Habt ihr davon gehört? Ein linker Mob schart sich zusammen, um zu attackieren, was uns heilig ist. Was uns wichtig ist. Was uns mindestens wichtig sein sollte.
Ihr antwortet hier vermutlich wieder: »Ja, diesen Refrain kennen wir, doch zu welcher Strophe singen wir ihn heute?«
Ich formulierte derart
»Trochu života do toho umírání!«, so sagen die Tschechen bekanntlich. »Etwas Leben in dieses Sterben!« bedeutet das. Ich zitierte es bereits etwa in »Kalifat, wann?« oder in »Hurra, wir bekommen Raketen!«.
Etwas Leben, das soll heute etwas Spaß im Kopf bedeuten. Und ich meine schlicht, dass ich es zu einem Teil dieses Essays mache, sein Knochengerüst und seine Organe offenzulegen.
Ich habe diesen Text mit einer einleitenden Meta-Beschreibung eines aktuellen Ereignisses begonnen, aber so formuliert, dass es auch auf ein anderes Ereignis passt.
Dann verwirrte ich euch, indem ich genau diese textliche Selbstbetrachtung als klärendes Hindernis aufstellte.
Der Titel und die Einleitung (die auch bei X, bei Facebook und in den Mails erscheinen) enthalten Hinweise auf ein aktuell vieldiskutiertes Ereignis.
Doch nach der ersten und zweiten Einleitung werde ich zunächst über ein anderes Ereignis berichten. Damit will ich einen thematischen Kontext schaffen, der eine weiter greifende Deutung des geteaserten aktuellen Ereignisses nahelegt.
Wenn beides erledigt ist, werde ich ein paar Schlussworte formulieren. Zwei oder drei Sätze, mit denen ich dokumentiere, wie ich selbst meinen Kopf zu ordnen versuche, wenn ich diese Dinge höre.
Auf denn!
Die Meldungen
Jene andere Meldung also, die ich zwecks weiterem Kontext und als aktuelle Deutungshilfe anbieten will, ist aus Frankreich im Jahr 2023.
Im Juli 2023 in Nantes attackierte ein linker Mob eine christliche Buchhandlung (catholicarena.com, 10.7.2023). Der Vorwurf der linken Schläger lautete, die Bibel sei »faschistisch« und die Betreiber der Buchhandlung demzufolge »Faschisten«.
Frankreich ist, angeblich auch aufgrund seiner »kolonialen Geschichte«, ein extra tolerantes Land. Das bedeutet praktisch, dass Kirchen brennen, Synagogen attackiert werden und gelegentlich auch mal ein Priester ermordet wird. (Siehe dazu etwa die Essays »Ist es besser, eine katholische Kirche niederbrennen zu lassen, als dass ein Protestant beim Löschen hilft?« und »Und wieder ein Priester«. Und siehe viele weitere aktuelle Berichte über Frankreich, etwa thecatholicherald.com, 15.5.2025.)
Ein linker Mob aber – nach einigen Berichten mit migrantischer Beteiligung –, der sich zusammenrottete, um eine christliche Buchhandlung zu attackieren, weil Bibel und Christentum angeblich »faschistisch« seien, das war und bleibt paradigmatisch. Es entlarvt, was »Faschist« im Sprachgebrauch der »Linken« und »Guten« wirklich bedeutet: Wer bewahren will, was wertvoll ist und uns am Leben hält.
Geteaserte Meldung
Die in Titel und Einleitung dieses Essays als Aufmacher fungierende Meldung ist natürlich erst das Treffen der AfD in Gießen.
Ihr habt darüber gelesen, etwa bei apollo-news.net, 29.11.2025. Eure Nachbarn und Kollegen haben derweil über dasselbe Ereignis die dreisten Lügen des Staatsfunks gehört (siehe dazu @UlrichVosgerau, 09.11.2025).
