17.06.2021

Pech gehabt!

von Dushan Wegner, Lesezeit 7 Minuten, Foto von Nick Fewings
In Berlin spielen Linke wieder Bürgerkrieg, zünden Barrikaden an, steinigen Polizisten. Schulen werden geschlossen. Mir tun die Kinder leid, die mit solchem Irrsinn aufwachsen, die haben halt »Pech gehabt«.
green grass on body of water during daytime
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Unsere deutsche Sprache darf auf allerlei schöne Worte stolz sein! Wir laben uns an anschmiegsamen Worten wie anschmiegsam oder kuschelig. Wir freuen uns an drolligen Worten wie drolligkauzig oder auch mal ulkig. Wir fühlen uns stark, wenn wir starke Worte sagen, wie stark oder immens, bombastisch, vorzüglich, vehement oder natürlich fulminant.

Doch dann gibt es ein Wort, einen Ausdruck und gleich mehrere Phrasen, das so unappetitlich ist wie Rachenschleim am Morgen. Es ist ein 4-Buchstaben-Wort. Es bezeichnet, technisch betrachtet, einen »Rückstand bei der Teerherstellung«. Es trägt eine weitere Bedeutung, und in jener verwenden wir es häufiger. Wenn Sie die Überschrift dieses Textes gelesen haben, dann kennen Sie das Wort (Ihre Augen sind vielleicht jetzt eben kurz nach oben geschnellt, zur Überschrift – willkommen also zurück!), und dieses Wort ist: Pech.

Pech, das hat (so Wiktionary) nicht nur etwas mit Teer zu tun. Pech ist auch ein »Misserfolg« und ein »unglücklicher Zufall« – was eine treffliche Brücke ist zu den neuesten Meldungen aus Berlin.

Der Fairness halber

Ein weiteres unfreundliches, und sogar derbes Wort ist »Bundeskloake«. Wenn Menschen dieses Wort sagen, meinen sie »Berlin«, und damit mal die Bundeshauptstadt samt Regierung, und mal den SPD-SED-Grüne regierten Failed State gleichen Namens und überschneidender Geographie.

Berlin ist bekannterweise die einzige Hauptstadt Europas, die das Bruttosozialprodukt des Staates senkt (statista.com, 18.10.2017). Die Grünen-Hochburg Berlin Friedrichshain-Kreuzberg ist der deutsche Rekordhalter für Syphilis-Erkrankungen (wobei auf die gesamte Stadt gerechnet, das von Henriette »Armlänge Abstand« Reker regierte Köln in Sachen Syphilis vor Berlin liegt, so taz.de, 10.12.2020). Der Fairness halber muss man zugleich notieren, dass nicht alles und alle in Berlin doof sind. Ein (womöglich sarkastisches?!) Beispiel: Nicht mal Berliner Obdachlose wollen sich mit Astra-Zeneca impfen lassen (so notiert taz.de, 26.3.2021). Zurück aber zum Pech!

In Berlin gibt es eine Straße, die ist nach der Hauptstadt von Lettland benannt. In der Rigaer Straße (hier eine Google Street View) gibt es ein Haus mit der Hausnummer 94, da hausen linke Hausbesetzer drin. Rechtlich gehört das Haus jemandem, der lieber anonym bleiben möchte. Was heißt »rechtlich« schon im »linklichen« Berlin? Am 16. Juni 2021 wollten der Eigentümer und die Polizei zur »Brandschutzbegehung« jenes Haus aufsuchen. Das fanden die linken Besetzer nicht so super, deshalb machten sie Bürgerkrieg.

Die Linken errichteten brennende Barrikaden. Als Polizisten sich näherten, versuchten die Linken, die Polizisten buchstäblich zu steinigen. Insgesamt wurden 60 Polizisten verletzt (fr.de, 16.6.2021). Ein Mittwoch in Berlin halt.

Die Grundschule in der Rigaer Straße wurde bis Ende der Woche geschlossen. Eine Kindertagesstätte bat die Eltern, ihre Kinder sofort abzuholen (fr.de, 16.6.2021). – Und dann?

