17.03.2021

Friede den Betrunkenen, Knüppel den Aufmüpfigen

von Dushan Wegner, Lesezeit 5 Minuten, Foto von Massimo Adami
Jährlich sterben 74.000 Menschen an Tabak und Alkohol – keine Polizeiknüppel deswegen. Ein Zyniker: Klar, besoffene Bürger ertragen das alles heute braver, und wer sich das Hirn weichgesoffen hat, der glaubt auch, was er im Staatsfunk hört.
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Übrigens, zur Erinnerung: »6,7 Millionen Menschen der 18- bis 64-jährigen Bevölkerung in Deutschland«, so schreibt bundesgesundheitsministerium.de, »konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form.«

Und: »Analysen gehen von jährlich etwa 74.000 Todesfällen durch Alkoholkonsum allein oder bedingt durch den Konsum von Tabak und Alkohol aus.«

Wo wir aber von Menschen reden, welche ganz oder teilweise die Kontrolle über ihr Handeln verloren zu haben scheinen – was dieses Handeln keineswegs weniger gefährlich macht! – sind wird natürlich bei der aktuellen Politik.

Knüppel den Frechen!

Der Kampf gegen die Pandemie droht den Westen zur Hülle werden zu lassen; eine Hülle, in welche etwas ganz anderes eingefüllt wird.

Spätestens wenn, wie in den Niederlanden, die Polizei friedliche Bürger knüppelt und mit zähnefletschenden Hunden die am Boden Liegenden drangsaliert (zusätzlich zum Knüppeln, klar), wenn sie wildgewordene Schlägerbanden loslässt, die schon mal eine Bürgerin vor ein fahrendes Auto schubsen, wohl um zu zeigen, wer Chef ist, dann ist nicht mehr das Virus das größte, drängendste, nachhaltig verheerendste Problem.

Nicht nur für letztes Jahr in Thüringen und die USA galt: Wenn in fernen Ländern passiert, was derzeit in Deutschland und vorgeblich »guten« EU-Staaten passiert, dann bläst irgendeiner von Merkels peinlicher Truppe ganz betroffene Reden in die trübe Berliner Luft. So aber gilt: Wehe den Zweiflern, Knüppel den Aufmüpfigen!

»Cui bono?«

(Nebenbei: Können Sie aus dem Stegreif eine größere Maßnahme des merkelschen Propagandastaates nennen, die nicht zum massiven, brutalen, nachhaltigen Nachteil für Deutschland und die Deutschen war?)

Wenn ein Funktionär an Masken mitverdienen würde, dann wäre er motiviert, auf Steuerzahlerkosten viele Masken zu bestellen – und Bürger bestrafen zu lassen, wenn sie keine Maske tragen wollen. Die wahre Begründung für die Zerstörung der Natur durch »Windkraft« wäre noch zu formulieren. Dass Migration ein Milliardenbusiness für gutvernetzte Kreise ist, das könnte vielleicht ein Erklärungsansatz sein für jene rätselhaften Flüchtlingsheime, die gar nicht benötigt werden, deren Bau aber selbst Schäden anrichtet (und viel kostet); siehe etwa focus.de, 17.3.2021.

Was aber ist das »Cui bono?« von Polizeigewalt, Drangsalierung und willkürlicher Zerstörung gesellschaftlicher Grundlagen im Namen des Virus? (Zur Erklärung: Wikipedia erklärt »Cui bono?« als »Frage nach dem Nutznießer bestimmter Ereignisse oder Handlungen, beispielsweise von Verbrechen oder auch politischen Entscheidungen«.)

(Gefragt natürlich für den Fall, dass Impfbusiness, Testbusiness, die weitere Verlagerung von Macht, Geld und wirtschaftlicher Kraft an Globalisten, Konzerne und konzernartige Staaten als Antwort auf »Cui bono?« nicht genügen sollte.)

Was also dann?

An Tabak und Alkohol sterben jährlich also etwa 74.000 Menschen, so sagt die Regierung selbst. Selbst wenn man die propagandastaatliche Regel anwendet, dass Menschen nach einer Impfung nicht an der Impfung sterben, aber Menschen mit dem Virus am Virus gestorben sind, so liegt die Zahl der China-Virus-Toten in Deutschland laut Statistik noch immer unter der Zahl der Alkohol- und Tabak-Toten.