Denn nicht die politische Veranstaltung war das eigentliche Ereignis, sondern der Aufmarsch zigtausender gewaltbereiter linker Demokratiefeinde (aber ich wiederhole mich). In böser deutscher Tradition wollen sie den demokratischen Akt stören, womöglich verhindern. Tausende Polizisten verteidigten (noch) die Demokratie gegen linke Schläger.
Die Situation in Gießen eskaliert zusehends. Auf der Autobahn kommt es zu Auseinandersetzungen. Linksradikale werfen mit Pyro. Im Ort Heuchelheim sollen Wasserwerfer auffahren.
– @niusde_, 29.11.2025
Zur Absurdität der deutschen Lage im Jahr 2025 gehört, dass nicht nur die Polizei, sondern vermutlich auch einige der demokratiefeindlichen Banden mindestens indirekt von Steuergeldern finanziert werden (vergleiche @SeibtNaomi, 29.11.2025). Steuergeld im Kampf gegen Steuergeld, und das Land driftet derweil wer weiß wohin.
Moral und Schluss
Ich habe nun also zwei Meldungen nebeneinander gestellt: eine Attacke auf eine christliche Buchhandlung aus dem Jahr 2023 und aktuelle Attacken regierungsnaher Gruppen auf eine politische Veranstaltung der deutschen Opposition.
Durch diese Auswahl und Anordnung implizierte ich, dass beide Meldungen im Kern etwas Wesentliches gemeinsam haben; das sollte ich zum Schluss auch ausformulieren.
Beide Ereignisse, die Attacke auf die christliche Buchhandlung (weil die Bibel »faschistisch« sei) und auf die Opposition (auch irgendwas mit »Faschisten«), sind tatsächlich Attacken auf den freien Westen selbst.
Erst das Christentum hat die moderne weltliche Welt geschaffen. Also den Teil der Welt, in welchen selbst rasende Christenhasser einwandern wollen, weil es sich dort recht gut leben lässt. Die AfD will schlicht Deutschland bewahren – die übrigen Parteien demontieren Deutschland aktiv. Wer aber das Gute bewahren will, der wird als »Faschist« verunglimpft und attackiert.
So viel Wut und Wahnsinn wert
Die letzten Sätze meiner Essays sind regelmäßig die schwierigsten.
Den Zerfall der Zeiten in leichtfüßigen und ausreichend unterhaltsamen Worten zu dokumentieren, geht mir mit etwas Übung leicht von der Hand.
In den Scherben der Gegenwart aber etwas vom Funkeln der Geschichte zu finden und das dann auch noch in die Zukunft leuchten zu lassen, das ist echte Arbeit.
Für heute will ich dies versuchen: Es sind nicht buddhistische Buchgeschäfte, die von linken Mobs attackiert werden. Es waren nicht die Piraten, gegen welche die Schlägertrupps aufmarschierten. Die Wut der Linken richtet sich gegen die, die etwas bewahren wollen – und deren Anliegen die Kraft hat, auch tatsächlich eine Veränderung zu bewirken.
Die Linken werden sagen, dass unsere Anliegen böse sind. (Aber gut, in deren Augen sind Islamisten-Aufmärsche und das Verheizen von Soldaten in sinnlosen Kriegen moralisch gut. Das Werturteil von Linken ist wenig wert.)
Wir sagen, dass das Bewahren des Guten selbst wieder gut ist.
Wir werden uns mit denen im Werturteil nicht so bald einig werden.
Die Attacken der Linken belegen allerdings, dass wir uns in einem Punkt einig sind: Unser Anliegen hat Kraft.
Jene, die uns attackieren, fürchten die gesellschaftliche und moralische Kraft unserer Werte. Deshalb attackieren sie uns, deshalb wollen sie uns zum Schweigen bringen. Mit ihren Attacken aber belegen sie die Kraft unserer Sache!
Wenn unser Anliegen denen so viel Wut und Wahnsinn wert ist, sollte das Motivation für uns sein, für unser Anliegen weiter die notwendige Arbeit und Ausdauer aufzubringen.
Weiterschreiben, Wegner!
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Der Essay Wut und Wahnsinn in Gießen von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/wut-und-wahnsinn/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!
