2.5.2018

Eine einfache Wahrheit

von Dushan Wegner, Lesezeit 8 Minuten, Bild von Shabu Anower
Resettlement, Refugees Welcome etc setzen voraus, dass via Polit-PR eine einfache Wahrheit ausgeblendet wird: Denken führt zu Handeln – Handeln führt zu Erfolg & Misserfolg. Wer unkritisch Denken importiert, importiert auch dortige Erfolge & Misserfolge.
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Refugees Welcome, Resettlement und all die anderen Schlagworte zur großen Umsiedelung benötigen eine bestimmte Unschärfe, um verkauft werden zu können. – Genauer ausgedrückt: Es gibt eine unangenehme Wahrheit, die mit enormem Polit-PR-Aufwand ausgeblendet wird.

Ich will versuchen, mich dieser unangenehmen und folglich verleugneten Wahrheit in dokumentierten Schritten zu nähern.

Kurse und Vorträge

Der um Bildung und Zivilisation bemühte Westler liest Bücher, mit deren Hilfe er sein eigenes Denken reflektiert. Er besucht Kurse und Vorträge, in denen er lernt, sein Denken zu verfeinern.

In der Schule wird präzise Argumentation und logisches Denken trainiert. Kinder sollen lernen, tolerant und weltoffen zu denken. Die einen Westler üben sich darin, wie Gewinner und Gründer zu denken, die anderen Westler üben sich in politischer Korrektheit, aber beide entwickeln ihr Denken weiter.

Die westlichen Denkschulen sind nicht alle gleich, doch in einem Punkt herrscht große Einigkeit: Das Denken bestimmt das Handeln.

Ethisch betrachtet

Gut und Böse sind die Eigenschaften von Handlungen.

Dinge haben für sich keine ethischen Qualitäten. (Mit einem Messer lässt sich Brot schneiden – oder ein Mensch töten. Mit einem Stein lässt sich ein Haus bauen – oder die Polizei angreifen.)

Es ist umstritten, ob Ideen alleine eine ethische Qualität haben. Ideen sind in Wesen und Konsequenz so eng mit Handlungen verknüpft, dass es auch uns schwer fällt, Ideen ganz »neutral« zu behandeln. Es fällt uns schwer, die antisemitischen Schriften etwa eines Martin Luther (»Von den Juden und ihren Lügen«) oder eines Karl Marx (»Zur Judenfrage«) zu lesen, ohne ethische Abscheu zu empfinden – auch weil wir deren spätere schreckliche Wirkungsgeschichte kennen.

Und doch: Wenn ein harmloser Verrückter in der Straße einen wirren Gedanken blubbert, sind wir weniger ethisch empört, als wenn ein Mensch mit Vollmacht und Handlungsmöglichkeit dasselbe sagt. Es scheint, dass Ideen vor allem dann und deshalb so ethisch befrachtet sind, wenn und weil sie regelmäßig (und wenig überraschend) zu handfesten Handlungen führen.

Rätselhafte Prominenz

Nehmen wir an, dass zwei Händler in derselben Straße ihren Laden aufmachen. Beide verkaufen sie Obst. Der erste Händler aber hält seinen Laden sauber, poliert die Äpfel morgens auf und grüßt jeden Kunden mit einem Lächeln – der zweite tut all dies nicht. Nehmen wir weiter an, dass alle sonstigen Bedingungen gleich sind: Welcher der beiden Händler wird mehr Erfolg haben?

Die Handlung eines Menschen führt zu entsprechenden Ergebnissen. Selbstredend spielen »Privilegien« eine Rolle – siehe die rätselhafte Prominenz eines adligen und reichen Ex-Doktors mit vielen Vornamen. Doch in der publizierten Debatte erleben wir allzu oft, dass mit angeblichen »Privilegien« von Dritten die eigene Faulheit zum Problem der Gemeinschaft gemacht werden soll. Wer kann, der kann, und wer nicht kann, der ruft nach Quote.

Außerhalb des linken Populismus ist man sich jedoch einig, dass kluge Handlungen meist zu Erfolg führen, und dumme Handlungen meist zu Misserfolg.

Der Umkehrschluss ist nicht nur zulässig, sondern wichtig und lehrreich: Wenn einer oft Misserfolge einfährt, dann sind wahrscheinlich seine Handlungen in der Tendenz dumm. Wenn einer oft Erfolge einfährt, sind wahrscheinlich seine Handlungen in der Tendenz klug.