Eine »unwichtige« Frage

In den sozialen Medien wurde mehrfach süffisant kommentiert: In München gefährdet ein linker Aktivist mal eben viele Menschenleben, verletzt zwei Menschen und zeigt allen Terroristen, wie sie eine Bombe in eine deutsche Sportveranstaltung bringen könnten (vergleiche Essay vom 16.6.2021). In Berlin errichten Linksextreme zum »Spaß« brennende Barrikaden, versuchen Polizisten zu töten und verletzten 60 von diesen. Aber womit ist der Bundes-Verfassungsschutz unter CDU-Mann Haldenwang augenscheinlich beschäftigt? Er beobachtet einen rechtsintellektuellen Kleinverlag (boersenblatt.net, 15.6.2021). Man ahnt, wo im Propagandastaat die Prioritäten liegen.

Greenpeace fiel zuletzt durch massenhaften Diebstahl und mehrfache Gefährdung von Menschenleben auf, was bereits verletzte Opfer ins Krankenhaus brachte. Im Propagandastaat gilt aber der, welcher verbotene Dinge denkt und schreibt, als extra gefährlich – und wohl nicht der, welcher im Kampf für das »Moralische« das Leben von Menschen gefährdet.

Und da ist noch eine weitere Angelegenheit, die mir am linksextremen Bürgerkrieg in der Rigaer Straße auffällt. Es ist eine »kleine« Sache, eine »unwichtige« Frage für die-da-oben.

Was, wenn die Eltern zur Arbeit mussten, deren Kinder von der Schule nach Hause geschickt wurden? – Das linke Berlin sagt den Eltern: »Pech gehabt! Im Kampf für die linke Sache können wir auf eure Arbeitsplätze keine Rücksicht nehmen.«

Was für eine Zukunft ist Kindern beschert, die in einem Umfeld leben, wo extreme Linke »normal« sind? Diese Kinder haben womöglich eben »Pech gehabt«.

Ich denke an die Hochburgen linken Irrsinns, ob in Berlin oder anderen linken Löchern. Mir wird bewusst, dass da Kinder groß werden wollen und sollen. Und die haben womöglich eben »Pech gehabt«. (Es wird seinen Grund haben, weshalb eine gute Zahl der in linken Stadtteilen ansässigen Linken, wenn sie erst Eltern werden, ihre Kinder so weit weg wie möglich zur Schule schicken; siehe etwa spiegel.de, 24.2.2016.)

»Tja, Pech gehabt« – so klingt der Anfang eines Lebens, das wenig Chancen hatte, noch bevor es begann.

Pech, wie Teer

Pech, das ist ein Misserfolg. – Ein Misserfolg ist das Gegenteil eines Erfolgs. Kratzt man an der Oberfläche dieser Gegenteiligkeit, kommt bald die ganze Grausamkeit ans Licht, speziell in diesem Kontext.

Ein Erfolg, das ist etwas, das man sich verdiente. Uns klingen Sätze in den Ohren wie: »Diesen Erfolg hast du dir ehrlich verdient!«

Das Pech dieser Kinder ist aber etwas, dass sie sich nicht verdient haben. »Pech gehabt!« bedeutet für zu viele in linken Umständen aufwachsende Kinder: »Du wirst scheitern, und es gibt wenig, dass du daran hättest du können.«

Pech ist das Gegenteil von Erfolg. Aber: Erfolg ist etwas Verdientes. Das Pech mancher Kinder im linken Propagandastaat ist unverdient, unschuldig – und damit: grausam ungerecht.

Pech ist der unglückliche Zufall. Man könnte sagen: Pech zu haben, das ist das Gegenteil eines Wunders. Ein Wunder ist der sehr glückliche Zufall. Ein Wunder ist die unerwartete und unwahrscheinliche, aber doch mögliche und sehr glückliche Wendung der Ereignisse. Ich selbst hoffe ja noch aufs Wunder! Das Pech aber ist ein Anti-Wunder. Manches Kind wächst heute in Verhältnissen auf, wo man sagt: »Pech gehabt!«

Das Pech ist ein Singular-Wort. Es gibt nur ein Pech, und einmalig ist lediglich die Art, wie und warum es sich diesem oder jenem an die Hacken klebt. (Zur Vertiefung sei das Stichwort »Anna-Karenina-Prinzip« genannt; siehe Wikipedia.)