Warum also wird nicht (wie in gewissen anderen Staaten) auch auf Alkoholtrinker eingeprügelt? (Begründungen, die mit grundlegenden Werten wie »Freiheit« und »Selbstverantwortung« der Menschen argumentierten, würde man den Agierenden des Propagandastaates kaum abnehmen – was also dann?)

Eine Begründung wäre natürlich, dass der deutsche Alkoholkonsum zwar international recht weit vorn liegt, jedoch kein exponentielles Wachstum zu drohen scheint (siehe auch Essay vom 24.3.2020). Es wäre eine rationale Begründung, doch die Erfahrung der jüngeren Geschichte lehrt uns, dass dem Propagandastaat die Ratio so viel gilt wie das Wohl des Volkes: Man ist angewidert, es gilt als »rechts«, und bereits der Gedanke daran stört.

Eine weitere denkbare Begründung wäre, dass bei Alkohol und Tabak viel zu viele Leute am Konsum verdienen, während man beim Virus an den Maßnahmen dagegen verdient – siehe (nicht nur) gewisse Abgeordnete und auf andere Weise auch: Experten.

Ein zynischer Realist mit poetischem Hirn–, pardon: Einschlag, könnte allerdings mutmaßen: Die systemisch und inhärent motivierenden Gründe, warum auf Anti-Regierungs-Demonstranten eingeprügelt wird, ähneln denen, warum nicht auf Alkoholverkäufer eingeprügelt wird: Machterhalt.

»Nüchtern ist das alles ja kaum noch zu ertragen«, ruft der Bürger, und schüttet sich den Branntwein ein – und erträgt dann eben doch! Ein vergiftetes Volk ist ein duldsames Volk.

Mit dem Virus als vorgeschobenem Grund aber auf Abweichler einprügeln zu können und sie übel für das zu bestrafen, was man selbst ganz selbstverständlich tut, das ist: Machtdemonstration – und dient also ebenfalls dem Machterhalt.

Wenn der Bürger jedoch auch betrunken nicht mehr zu ertragen bereit ist, was ihm von den Marionetten angetan wird, und wenn er dagegen aufbegehrt und sein Aufbegehren ernst gemeint ist – dann werden die Männer mit den Schlagstöcken und die zähnefletschenden Hunde losgelassen.

… oder grab dich eben drunter durch!

Was also tun? Ich will, so meine Kraft noch reicht, mich einem drohenden Alles-Scheiße-Geist-der-Zeit entziehen, der einen dieser Tage wie ein Virus-der-Seele befallen könnte.

»… wenngleich nicht auf diesem Berge«, so zitierte ich im letzten August den Herrn von Goethe, und in der Einleitung schrieb ich: »Was soll man politisch unternehmen, wenn 50+x Prozent der Wähler dazu manipuliert wurden, gegen ihre eigenen Interessen zu wählen, solange die Propaganda ihnen dafür über den Kopf streichelt?!«

Ich ziehe heute aus meinem inneren Zettelkasten eine Weisheit meines eigenen Vaters hervor (erfahrene Leser wie auch mein mitlesender Vater… Hallo!) ahnen, welche das ist, nämlich: Es gibt immer einen Weg, sei es links vorbei, oder rechts vorbei, oder darüber, oder grab dich eben drunter durch!

Den Wahnsinn irregeleiteter, machtgeiler und teils wohl offen korrupter Politiker zu bekämpfen, das mag heute eine Aufgabe sein, aber gewiss nicht die erste der Aufgaben. Wir sind heute bedroht von Umständen, die uns innerlich destabilisieren könnten, die mit Geist und Seele anrichten können, was das Virus mit den Körpern jener anrichtet, die es so richtig erwischt.

Der erste Auftrag an den Einzelnen heute ist, so persönliche wie praktische Wege zu finden, die Hoffnung nicht zu verlieren, den Lebensmut nicht dranzugeben, im großen Wahnsinn kleine Zuversicht zu finden.

Was also sind, liebe Leser, ganz nüchtern betrachtet, die Träume, die aufzugeben Sie sich weigern?

»Weiterschreiben, Wegner!«

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