Anschlag auf Trump (Lücken in den Theorien)
14.07.2024 · Lesezeit 4 Minuten · Bild-Titel: »Habt ihr daran gedacht?«
Auf Präsident Donald Trump wurde geschossen. Ihr habt es in vielen Medien gehört. Und ich widerspreche einigen Deutungen dieses Ereignisses, deshalb schreibe ich diese Notiz.
Im US-Mainstream und im deutschen Mainstream ebenso versucht man, den Anschlag und Mordversuch herunterzuspielen.
In den USA verrenkt man sich, um das Wort »Assassination« zu vermeiden.
CNN machte sich, so höre ich, lächerlich, und sprach erst davon, dass Trump »hingefallen« sei.
(So wie Biden ständig hinfällt? Dann ist wohl JFK in Dallas auch nur sehr fies im Auto hingefallen.)
Ja, ich weiß, es schwirren sehr viele Theorien zu den »wahren« Tätern herum – in alle Richtungen. Ich kenne die Fakten, die bis zur Veröffentlichung dieses Videos in den Sozialen und Alternativen Medien kursieren. (Es kann sein, dass in wenigen Minuten und Stunden ganz neue Fakten ans Tageslicht kommen.)
Es gibt Leute, die sagen, es sei ein »false flag«. Sprich: Dass jemand, der nahe an Trump ist, einen Scharfschützen engagiert hat. Dieser sollte auf Trump schießen, aber ihn knapp verfehlen. Das würde Trumps Wahlchancen erhöhen.
Dafür spricht, dass mit diesem Anschlag tatsächlich Trumps dritter Wahlsieg praktisch sicher ist.
(Nein, ich habe mich nicht verrechnet.)
Dagegen spricht erstens, dass es schlicht wahnsinnig wäre, eine Kugel so nah am Gehirn vorbeifliegen zu lassen: Das Ohr ist ja blutig!
»False flag« würde logisch bedeuten, dass jemand zugleich super rational und super irrational handelt. Sorry, das passiert nur im Film, und das Leben ist kein Film – sondern meist viel simpler.
Gegen den »false flag« zur Erhöhung der Wahlchancen spricht aber auch, dass offenbar der Secret Service jenes Dach ignoriert hat. Der Secret Service wird von der Biden-Regierung befehligt. Warum sollten die eine solche Lücke lassen, um einen false flag möglich zu machen. – Womit wir bei der anderen Seite der Verschwörungstheorien wären!
Diese sind allesamt Varianten von: »Der Deep State hat versucht, Trump zu töten, aber Gott/Schicksal/Zufall hat ihn beschützt, weil er sich vorbeugte.«
Sorry, ich weiß, dass viele daran glauben wollen, doch auch darin sind logische Lücken.
Erstens: Wenn der »Deep State« wirklich Trump töten wollte, und dabei sichergehen wollte, ohne gleichzeitig einen Heldenmythos zu schaffen, würden sie doch wohl eher eine Spritze verwenden, oder etwas ähnlich Diskretes.
Zweitens: Wenn sie Trump aber wirklich erschießen lassen wollten, würden sie nicht einen Amateur wählen, der auf den beweglichen Kopf statt auf den relativ stationären Oberkörper zielt.
(Dagegen wiederum spricht der Fall JFK – wenn Oswald es tat.)
Doch selbst wenn sie auf den Kopf zielten, hätten sie dann wirklich so einen, mit Verlaub, jungen und unerfahrenen Schützen gewählt? Oder hätten sie ihm nicht Blanks gegeben und einen zweiten Profi engagiert, der garantiert nicht daneben schießt?
Sorry, auch die Deep-State-Theorie hat prima facie Lücken.
Man hört allerdings, dass in den letzten Tagen das Trump-Team immer wieder um verstärkten Schutz anfragte, was die Biden-Administration ablehnte.
Und da könnte eine Erklärung liegen, womöglich die leider plausibelste, aber nur mit einer Zusatzannahme.
Ein Beispiel: In der deutschen Regierung fällt wohl auch manche Entscheidung nicht in böser Absicht, sondern in ideologischem Reflex.
Ähnlich könnte ich mir gut vorstellen, dass die Bitte des Trump-Teams um verstärkten Secret-Service-Schutz reflexhaft abgelehnt wurde.
Man wusste zwar prinzipiell, was es bedeutet, wenn das Schutzniveau sinkt, doch man hatte es definitiv nicht zu Ende gedacht.
Leute, ich muss euch an »Hanlons Rasiermesser« erinnern, jenes logische Prinzip, welches lautet: »Schreibe niemals Böswilligkeit zu, was durch Dummheit erklärt werden kann.«
Statt »Dummheit« ließe sich auch »ideologischer Reflex« einsetzen, denn was ist ideologischer Reflex anderes als eine noch immer zu weit verbreitete Form politischer Dummheit?
Ja, nach den mir am Sonntagmorgen vorliegenden Infos sieht es tatsächlich nach einem verblendeten Amateur aus, der eine durch Schludrigkeit und/oder Unterbesetzung verursachte Lücke in der Security nutzte.
Wir sollten uns auch weiter dran halten: Prüfe alles, glaube wenig, denke selbst – und habe den Mut, zuzugeben, wenn du einfach etwas (noch?) nicht weißt.
Ich habe vor der ersten Trump-Wahl öffentlich zu Protokoll gegeben, dass ich Trump wählen würde.
Ich habe es beim zweiten Mal gesagt. Und ich sage es wieder.
Wenn nicht ein kommender Anschlag erfolgreich ist, werden vielleicht auch spät nachts angekarrte Briefwahlstimmen nicht Trumps dritten und diesmal wieder offiziellen Wahlsieg verhindern.
»God bless America«, sagen die Amerikaner. Ich sage: »God bless us all« – und ich gehe jetzt wandern.
Tut ihr auch etwas für eure Seele, eure innere Kraft! Wir werden alle noch viel innere Kraft brauchen.
Weiterschreiben, Wegner!
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Der Essay Anschlag auf Trump (Lücken in den Theorien) von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/anschlag-auf-trump/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!