Sind Donald und Kamala ein Paar, und ist sie von ihm schwanger? Nun, wir wissen es nicht genau, doch aktuelle Bilder legen es nahe. Echt oder fake – was meint ihr?

Nur, weil du es mit deinen eigenen Augen gesehen hast – oder etwa gar nur ein Bild davon gesehen hast – ist es noch lange nicht so passiert!

Schaut euch etwas das Bild hier an:

Fake-Bild, generiert von Grok (KI)

Wir sehen Donald J. Trump, in einer sehr persönlichen Szene mit der hochschwangeren Kamala Harris.

Natürlich ist das Bild »fake«. Es wurde von künstlicher Intelligenz generiert. Namentlich von »Grok«, einem weiteren Elon-Musk-Projekt. (Es sei angemerkt, dass Grok auf dem Open-Source-Model »FLUX.1« von Black Forest Labs basiert. Für ein kommerzielles Massenprodukt aber ist Grok von atemraubend wenigen Zensurfiltern gebremst. Man muss anerkennen: »Typisch Elon Musk«. Mal sehen, wie lange das anhält.)

Wahrlich nicht nur unter kreativen Künstlern wird heute diskutiert, welche Rolle künstliche Intelligenz zukünftig in der Gesellschaft spielen wird. Manche diskutieren auch, ob künstliche Intelligenz das alles dürfen soll – als ob sich so ein Verbot global durchsetzen ließe. (Die tumorartige EU-Bürokratie wird wahrscheinlich versuchen, das in der EU zu »regulieren« – und den USA sowie China einen weiteren

Standortvorteil verschaffen.)

Die Realisten – wie etwa die Musikindustrie – diskutieren nur noch, Fragen wie ob und wie viel die Künstler (genauer: die »Rechteinhaber«), mit deren Kunst die neuen Algorithmen »trainiert« wurden, entschädigt werden. (KI-Betreiber können die Gegenfrage stellen, ob auch Kunststudenten alle Künstler, von denen sie lernten, dafür via Lizenzkosten bezahlen sollen.)

Nun, wie ihr vermutlich mitbekommen habt, benutze ich künstliche Intelligenz als ein weiteres kreatives Werkzeug. Ich verwende auch KI, um zu sagen, was ich euch zu sagen habe. Beispiel: Statt passende Thumbnail-Bilder in Datenbanken zu suchen, lasse ich Bilder nach meinen inhaltlichen Vorgaben generieren. Statt stundenlang nur ungefähr passende Musik zu suchen und teuer zu mieten, schreibe ich einen Liedtext und sage dann der KI, mit welchem Stil aus meinen Worten ein neues Orignal-Lied erstellt werden soll.

Für jetzt verweise ich zum Thema »Künstliche Intelligenz« auf meinen Essay »Künstliche Intelligenz und Mäusespeck« von 2019 und dann auf den Essay »Künstliche Intelligenz wird mich nicht arbeitslos machen – und dich?« vom April dieses Jahres 2024.

Inzwischen verwende ich KI täglich und selbstverständlich, und es ist nicht ein »moralischer Wert der Handarbeit« oder anderer Künstlereitelkeiten, der mich heute grübeln lässt.

»Kunstschaffende künstliche Intelligenz« und realistische Bilder wie das mit Trump und der schwangeren Kamala erinnern mich an jene Wahrheit, dass die kognitiven Fähigkeiten des Menschen eher auf Steinzeit ausgelegt sind.

Unsere Institute und Staatssysteme sind eher auf spätes Mittelalter und frühe Neuzeit hin optimiert. Westliche Weisheit ist im allerbesten Fall die Renaissance-Interpretation der Antike.

Die Philosophien der übrigen Kulturgruppen dieses Planeten greifen ebenso um Jahrhunderte oder Jahrtausende zurück. Mir scheint aber, dass die eine oder andere Kultur durch einen ordentlichen Schuss Pragmatismus den Westen ein- und überholen könnte. Überholen in einem überlebenswichtigen Aspekt nach dem anderen – nicht zuletzt etwa bei der Geburtenzahl.

Die Technologie aber, welche die klügsten der Menschen für uns alle geschaffen haben, ist eben nicht stehengeblieben. Nicht in der Steinzeit, nicht im Mittelalter und nicht in der Renaissance.

Ich würde es als die »neue conditio humana« bezeichnen und als unser »Dreieck der Unzulänglichkeit«, was klügere Geister so beschrieben haben: Wir bedienen Technologie des 21. Jahrhunderts, mit Institutionen aus dem Mittelalter und kognitiven Fähigkeiten aus der Steinzeit.

