanden und das alles mitansahen, die das erlebten?
Wir wollen davon ausgehen, dass die Leute in Panik schreien würden. Geschockt würden die Leute sein. Über Tage und Monate, eigentlich für den Rest ihres Lebens würden die Leute über nichts anderes reden.
Nein, die Leute würden nie wieder dieselben sein. Und sie würden es zu ihren Lebensaufgaben machen, erstens die Opfer nie zu vergessen und zweitens alle überlebenden Kinder vor einem solchen Schicksal zu bewahren.
Oder so, würden wir annehmen.
Können wir unsere diesbezüglichen Annahmen prüfen?
Leider ja.
Horror zum Herunterladen
Aus der Frühphasen-Diktatur Großbritannien wird aktuell vom Rapegang-Report berichtet.
Nein, lasst mich korrigieren: In Großbritannien wurde gerade ein Bericht veröffentlicht, aus dem sich ergibt: Mit Rückendeckung mindestens durch aktives Wegschauen der britischen Polizei und Behörden haben in den letzten Jahrzehnten, laut mehreren britischen Untersuchungsberichten, vor allem muslimisch-pakistanische Gangs zweihundertfünfzigtausend britische Mädchen missbraucht (therapeganginquiry.org, 17.6.2026).
Es ist Horror.
Horror, den man herunterladen kann: therapeganginquiry.org
Eine Überlebende berichtet – sie war 12 oder 13 Jahre alt –, wie ihr eine leere Whisky-Flasche eingeführt wurde und die dann abbrach (rmx.news, 5.6.2026).
Eine Überlebende berichtet, zusammen mit etwa 15 bis 20 weiteren Opfern in Hundekäfigen im Laderaum eines Lieferwagens eingeschlossen worden zu sein. Dann kamen Hunde dazu und Männer wetteten, ob die Tiere die Mädchen vergewaltigen würden. Das Opfer berichtet, wie sie festgehalten und gezwungen wurde, einem der Männer in die Augen zu schauen (parallelparliament.co.uk, 1.6.2026).
Opfer berichten, zwischen Dutzenden von Männern pro Nacht weitergereicht worden zu sein. Die zumeist minderjährigen Opfer wurden geschlagen, gewürgt und gefoltert, um gefügig zu bleiben. Einige Opfer berichten von hunderten Männern (theexposenews.com, 17.6.2026).
Der Missbrauch war systematisch. Die Opfer wurden zwischen britischen Bezirken verschoben.
Was aber taten die Behörden? Es passierte doch in der Community?
Nun, der größte Teil der Täter waren Männer mit pakistanisch-muslimischem Hintergrund.
Und die Opfer waren Briten.
Die Angst, Rassist zu heißen
Die Antwort ist dokumentiert. Der Jay-Bericht von 2014 hielt fest, dass mehrere Sozialarbeiter in Rotherham sich erinnerten, von Vorgesetzten ausdrücklich angewiesen worden zu sein, die Ethnizität der Täter in ihren Berichten nicht zu nennen (foxnews.com, 26.8.2014). Die Angst, als Rassisten zu gelten, war institutionell – kein individuelles Versagen, sondern Dienstvorschrift. In Telford weigerte sich die Polizei, südasiatische Tatverdächtige zu verfolgen, weil es »zu politisch inkorrekt« gewesen wäre (bbc.co.uk). Ein Beamter gestand dem Vater eines Opfers, man könne den Missbrauch nicht öffentlich machen – »with it being Asians, we can’t afford for this to be coming out« (pressreader.com, 20.1.2020). Der neue Rape Gang Inquiry Report von MP Rupert Lowe benennt den Mechanismus direkt: Die Institutionen, so der Bericht, »feared being labelled ,racist‘ or ,Islamophobic‘ more than they feared failing the girls to whom they owed a duty of care« – »community cohesion« und muslimische Wählerstimmen wurden konsequent über den Schutz der Kinder gestellt (therapeganginquiry.org, 16.6.2026).
Sterbende Wale, digitaler Totalitarismus
Letztens war ein sterbender Wal tagelang das Riesenthema im deutschen Boulevard. Davor empörte die »virtuelle Vergewaltigung« einer Mehr-oder-weniger-Prominenten die deutschen Händeringenden – bis hin zu Demonstrationen für mehr digitalen Totalitarismus! (Siehe dazu Essay »Virtuelle Gewalt, reale Überwachung«.)
Wenn aber im »europäischen« Großbritannien tatsächlich Mädchen in geradezu dämonischer Dimension missbraucht werden, ist es deutschen Leitmedien kaum eine Schlagzeile wert. Bei bild.de finden sich above the fold dringendere Meldungen wie »Diese deutschen Sauvignon Blancs sind „hervorragend“« (bild.de, 19.6.2026). Die 20-Uhr-Propaganda arbeitet sich aktuell wieder mal an Trump ab (tagesschau.de, 19.6.2026).
Frag deinen Kollegen oder Nachbarn, welche Nachricht ihn aktuell beschäftigt. Wahlweise wird er über Merz oder über AfD schimpfen. Die hunderttausendfache Hölle der jungen Mädchen von Großbritannien empört ihn nicht, denn die Propaganda hat ihm nicht angeordnet, sich zu empören.
Was würden die Leute tun, wenn sich der flammende Abgrund auftäte und eine Schulklasse verschlänge?
Wir wissen die Antwort: Die Leute würden das tun, was sie heute tun – nichts.
Der Abgrund, den du leugnest
Jaja, Nietzsche hatte gewarnt, dass zu lange in den Abgrund zu blicken es mit sich bringt, dass der Abgrund zurück in dich blickt. Wollen wir den Abgrund also »zur Sicherheit« lieber ganz leugnen?
Der Abgrund, in den du zu lange blickst, blickt in dich zurück. Doch der Abgrund, dessen Existenz du leugnest, wird dich bald verschlingen.
Ich verstehe die britischen Behörden, leider. Das Handeln der britischen Behörden wirkt nur so lange inkohärent und irre, wie man davon ausgeht, dass die Regierung das Land erhalten und das Wohl des Volkes mehren will. Wendet man dagegen die Theorie an, dass Großbritannien eine Lethokratie ist und alles Handeln darauf zielt, wird das böse Handeln der Regierung tatsächlich logisch.
Und ich verstehe sogar die Mitmenschen halb, wenn sie nicht wahrhaben wollen, dass passiert, was passiert. Es ist ein Horror, für den unsere Empathie schlicht nicht ausgelegt ist.
Mut zum Hinschauen
Ich erinnere mich heute ein weiteres Mal an die Worte des Heiligen Paulus an die Epheser. Ich tat es im Februar (im Essay »Was du heute tust«). Ich tat es über die Jahre davor immer wieder, etwa kurz davor im harten Text »Charlie Kirk ist tot«.
Ich will nicht leugnen, dass passiert, was passiert. Ich hole mir aber Mut zum Hinschauen, indem ich die Erklärung vorab lese:
Denn wir haben nicht mit Wesen von Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit den (überirdischen) Mächten, mit den (teuflischen) Gewalten, mit den Beherrschern dieser Welt der Finsternis, mit den bösen Geisterwesen in der Himmelswelt.
– Epheser 6:12
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Der Essay Der Abgrund, den du leugnest von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/der-abgrund-den-du-leugnest/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!
