Dushan-Wegner

31.03.2023

Kessel und Katharsis

von Dushan Wegner, Lesezeit 9 Minuten, Siehst du auch die Clowns?
Westen in Abwärtsspirale. Morde, von Medien schöngefärbt. Hexenjagden gegen politische Gegner wie Trump. Unis gehen an woken Wahnsinn verloren. Die deutsche Elite aber macht derweil Rekordschulden und trinkt Schaumwein mit Charles: Spätdeutsche Dekadenz.
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Liebe Leser, ich werde in diesem Essay schreckliche Ereignisse aus der ganzen Welt listen. Wirklich schreckliche Ereignisse.

Ich dokumentiere die Gegenwart – Teile fürs Ganze.

Ich hoffe auf Katharsis.

»Katharsis« ist ein altgriechisches Wort – geschrieben: κάθαρσις –  und bedeutet Reinigung.

Es ist eine ähnliche Art von Reinigung wie die des katholischen Fegefeuers und wohl auch der Beichte.

Oder wie die Traumabewältigung der Psychotherapie.

Die Konfrontation mit den Auslösern unserer Angst, das Eingestehen unseres Bedauerns, unserer Trauer und ganz besonders unserer Fehler – »Sünden« – all das kann unsere Seele erleichtern.

Welttournee

Jede »Auswahl des Schrecklichen« ist natürlich unvollständig und subjektiv. Ich fange in Deutschland an, hangle mich dann auf den amerikanischen Kontinent weiter.

In Deutschland erleben wir in diesen Wochen das täglich neue Scheitern der Ampel-Koalition an sich selbst, zusammengehalten vom politischen Klebevermögen der Figuren, die in einer gerechten Welt das Laub im Stadtpark aufharken müssten, um sich zu ernähren. Der Twitterer @nikitheblogger, 22.3.2023 bringt es auf den Punkt: »Mittlerweile weiß jeder im Land, dass diese Ampel-Regierung nicht funktioniert und diese Parteien nicht zusammenpassen. Sogar die Ampel-Regierung selbst weiß es. Das einzige, was diese Regierung noch zusammenhält, ist die Angst vor der AfD bei Neuwahlen …«

Ich bin mir auch der übrigen und dauernden Probleme in Deutschland bewusst (siehe /liste) – in den ersten Orten leben bereits mehr sogenannte Flüchtlinge als Deutsche, und der Staatsfunk des Propagandastaates preist ein »friedliches Miteinander« (zdf.de, 28.3.2023) – während sie unter der medialen Decke halten, wenn und wo es nicht ganz so friedlich läuft.

Ist aus den USA denn eine erneute Rettung der deutschen Demokratie zu erwarten? Hahaha – nein.

In den USA plant man derzeit den digitalen Totalitarismus mit faschistischem Einschlag. Im vorgeblichen (und wahrscheinlich nicht ernst gemeinten) Kampf gegen die chinesische Überwachungs- und Psychomanipulations-App »TikTok« planen Republikaner und »Demokraten« gemeinsam den »RESTRICT Act« (siehe englische Wikipedia). Tatsächlich würde dieses neue Gesetzespaket aber eine drakonische Überwachung des Internets einführen, sodass die Mullahs im Irak und die Kommunistische Partei Chinas sagen werden: »Na, jetzt übertreibt ihr es aber ein wenig!«

Es ist ja nicht nur Tucker Carlson von Fox News, der vor dem neuen US-Irrsinnsgesetz dringend warnt (foxnews.com 27.3.2023). Sogar stramm auf Globalistenkurs segelnde neulinke Medien wie das durchgeknallte »Vice« merken, dass es ein Problem ist (vice.com, 29.3.2023). Bei einer Allianz von Fox bis Vice – und der einhelligen Meinung auf Reddit sowieso –, bedeutet das nicht nichts!

In den USA läuft seit Jahren die Normalisierung der psychischen Eigenheit »Gender Dysphoria« (Irrtum darüber, welchem Geschlecht man angehört), Deutschland folgt, mehr oder weniger enthusiastisch, doch zum Glück noch mit etwas Abstand. Es ist in den USA inzwischen »neues Normal«, dass »Trans-Aktivisten« ihren Gegnern mit Mord drohen. »Trans-Rechte – oder sonst …«, sagt man, und bildet dazu verschiedene Schusswaffen ab  (siehe etwa reddit.com/r/conspiracy, 28.3.2023).