Das Pech, es kann wie Teer sein, der sich ein Leben lang an die Hacken des Kindes klebt. Pech ist, wenn die blöde Stadt dir einmal zu oft sagte: »Tja. Pech gehabt!«

Auf die Gestalten

Ich wünsche jedem einzelnen Kind in Berlins armen Stadtteilen, dass es diese meine Ahnungen grob Lügen straft! Ich wünsche den Lehrern wie auch Eltern in den Brennpunkten, dass sie all mein düsteres Mitgefühl als überflüssig widerlegen. Ich wünsche es mir, wie ich mir wenig andere Dinge wünsche.

»Tja, Pech gehabt« – es trennt, denn die anderen hatten eben Glück.

»Pech gehabt«, das sagt der Bergsteiger, wenn er seinen unrettbaren Kumpanen loslässt, so dass dieser in die Tiefe stürzt oder im ewigen Eis zurückbleibt.

Ein Volk, das sich angewöhnt, den eigenen Kindern »Tja, Pech gehabt!« zu sagen, wie wird seine Zukunft sein?

Berlin ist ein Failed State, und zwar vor allem geistig, seelisch und moralisch. Es sind ja nicht nur die heutigen Kinder in den Schulen, die »Pech hatten«!

Die Linksextremen in den besetzten Häusern, ihre Gehirne von Chemikalien und Ideologie zerfressen, auch sie hatten »Pech gehabt«. All die vergebenen Chancen! All die ungenutzten Leben! Während ich dies schreibe, öffnet die Berliner Polizei die Tür des linken Müllhaufens mit einer Kettensäge (bild.de, 17.6.2021). Ist das wirklich, worauf Deutschland seine Zeit und Aufmerksamkeit verschwenden muss! Die Welt dreht sich ja weiter. – Wir seufzen, und wir zucken mit den Schultern. Wir wollen stets die Wahrheit sagen: Ich spüre Wut auf die Gestalten in Redaktionen und, ja, auch mancher Schule, die erst das Gift verbreiteten, welches diese Leben in Dreck und Verbrechen enden ließ.

Ich dich schon

Uns bleibt an diesem Punkt wenig übrig, als uns redlich drum zu bemühen, dass niemand uns sagen wird: »Pech gehabt!«

Wir eröffneten diesen Essay erst mit schönen Worten, und dann kam ein derber Ausdruck dazu. Wir wollen in umgekehrter Reihenfolge schließen.

Hier ein derber Ausdruck, der uns davor bewahrt, »Pech gehabt!« zu hören: »Vorbeugen ist besser als auf die Schuhe zu kotzen!«

Ja, beugen wir dem Pech vor, so gut wir ihm vorzubeugen vermögen. Und wenn das Schiff Deutschland so arg schlingert, dass uns übel in der Magengegend wird, dann beugen wir uns vorbeugend weit über die Reling vor (und, ganz wichtig, erledigen das zu Erledigende niemals gegen den Wind).

Mir fallen viele schöne Wörter ein, die ich lieber hören möchte als Pech!

Sommerabend wäre ein schöneres Wort. Lieblichkeit ein anderes. Und wie könnte ich einem Lächeln widerstehen, wenn man mir vom Gänseblümchen berichtet?

Ich wünsche mir, dass niemand einen Anlass hat, zu uns zu sagen: »Pech gehabt!« – Die Leute sollen andere Worte zu uns sagen können. Unkomplizierte Worte. Erfreuliche Worte.

Etwa: Gut gemacht!

Oder: Klug, dass du dran gedacht hast!

Vor allem aber: Ein wenig beneide ich dich schon.

»Weiterschreiben, Wegner!«

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