Dieses »Dreieck der Unzulänglichkeit« beschreibt, warum uns Bilder wie das von Trump und der schwangeren Kamala zwar faszinieren, aber auch überfordern. Wir fühlen uns hilflos.

Künstliche Intelligenz kann komplett irreale Bilder schaffen, die von tatsächlichen Abbildungen der Realität bald nur noch durch logische Schlüsse zu unterscheiden sind, nicht mit den Augen und visueller Erfahrung

Unsere kognitiven Fähigkeiten sind hilflos. Unsere Institutionen sind hilflos. Und wenn Institutionen hilflos sind, aber doch handeln wollen, wird es gefährlich.

Die Möchtegern-Diktatoren der EU-Bürokraten wollen gegen »Desinformation« vorgehen, wie sie mithilfe von KI erstellt und massiv multipliziert werden kann. Man will künstliche Intelligenz regulieren, wie man alles regulieren will.

Wie definiert man aber »Desinformation« außer unter Bezug auf Orwells 1984?

Ist »Desinformation« jede Information, die nicht vom Wahrheitsministerium freigegeben wurde?

Ist »Desinformation« alles, was KI sagt? Ergibt »Zwei plus zwei« denn nicht »vier«, nur weil eine KI das korrekterweise so sagt? Ich habe als Beispiel hier nur ein offensichtliches falsches Bild von Donald und Kamala gezeigt. Vom Inhalt abgesehen fällt dieses Bild nur dadurch als »fake« auf, dass es optisch noch etwas zu glatt, zu perfekt ist, doch wir ahnen alle, dass auch dieses »Problem« bald behoben sein wird.

Erweitert euer Unwohlsein ruhig auf alle Informationen, die ihr erhaltet. Wir wissen nicht erst seit den RKI-Files, dass Regierungen die Bürger regelmäßig anlügen. Aktuell versuchen sie ja schon wieder, eine Panik zu lancieren.

(Nebenbei: Meine Vermutung ist, dass die gar nicht erst versuchen werden, die Menschen zu überzeugen. Die bestellen einfach Millionen Einheiten irgendwelcher Gen-Injektionen, lassen die Aktienkurse hochschießen, alle werden reicher – nur Land und Volk werden ärmer – und dann werfen sie den Dreck wieder weg.)

Ich habe keine Lösung für das KI- und Fake-News-Problem. Ich weiß, dass sowohl harmlose Spaßmacher, als auch böse Akteure, als auch vor allem Propaganda und Regierung täglich Lügen verbreiten (auch Lügen durch Weglassen ist Lügen) und dass unsere kognitiven Fähigkeiten gefährlich hilflos sind.

Weder du noch ich werden immer sicher entscheiden können, ob eine neue Meldung oder ein neues Bild die Wahrheit darstellt, eine Lüge oder etwas von beidem. Nur ein Trottel ist sich immer sicher.

»Ich weiß, dass ich nichts weiß«, so zitieren wir die Weisheit der Antike, doch präziser wäre: »Ich weiß als Nichtwissende.«

Natürlich müsst ihr von etwas sagen, dass ihr es »wisst«, sonst könntet ihr nicht in der Welt agieren und Entscheidungen treffen. Doch selbst wenn ihr »wisst«, bleibt euch dessen bewusst, dass kein Wissen absolut sein kann.

Werdet und seid euch bewusst, dass ihr euren Augen nicht trauen könnt. Lasst euren Verstand stets prüfen, ob das, was ihr selbst von den seriösesten Quellen hört, wirklich Sinn ergibt.

Und vor allem: Seid euch bezüglich nichts endgültig sicher – auch nicht dessen, dass es falsch ist.

Deine Augen blinzeln, dein Verstand will verstehen, doch hinter den Bildern ist nichts und wieder nichts – was hast du überhaupt gesehen?

Nichts ist echt, alles Illusion – du greifst ins Leere. Ein Traum im Traum … im Traum.

In diesem Sinne lasst uns hier – aus Anstand und zur Sicherheit – den bald frischgebackenen Eltern »Donald und Kamala« gute Gesundheit und viel Glück wünschen.

E-Mail-Abo

Lassen Sie sich automatisch benachrichtigen, sobald ich hier etwas Neues veröffentliche! (Gratis, jederzeit abbestellbar.)

Der Essay Desinformation und schwangere Kamala von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/donald-und-kamala/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!