Die amerikanische Antifa hat Trans-Aktivismus als neue Rechtfertigung für Gewalt entdeckt. Man ruft zum »Trans Day of Vengeance« auf (thegatewaypundit.com, 29.3.2023). Trans-Aktivisten posieren dazu vor der Trans-Flagge mit schweren Waffen.

Wie dieses »Sonst« und diese »Rache« praktisch aussehen könnten, sah man letzte Woche womöglich in Nashville, Tennessee. Eine bekennende Trans-Person namens Audrey Hale stürmte eine christliche Privatschule. Drei Kinder und dazu drei Schulangestellte wurden ermordet, bis die Polizei die mordende Person stoppen konnte (siehe nypost.com, 28.3.2023).

Die Pressesprecherin der Gouverneurin von Arizona (»Democrats«) twitterte nach jenem Mord das animierte Foto einer Frau mit zwei gezückten Pistolen und schrieb dazu: »Us when we see transphobes«; zu Deutsch: »Wir, wenn wir Transphobe sehen (dailymail.co.uk, 29.3.2023).«

Gegeben, dass die Anschläge sich gegen eine christliche Schule richteten, bleibt da wenig Raum für Deutung. Die Pressesprecherin ist inzwischen zurückgetreten. Doch auch so ist dokumentiert, dass dieses Denken in so manchen Köpfen der »Guten« wuchert.

Die »Democrats« in den USA haben sich inzwischen wirklich des letzten Restes von Schamgefühl entledigt. Weil sie fürchten, dass Trump in 2024 trotz des Einsatzes von Zuckerberg & Co. (npr.org, 8.12.2022) die Wahl gewinnen könnte (es hilft nicht, dass sich Widerstand gegen Zuckerbergs Wahlfinanzierung regt, siehe apnews.com, 38.3.2023), betreibt der vom Soros-Clan finanzierte Staatsanwalt Alvin Bragg (foxnews.com, 30.3.2023) die Anklage gegen Trump, wegen reichlich lächerlicher Vorwürfe rund um ein Schweigegeld an eine Erotik-Darstellerin (die »neue« Bild-Zeitung scheint geradezu euphorisch darüber: bild.de, 31.9.2023). Juristen und Medien in den USA geben so offen wie selbstbewusst zu, dass es sich um eine »Hexenjagd« handelt, die das Recht spektakulär selektiv anwendet, um Trump fertigzumachen. In politico.com, 30.3.2023 heißt es schon im Titel des Kommentars: »Trump Seems to Be the Victim of a Witch Hunt. So What?«; zu Deutsch etwa: »Trump scheint Opfer einer Hexenjagd zu sein. Na und?«

Hinsichtlich des sechsfachen Mordes durch die Trans-Person ringt das FBI noch mit sich, ob man das von der mordenden Person hinterlassene Manifest veröffentlichen soll (nypost.com, 29.3.2023). Zyniker scherzen sarkastisch: »Das FBI wird es veröffentlichen, sobald sie es fertiggeschrieben haben.«

US-Medien (und viele »Aktivisten« online) sind derweil besonders besorgt, dass der Mord an Kindern und Lehrern ein negatives Licht auf die »Trans-Community« werfen könnte (vergleiche news.sky.com, 29.3.2023).

Die öffentliche Debatte in den USA ist derart abgedreht, dass nach diesem Anschlag die Medien und die Politik sich beinahe auf die Seite des Mörders zu stellen scheinen. Nach einem Mord an drei christlichen Kindern und drei Angestellten einer christlichen Schule erklärt Bidens Sprecherin, dass ihr Herz bei der Trans-Community sei, aus welcher ja der Täter stammt (@townhallcom, 30.3.2023).

Es ist aber ein weltweites Phänomen! In Großbritannien erzählt mirror.co.uk, 30.3.2023 ein Schmachtstück über die »kindliche« Kunst der Täterin, die »Kinderbücher hätte machen können«. Tja, was wohl passiert ist, das das Gehirn dieses Menschen derart durcheinander brachte?

