Umfragetief: Schock für Grüne – Gut für Deutschland
20.08.2024 · Lesezeit 4 Minuten · Bild-Titel: »Rückkehr der Vernunft«
Die Grünen fallen in den Umfragen auf den niedrigsten Wert seit sechs Jahren, so wird aktuell berichtet! (etwa: focus.de, 19.8.2024)
Bei der INSA-Umfrage vor drei Tagen liegen die Grünen in der aktuellsten Umfrage auf 11 Prozent, heute sind sie noch darunter gerutscht (via wahlrecht.de).
Die Regierungskoalition kommt zusammen auf 32 Prozent. Nach den Umfragewerten könnte man von einer »Minderheitsregierung« reden.
Und natürlich wissen wir, wer regieren würde, wenn Deutschland wirklich eine Demokratie im vollen Sinne des Wortes wäre. Die CDU kommt auf 30 Prozent, die AfD auf 19 Prozent. Wenn man die Sonstigen mit 7 Prozent herausrechnet und die umbenannte SED mit 3 Prozent auch, hätte eine CDU-AfD-Koalition eine solide, stabile, seriöse Mehrheit – weit sinnvoller als die Schwachsinnskoalition, die sich aktuell »Regierung« nennt.
Aber nein, wir wissen natürlich, dass Friedrich »Blackrock« Merz das nicht zulassen wird. Lieber wird dieser »Merkel 2.0« das Land als Schwarz-Rot-Grün endgültig von der Klippe der Geschichte stürzen lassen. Er selbst wird nicht mit herunterdonnern – er ist ja Pilot, in mancherlei Sinn des Wortes.
Aber gut, die Grünen sind runter auf 11 %. Das ist die schönste Meldung des Tages – und dann kommen dann die anderen Meldungen. Es wurde zuletzt etwas still um den Wärmepumpen-Wahnsinn von Habeck und seinen Kumpels im Wirtschaftsministerium. Doch jetzt liest man plötzlich doch wieder davon.
Laut einem aktuellen Bericht will die Bundesregierung nämlich den Förderbetrag für Wärmepumpen kürzen (focus.de, 19.08.2024). Um mal eben 2,4 Milliarden Euro.
Ach ja, auch die »Förderung für stromintensive Unternehmen« wird wohl um eine einige Hundert Millionen Euro gekürzt.
Was für ein Irrsinn: Erst machen sie Strom super teuer (und langfristig unzuverlässig). Dann sehen sie, dass Unternehmen auch deshalb abwandern. Dann bieten sie an, etwas vom Schaden, den sie anrichten, zu kompensieren – aber natürlich nicht für alle Unternehmen, denn Chancengleichheit wäre Kapitalismus, dies aber ist Öko-Sozialismus.
Oder, für Privathaushalte: Erst wollen sie Leute dazu bringen, umgebaute Klima-Anlagen als Heizung einzubauen – wohlgemerkt, während sie Strom verteuern und verknappen! –, dann wollen sie den Schwachsinn subventionieren – und dann streichen sie die Subventionssumme.
Ich habe mal die Grünen als eine »Partei wie ein Affe mit Maschinengewehr« bezeichnet. Mit Verlaub, wir tun durch diesen Vergleich den Affen unrecht, denn bei den Grünen müssen wir eben doch davon ausgehen, dass sie wissen, was sie tun.
Von Außen sind Blödheit und Bosheit nicht zu unterscheiden, ich weiß. Doch spätestens, wenn einer die üblen Folgen seines irren Tuns klar sieht, und statt aufzuhören diese noch verschärft, müssen wir von Bosheit ausgehen.
Und also bleibt die »gute Nachricht des Tages« – um nicht zu sagen: »der Strohhalm des Tages, an den sich die verbliebene Hoffnung klammert«, dass die Grünen sinken – auf 11 Prozent. Es ist fast wie mit dem Wasserglas, das der Optimist als »halbvoll« und der Pessimist als »halbleer« bezeichnet. (Erweiterung: Der Pragmatiker trinkt es aus – und der Paranoide schüttet es aus, weil er vermutet, dass das Wasser vergiftet ist.)
Ein Pessimist könnte zum Umfragetief der Grünen anmerken, dass offenbar noch immer 11 Prozent der Wähler – also mehr als jeder zehnte – einen an der Klatsche hat. (Wobei in Tendenzbetrieben wie dem Staatsfunk die Zahl der Grünwähler höher ist, anderswo damit weniger. Das ist eben so mit Statistiken.)
Der Optimist aber könnte sich freuen, dass der Menschenverstand wieder stark wird in Deutschland. Was ein Schock für die Grünen ist, ist gut für Deutschland.
Hört ihr auch diese Stimme heute? Eine Stimme vom Umfragenhorizont her. Und diese Stimme sagt: Ich bin der Verstand – der Menschenverstand. Ich kränkelte zuletzt, war etwas schwach. Doch, wehe ich gesunde! Wehe, ich komme wieder! Dann wird so mancher rufen: »Wehe uns! Der gesunde Menschenverstand!«
Ich beschließe heute einfach, mich zu freuen. Ich weiß nicht, ob es jemals zu einer Qualifikation der Vernunft in Deutschland kommen wird (wenn ich etwa die antidemokratische Hetze eine Michael Kretschmer höre, kommen mir Zweifel). Doch man wird bescheiden in diesen Zeiten. Dass etwas weniger Wähler komplett durchgeknallt sind, darüber beschließe ich mich heute zu freuen!
Weiterschreiben, Wegner!
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