Zwischensumme

Wir wollen das bislang Gesagte zusammenfassen: Das Denken eines Menschen bestimmt sein Handeln. Das Handeln eines Menschen ist es, das ethische Qualität trägt, doch das Denken ist damit fast untrennbar verknüpft. Das Handeln eines Menschen kann zum Erfolg oder zum Misserfolg führen.

Pragmatische Konsequenz 1

Wenn ein Mensch immer wieder ethisch böse handelt oder Misserfolge einfährt, dann wäre es ratsam, sein Denken zu hinterfragen. Und, entsprechend: Wenn ein Mensch immer wieder Erfolge einfährt und Handlungen ausführt, die sich nachhaltig (!) als ethisch gut erweisen, dann wäre es ratsam, sein Denken zu verstehen und von ihm zu lernen.

Selbst wenn ein klug denkender Mensch durch äußere Umstände oder einen eigenen Fehler einmal einen Misserfolg einfährt, so ist das kein dauernder Zustand bei ihm; er wird später den Fehler korrigieren, und mindestens ausgleichen.

Und, entsprechend: Selbst wenn ein dumm denkender Menschen einmal durch Zufall oder durch einen Moment der Klarheit einen Erfolg einfährt, so wird er es später durch eigene Dummheit wieder zunichtemachen.

Wenn du einen Menschen siehst, der immer wieder Erfolge einfährt, dann lerne von seiner Art zu denken. Wenn du einen Menschen siehst, der immer wieder Misserfolge einfährt, dann hüte dich vor seiner Art zu denken.

Pragmatische Konsequenz 2

Der wirtschaftliche Erfolg der USA wird auch auf die calvinistische Ethik zurückgeführt. Der Erfolg Chinas weniger auf den Kommunismus als mehr auf den Konfuzianismus (den die Kommunistische Partei aus gutem Grund hochhält). Der Erfolg Deutschlands ließe sich plausibel auf protestantische Arbeitsethik und/oder katholischen Gehorsam zurückführen.

Sie können im Kopf ja einige wirtschaftlich und wissenschaftlich erfolgreiche Staaten und Gruppen durchgehen. Sie werden im Kern stets eine Denkart finden, die Fleiß, Verantwortung, Disziplin, Neugier und Bescheidenheit vor der Sache fördert.

Sie können im Kopf ja einige wirtschaftlich und wissenschaftlich weniger erfolgreiche Staaten und Gruppen durchgehen. Prüfen Sie, ob jene Gruppen nicht unter Umständen regelmäßig die Verantwortung für eigenes Versagen auf andere Gruppen oder »das Schicksal« schieben, ob sie sich hinter einer Ideologie verschließen statt Neugier zu üben, ob sie die Lösungen zu kennen meinen, bevor sie die Mühe aufbringen, die notwendig wäre, um die Sache zu verstehen.

Denken führt zu Handeln, und Handeln führt zu Erfolg und Misserfolg. Dies gilt nicht nur für den Einzelnen, dies gilt auch für Gruppen von Menschen. Anhand des Erfolgs oder Misserfolgs eines Landes lässt sich etwas über die vorherrschende Denkart sagen.

Die Schuld am Kuchen

An dieser Stelle könnte ein gutmeinender Ideologe einwenden: Moment, Herr Wegner, geben Sie Menschen und Völkern die Schuld an ihrem eigenen Unglück? Sagen Sie also quasi, »selber Schuld«?

Meine Antwort ist: Falsche Frage! »Schuld« ist ein Begriff aus der Juristerei und der christlichen Dogmatik. Ich bin kein Jurist und mein Verhältnis zum Christentum ist mehr kulturell und theoretisch.

Ich halte mich in dieser Angelegenheit eher an die Denkweise des Buddhismus. Man könnte die Lehre des Siddhartha Gautama als die Lehre von der Konsequenz bezeichnen: Tue das eine, dann passiert das andere – was passiert, ist stets die Folge von etwas anderem.

Oder so: Trägt ein Bäcker die »Schuld« am Kuchen? Die Frage wäre unsinnig. Die Handlungen des Bäckers führten zum Kuchen; sie hätten selbst dann dazu geführt, wenn er sie »aus Versehen« ausgeführt hätte, etwa schlafwandelnd – die Frage nach der Schuld wollen wir den Kirchen, Gerichten und Caféhäusern überlassen.