Die Bild-Zeitung berichtet derweil über den Fall (bild.de, 29.3.2023) und spricht von »emotionalen Störungen« der Tatperson, doch es gelingt ihr, kein einziges Mal das Wort »trans« zu schreiben. Ob diese partielle Faktenblindheit mit dem kürzlichen Austausch der Bild-Chefs zusammenhängt (Essay vom 18.3.2023)? Rätsel über Rätsel.

Ach, ich könnte noch viele, viele Symptome dafür aufzählen, dass die westliche Welt sich in einer immer schneller drehenden Abwärtsspirale befindet. Ich könnte aktuell etwa den Fall der sinnlosen Tötung eines 37-jährigen Vaters namens Paul Stanley Schmidt nennen (vancouversun.com, 28.3.2023). Er wurde vor den Augen seiner 3-jährigen Tochter abgestochen, als er im toleranten Vancouver vor einer Starbucks-Filiale einen Herrn namens Inderdeep Singh Gosal darum bat, nicht direkt in der Nähe des Babys seine E-Zigarette zu rauchen. Ich habe leider den Fehler gemacht, auf Twitter ein Video davon anzuklicken. Ich sah den Vater, der in seine eigene Blutlache hinein zusammenbricht und stirbt. Es sah in den letzten Sekunden erschreckend friedlich aus. Ich wünschte, ich hätte es nicht gesehen.

Nein, ich glaube nicht, dass es so bald besser wird mit dem Westen.

Neue alte Vernunft bräuchte es!

Gewissen.

Besinnung auf alte Werte, wie etwa: 2 + 2 = 4.

Doch woher soll neue Vernunft kommen?

Von den Journalisten etwa? (Hier probierte ich 10 Pointen – alle waren entweder nicht scharf genug – oder nicht legal. Sie wissen, was ich denke.)

Soll die Vernunft von den Universitäten kommen?

Ach, lassen Sie mich gar nicht erst von den Universitäten anfangen!

Meine Enttäuschung über diese braucht mehr als nur ein oder zwei Durchgänge kathartischer Reinigung. Haben Sie sich in letzter Zeit mit einem Studenten der »Geisteswissenschaften« unterhalten?!

Wo wir aber gerade über Kanada sprachen: Wie viele Studenten gehen dort wohl an jenen woken Wahnsinn verloren, der manchen neuen Horror erst möglich macht?

Im Dunstkreis der »University of Victoria« etwa wird schon mal wie selbstverständlich vom »intergenerational sex« geschwafelt (@cosminDZS, 21.3.2023), und damit ist nicht gemeint, wenn in einer 25-Jährigen die große Liebe für den 80-jährigen Milliardär entflammt, sondern etwa der sexuelle Missbrauch Minderjähriger, der euphemistisch auch »Pädophilie« genannt wird.

Es wäre beinahe lustig, wenn es nicht so brutal und folgenreich wäre. Die Top-Meldung jener Universität ist übrigens aktuell die anstehende mehrtägige Veranstaltung »Moving Trans History Forward 2023« – schauen Sie einfach selbst: uvic.com, 22.3.2023.

Die Ministerin für Kinder-Pflege in der kanadischen Provinz British Columbia war zuvor übrigens Gender-Professorin an eben jener »Universität«, und sie drohte damals via T-Shirt ihren politischen Gegnern mit dem Messer (@billboardchris, 29.3.2023). Es ist nicht nur ein Kult, es ist ein tödlicher Kult.

Diese Leute erfinden eine eigene parallele Welt und debattieren sie dann – vom Ersparten der Studentenfamilien durch horrende Studiengebühren finanziert. Wer seine Zeit und sein Geld an solchen »Universitäten« verschwendet, der kann sich auch gleich die horrenden Studentenkredite sparen und direkt als Burgerbrater oder Barista anfangen.

Burger zu braten und mit einem freundlichen Lächeln zu servieren oder Kaffee-Kreationen zuzubereiten sind wenigstens ehrliche Jobs, und meistens sind sie auch seelisch halbwegs erträglich. (Außer natürlich du bist Barista in Vancouver, da kommt zum Kaffeereichen das gelegentliche Aufwischen von Blutlachen vor der Ladentür hinzu.)

