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Es passiert von Zeit zu Zeit, dass die Propaganda etwas sagt, das wie grammatisch und syntaktisch richtige Sprache klingt, und doch tut sich dein Gehirn schwer, den Inhalt zu verstehen.
Das könnte daran liegen, dass die Propaganda etwas fordert oder behauptet, was schlicht unmöglich oder gefährlich unscharf ist. (Etwa: »Wir schaffen das.«)
Oder wenn die Propaganda versucht, Begriffe aufzulösen oder umzudeuten. (Etwa wenn sie Männer in Frauenkleidern qua Gesetz zu Frauen erklärt.)
Manchmal aber schlägt unser Bullshit-Sensor an, weil wir spüren, dass zwar ein bestimmtes Wort verwendet wird und auch halbwegs sinnvoll sein könnte, in Wahrheit aber ein ganz anderes Konzept gemeint ist.
So geht es mir bisweilen mit dem Wort »Rassismus«.
Gänzlich losgelöst
Wenn Presse und Politik des Propagandastaates von Rassismus reden – und extra laut vom Kampf gegen Rassismus – was meinen sie wirklich?
Eigentlich bedeutete Rassismus mal, einen Menschen aufgrund seiner Hautfarbe zu be- und verurteilen.
Im Kontext der quasi-religiösen Critical Race Theory sollte Rassismus erweitert und umdefiniert werden. Es sollte nur noch Rassismus sein, wenn ein Vorurteil mit Macht verbunden wurde.
In der Denkweise vieler Linker ist Rassismus also gänzlich von »Rasse« losgelöst.
Zu den Absurditäten der neuen Rassismus-Erklärung gehört, dass es nicht Rassismus sein soll, wenn zehn arabische Schüler eine weiße Schülerin aufgrund ihrer Ethnie quälen. In neu-linker Definition sind Weiße immer in einer »Machtposition«, unabhängig von der konkreten Situation.
Dagegen kann es »Rassismus« sein, wenn ein afrikanischer Ex-Muslim den Glauben eines europäischen Islam-Konvertiten kritisiert, da Kritik am Islam nur aus »Vorurteilen« motiviert sein kann.
Macht und Vorurteil
Der Rassismus-Vorwurf zählte lange Zeit zu den wirksamsten Attacken im politisch-rhetorischen Arsenal westlicher Propagandastaaten. (Und nur dort! Im Rest der Welt – und der Menschheitsgeschichte – würde man für die Verwendung von »Rassismus« als Vorwurf schlicht ausgelacht.)
Weil aber Rassismus als Begriff nichts mehr mit »Rasse« zu tun haben soll, sondern mit potenziell ätherischen Konzepten wie Macht und Vorurteil, braucht es Institutionen, die festlegen, welche Phänomene denn überhaupt als Macht beziehungsweise als Vorurteil gelten sollen. Praktischerweise erledigen das dieselben Akademiker und sonstigen Propagandisten, die auch Rassismus neu definieren. Damit aber erzielen sie selbst eine Machtposition in der Gesellschaft – zumindest solange die Leute sich vor dem Rassismus-Vorwurf fürchten.
Bedrängt und benachteiligt
Die neue Definition von Rassismus fand ein Vakuum vor, eine weitgehende Abwesenheit tatsächlichen Rassismus’ in der westlichen Gesellschaft – solange diese mehrheitlich weiß war (und mit weiß meinen wir und die: westlich geprägt).
Mit den Einwanderungswellen des frühen 21. Jahrhunderts kehrte allerdings auch echter Rassismus in den Westen ein, in die Schulen, Behörden, Redaktionen: der Hass auf Weiße und auf weiße Kultur durch Nicht-Weiße.
Die Propaganda besteht aber darauf, dass importierter Rassismus gegen die Gastgeber kein Rassismus sei. Es sei unerheblich, dass Weiße aufgrund ihrer Hautfarbe und Kultur gehasst, bedrängt und benachteiligt werden, denn nach akademischer Definition existiert ja kein anti-weißer Rassismus.
Zur Entscheidung gezwungen
Teile der linken Akademia scheinen mental unentwegt mit »Anti-Rassismus« beschäftigt zu sein. Hört man aber genauer hin, hört es sich an wie offener Hass auf Weiße. Und Weiße stehen in deren Lingo stellvertretend für Westen, westliche Kultur und moderne Zivilisation.
Wir kennen es, wenn das Geschwätz der Propaganda sich merkwürdig schräg anhört, weil etwas nicht stimmt. Das Reden von Rassismus und Anti-Rassismus ist ein solcher Fall – weil da ein Wort aktiv und bösartig falsch verwendet wird.
Die Propaganda sagt, dass der Staat gegen Rassismus kämpft, doch das ergibt erst dann einen Sinn, wenn man »Rassismus« ersetzt, und zwar durch »Kultur, Erbe und Tradition«.
Der vorgebliche Kampf gegen Rassismus ist tatsächlich ein Kampf gegen Tradition, Kultur und Erbe – und damit ein Kampf für die Auslöschung des Westens.
Dies sind die Zeiten, dies ist die Entscheidung, in die du gezwungen wirst: Entweder du lebst damit, heute als »Rassist« beschimpft zu werden.
Oder dein Gewissen wird dich eines Tages damit quälen, dass du verraten und verloren hast, was deine Väter dir vererbten.
Weiterschreiben, Wegner!
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