Homer, Plutarch oder Ovid

Um einem Gedanken mehr Autorität zu verleihen, hat es sich als nützlich erwiesen, ihn als Zitat einem prominenten Denker in den Mund zu legen. Früher wurden ganze Werke im Namen von Homer, Plutarch oder Ovid verfasst. Heute müssen Albert Einstein und Benjamin Franklin so oft als Urheber für Gedanken verschiedener Reflexionsgrade herhalten, dass man nicht einmal das einfach so glaubt, was diese Herren tatsächlich gesagt haben.

Ein Zitat, das oft Peter Scholl-Latour zugeschrieben wird, lautet: » Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst Kalkutta.«

Dieses Zitat empört schon inhaltlich jene, die nichts als ihre Empörung vorzuweisen haben. Dass das Zitat aber so erfolgreich ist – wer auch immer sein erster Urheber war – das gibt einen Hinweis darauf, dass in ihm eine wichtige Wahrheit enthalten sein könnte.

Die UN, die EU, gewisse Stiftungen und Pseudo-Zivilgesellschafts-Vereine sind mindestens bereit, Menschen aus erfolglosen Gebieten in großer Zahl nach Europa, sprich: Deutschland, umzusiedeln. Es ist keine »Verschwörungstheorie«, sondern ist unter Begriffen wie »Resettlement« leicht selbst zu recherchieren. Parallel wird geltendes Recht außer Kraft gesetzt (Aufhebung der Grenzkontrollen, wenn man nur »Refugee Syria« sagt und/oder Pass weggeworfen hat), und es werden beträchtliche Summen in die Dämonisierung aller Kritiker dieser Rechtsaufhebung gepumpt.

Was die Motivation hinter solchem westlichen Suizidalismus ist, darüber kann man höchstens spekulieren. Es lässt sich jedoch sicher sagen, dass die staatliche und staatsnahe PR zur Masseneinwanderung ein zentrales theoretisches Ziel hat: Dem Bürger soll eingeredet werden, dass das Elend in den Herkunftsländern der Einwanderer nichts mit der dortigen Denkart zu tun hat, und dass nichts davon mit in die Zielländer hinüber transportiert wird. Wer es wagt, die in allen anderen Zeiten und Weltteilen gültige Wahrheit auch auf diese Gruppe anzuwenden, wird bis heute mit Unterstützung des Staates beschimpft und bedroht bis zur versuchten Vernichtung seiner Existenz.

Hinter der blinden Refugees-Welcome-Begeisterung der Diekmann-BILD, der Öffentlich-Rechtlichen und all der anderen merkelnahen Outlets steckte und steckt als Prämisse, ohne welche die Begeisterung schnell als Irrsinn entlarvt würde: »Die Krisengebiete Nordafrikas unterscheiden sich von allen anderen Krisengebieten der Welt und der Geschichte darin, dass dort Erfolg und Misserfolg nichts mit der Denkart zu tun haben, und deshalb können beliebig viele Menschen ohne negative Konsequenzen in den Westen aufgenommen werden.«

Diese Prämisse ist fundamental falsch. Historisches Handeln aufgrund von falschen Prämissen führte immer zu Leid und Zerstörung, und hier ist es nicht anders.

Es ist einfach

Ich weiß nicht, was unsere Mächtigen und ihre Zuflüsterer antreibt, basierend auf einer solchen Wahrheitsunschärfe zum Nachteil des eigenen Landes zu handeln.

Ich will tun, was ich kann, und sagen, was ich weiß. Ich will jener Unschärfe eine einfache Wahrheit gegenüberstellen – was sonst kann ich tun?

Es ist einfach: Denken führt zu Handeln. Kluges Denken führt zu Handlungen, die oft Erfolg ernten. Dummes Denken führt zu Handlungen, die oft Misserfolg ernten. Dies gilt in Europa, in Asien, in den USA und es gilt in Afrika.

Wenn Europa unkritisch die Denkweise aus gescheiterten Regionen einführt, welche Konsequenzen wird das für Europa haben? Wer Millionen Menschen einlädt, der lädt auch ihr Denken ein. Ihr Denken wird hier dazu führen, wozu es dort geführt hat.

Denken führt zu Handlungen. Handlungen führen zu Erfolg oder zu Misserfolg – eine wichtige, einfache Wahrheit.

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