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Ein Video aus den 80er-Jahren kursiert derzeit in den Sozialen Medien. Und die Leute – ich nicht ausgenommen – sind geschockt, sind wehmütig, sind ratlos.
Es ist der knapp 1 Minute lange Werbeclip der Firma Rasierklingen-Gillette. Hier ist es, via YouTube:

Wir sehen weiße Männer zwischen dreißig und vierzig Jahren. Schlank und sportlich. In Anzügen, im Business, im Sport. Erfolgreich oder um Erfolg kämpfend. Guter Dinge.
Wir sehen ihre Frauen, die ihnen Mutmachen. Eine Hochzeit – auch den stolzen Vater des Bräutigams. Einen Vater, der mit dem Sohn die erste Rasur spielt, während er sich rasiert – es ist schließlich Werbung für Rasierklingen.
Das erste Auto. Schwimmen im Meer. Die Frau, die ihrem Mann in die Arme läuft – Mutmach-Musik und Zeitlupe.
Und so weiter.
Die Re-Postings dieses Videos werden begleitet von wehmütigen Kommentaren wie: »Es sieht aus wie rechtsextreme Propaganda, doch es ist bloß ein ganz-normaler Werbeclip aus den 80-ern.«
Rechtsextrem ist heute Sprach-Code für Werte, die außerhalb des politisch Gewünschten stehen.
Perfekte Bebilderung bleibt der Anfang der Covid-Panik. Erst galt die Warnung davor als rechtsextrem und natürlich rassistisch, weil ja China involviert war. Dann sah man, welche Möglichkeiten für Freiheitsberaubung und Zerstörung westlicher Gesellschaft das Virus bot, also wurde über Nacht um 180° umgeschwenkt: gefährlicher Rechter war nun, wer davor warnte, auf die Meldungen überzureagieren.
Ja, es fühlt sich so an, als würde es als »rechtsextrem« gebrandmarkt, wenn ein Mann eine glückliche Familie haben will. Wenn er in Job und Sport über sich selbst herauswachsen will. Wenn, um es so altmodisch wie präzise zu sagen, ein Mann auch wirklich ein Mann sein will.
Wir haben das Gefühl, dass diese Werbung heute als »rechtsextreme Propaganda« gelten würde, weil höhere Mächte beschlossen haben, dass Männlichkeit politisch unerwünscht wird.
Ja, genau jene Werte und Tugenden, welche die weltweite Zivilisation erfand und erbaute, werden von Propaganda und Gehirnwäsche als »toxische Männlichkeit« abgetan.
Der weiße Mann soll bald in der Ukraine oder bald in Russland sterben, oder sich optional zur Frau umoperieren lassen, oder sich zumindest mental kastrieren und auf die nächste Pro-Regierungs-Demo gehen.
Die träge Mehrheit wird lieber sterben und ihren Kindern ein Trümmerfeld hinterlassen, bevor sie es wagen, als Außenseiter gebrandmarkt zu werden.
Nein, wir werden die 80-er oder 90-er nicht zurückbekommen. Es war eine gute Zeit. Ich habe die Erinnerung, auch wenn sie verblasst. Meine Kinder haben nur YouTube-Videos und unsere Erzählungen. Unsere Kinder kennen die Welt nur als Abfolge von Krisen, von denen sie keine verschuldeten, aber alle werden ausbaden müssen.
Nun, kurz vor der Corona-Panik veröffentlichte dieselbe Firma Gillette einen Werbeclip, in dem sie gegen »toxische Männlichkeit« hetzte:

Die Guten in dieser Anzeige sind zumeist schwarze Männer. Weiße Männer kommen zumeist nur als böse Bullies vor – oder als »bekehrte« Weichlinge, die in der Sprache grüner Kindergärtnerinnen daherplappern.
Vor die 1968-er
Wie soll also ein Mann heute wissen, was ein Mann ist? Was, wenn sein Vater, so vorhanden, kein Vorbild ist, da auch er von Feminismus und Propaganda, von Alter oder wirtschaftlich-sozialer Realität gebrochen ist?
Wir werden auf der Suche nach der Männlichkeit zurückgehen müssen. Einige Jahrzehnte zurück. Ins letzte Jahrtausend.
Vielleicht sogar noch vor die 1980-er.
Am besten noch vor die 1968-er.
Und dann schauen wir, was heute noch und wieder funktioniert – weil es über Jahrhunderte und Jahrtausende davor funktionierte.
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Der Essay Der Mann ist unerwünscht von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/der-mann-ist-unerwuenscht/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!