So viel Horror – und über Ukraine und Russland haben wir heute noch gar nicht gesprochen! (Hat jemand »größte Geldwaschmaschine jüngerer Geschichte gesagt«? Pfui, schämt euch!)

Die Konsequenzen einiger weiterer »kleinerer« Meldungen könnten erst noch einschlagen. Es wird aktuell etwa berichtet, dass China und Brasilien sich darauf verständigen, in Zukunft ihre Handelsbeziehungen ohne den Dollar zu pflegen; foxbusiness.com, 29.3.2023. War das nicht früher die Art von Meldungen, woraufhin die USA plötzlich einen Grund fanden, »Demokratie zu verbreiten«?

Etwas fällt auf

Mir fällt allerdings etwas auf: Erstaunlich viele der Probleme, die ich beschrieb, wären innerhalb von Jahresfrist lösbar, wenn eine Regierung sich aus diesen oder jenen Gründen dazu gezwungen sähe.

Es wäre jeweils ein simpler Verwaltungsakt, die Gender-Bullshit-Abteilungen an Unis zu schließen. Die Polizei wird sich nicht sperren, wenn ihr angeordnet wird, Menschen zu verhaften, die auf sozialen Medien mit Waffen oder Abbildungen von Waffen posieren und mit Gewalt gegen Andersdenkende drohen.

Sogar für das Problem der importierten Gewalt scheint man derzeit – versteckt unter dem Label des Umweltschutzes – eine Lösung mit geschichtlichen Vorbildern zu diskutieren: Die »15-Minuten-Städte« (siehe etwa oxfordmail.co.uk, 24.10.2022), die de facto eine romantische Umschreibung der Wiedereinführung von Ghettos sind: (digitale?) Mauer drum, Deckel drauf, Ruhe ist.

So schrecklich diese Schrecklichkeiten auch sein mögen: Wenn genug »Druck« aufkommt, ließen sie sich spürbar abmildern oder ganz beheben. Und der Druck könnte ja irgendwann aufkommen. Hat man in Deutschland nicht an manchen Tagen den Eindruck, dass jemand es geradezu darauf anlegt, immer mehr Dampf auf den Kessel zu bringen, bis dieser »endlich« explodiert?

Katharsis suchen wir.

Etwas innere Ordnung.

»Ein Prost!«

Manche suchen ihre innere Ordnung im Spirituellen. Andere versuchen es mit Spirituosen. Man könnte sagen: Mit dieser oder jener Form des »Geistreichen«.

Hier bild.de, 30.3.2023 jubelt aktuell die Bild: »Ein Prost auf den König!«

Während ich dies zu Protokoll gebe, ist das erwähnte Wir-sind-wieder-Boulevard-Blatt in einem gefühlten Dutzend von Top-Meldungen damit beschäftigt, das schräge Schauspiel von Prince Charles im Bundestag zu dokumentieren.

Die Welt dreht durch. Deutsche können ihre Rechnungen nicht bezahlen, doch die Eliten feiern einander und trinken teuren Schaumwein – von unseren Steuern bezahlt und von den Schulden, die sie dem Land aufgebürdet haben. Spätdeutsche Dekadenz.

Während die Eliten einander zuprosten, meldet spiegel.de, 29.3.2023: »Rekordstand: Deutsche Staatsschulden steigen auf 2,4 Billionen Euro«.

Und so sind wir wieder in Deutschland angelangt – beziehungsweise jener Organisationseinheit, die heute diesen Namen trägt.

Fühlen wir uns »gereinigt«, nachdem wir es in Worten formulierten?

Wie wir zu sagen pflegen

Ich zumindest habe neu gelernt: Es war nie wichtiger als heute, seine Sinne beisammen zu halten, seine relevanten Strukturen zu kennen und Unwichtiges rechtzeitig loszulassen.

Und morgen wird es noch wichtiger werden.

Die Welt wird vorerst nicht ordentlicher werden, und unser Händeringen wird wenig daran ändern.

Es bleibt mir wenig übrig, als mir meine emotionalen Reaktionen einzugestehen und meine Ängste einzugestehen und dann mein Denken inklusive meiner Emotionen zu ordnen.

Oder, wie wir hier zu sagen pflegen: Ordne deine Kreise!

Weiterschreiben, Wegner!

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