26.06.2021

Wir dummen Hunde

von Dushan Wegner, Lesezeit 9 Minuten, Foto von Glenn Carstens-Peters
Würzburg: Somalier tötet 3 Menschen, verletzt mehr. – Fakt: Dass solche Leute in Deutschland sind und töten können, verdanken wir den Illusionen von Frauen wie Merkel, Roth oder Göring-Eckardt. Dass sie gestoppt werden, verdanken wir dem Mut von Männern.
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»Wie dumm er doch ist, dieser Hund«, so dachte das lyrische Ich. »Man schlägt diesen Hund. Man quält ihn. Man demütigt ihn. Man nimmt ihm, was er erbeutet. Man belohnt seine Dienste mit Undank.«

Weiter denke ich über den dummen Hund: »Und doch ist er treu. Und doch bellt er und fletscht bedrohlich die Zähne, wenn es gilt, die zu verteidigen, die zu verteidigen ihm aufgegegeben ist. Man prügelt den Hund und achtet ihn wenig. Man sagt seinen Namen wie ein mieses Schimpfwort. Und doch wird er keinen Wimpernschlag zögern, sein Leben hinzugeben für die, die er ›die Seinen‹ nennt. Was treibt den Hund?«

»Dumm ist er, der Hund«, so denkt das lyrische Ich, und es will nicht sagen: »Dieser Hund bin ja ich selbst!«

Dämonen und 3 Tote

In Würzburg hat ein Somalier drei Menschen brutal erstochen und 17 weitere zum Teil schwer verletzt. Er ist laut aktueller Berichterstattung im Unrechtjahr 2015 nach Deutschland gelangt. Er kämpft mit eigenen Dämonen. Er wurde eingewiesen. Warum aber war er überhaupt in Deutschland? Was war das Verfahren gewesen, wonach die Regierung beschloss, dass es dem Wohl des Landes wie auch des Volkes dienlich sei, ihn ins Land zu lassen?

Die Deutschen, die ich kenne, lassen ihre Dämonen beim Fußball oder bei Computerspielen ans Tageslicht – oder grübelnd über Genussmitteln. So haben sie es gelernt. Die Dämonen des 24-jährigen Somaliers von Würzburg nahmen ein langes Messer in die Hand. Der Somalier hatte es vor allem auf Frauen abgesehen. Man muss wieder sagen: Das Blut der Opfer klebt an den Händen der Gutmenschen (siehe auch »Die Schuld der Gutmenschen« von 2017). Metaphysisch hat in Würzburg jeder einzelne Bahnhof-Teddybär-Werfer und jeder Edle-Wilde-Rassist (siehe Wikipedia) mitgemordet.

Jedoch, dem leeren Himmel sei es wieder geklagt, diese Tat ähnelt vielen weiteren Taten. Die Realität wird wieder »normal«, wenn auch auf »neue« Weise. Das »neue Normal« ist, dass der somalische Totmacher von Würzburg vorschriftsmäßig eine FFP2-Maske trug. Ordnung muss sein, auch wenn man sich aufmacht, von inneren Dämonen getrieben, unschuldige Menschen zu ermorden.

Die Tat von Würzburg ist schockierend, aber nicht überraschend. Es wird mehr davon geben, so fürchten die Realisten und leugnen die Schuldigen. Das ist das veränderte Deutschland, auf das eine FDJ-Kollegin von Merkel sich so sehr freute.

Dank Smartphones und sozialer Medien ist es (noch) möglich, ein realistisches Bild zumindest der Szenen nach der Tat zu erhalten. Wir sehen Männer, teils nur einer, teils viele, die den Angreifer zu stoppen versuchen, ihn von weiterem Morden abhalten.  (Ich werde die Videos hier aus mehreren Gründen nicht verlinken, doch ich würde hartes Geld darauf wetten, dass Sie es finden können, so Sie wollen.)

Bis Verstärkung kommt

In einem der Videos sehen wir den hageren Somalier, wie er auf dem Barbarossaplatz von Würzburg umherläuft und aggressiv mit einem langen Messer fuchtelt. Wir wissen, dass er mit eben diesem Messer zuvor tötete und verletzte (welt.de, 26.6.2021, Stand 9:46 Uhr). Wir sehen aber auch noch eine weitere Person: Wir sehen einen jungen Mann, der mit einem Rucksack in der Hand versucht, den Somalier aufzuhalten. Später, so lesen wir, überwältigt die Polizei den Somalier, indem sie ihm in den Oberschenkel schießt. Im Video aber sehen wir den jungen Mann, der zäh den Täter aufzuhalten versucht.

In anderen Videos sehen wir gleich mehrere Bürger – es sind Männer – die mit Klappstühlen und anderen spontanen Behelfswaffen sich dem Täter in den Weg stellen.

Ich kenne den jungen Mann nicht. Er wird nicht gefeiert werden, denn er hat die »falsch Hautfarbe« – er ist weiß. Ich bewundere den Mut dieses Mannes. Er bringt sich in Gefahr, um das wirklich Gute zu tun. Er weiß sehr wohl, dass er wahrscheinlich von linken Idiot:innen des Rassismus geziehen werden wird. Anders als viele junge Menschen etwa in Israel ist er wohl nicht im Nahkampf ausgebildet, und er trägt auch keine Waffe. Sein vorsichtiger Mut hält den Täter auf, bis Verstärkung kommt.

Sie meinen, ich übertreibe es mit der These, dass ein Held mit der »falschen, nämlich weißen Hautfarbe« als Rassist gilt? Ich wünschte, es wäre so. Bei merkur.de wurde noch am Morgen des Folgetages getitelt: »Messer-Angriff in Würzburg: Passanten hetzen mutmaßlichen Täter und werfen Stühle – Söder reagiert« (merkur.de, 26.6.2021, Stand 6:14 Uhr, archiviert). Vermutlich nachdem anhand der Video-Aufnahmen klar wurde, dass die Männer, die sich mutig dem Mörder in den Weg gestellte hatten, gemischt »Bio-Deutsche« und »Nicht-Biodeutsche« waren, änderte man in der Schlagzeile »hetzten« zu »stoppen«. Der Unterschied zwischen »Hetzjagd« und »mutiges Aufhalten« liegt in deutschen Journalistengehirnen darin, ob man das Geschehen nutzen kann, um selbst gegen Deutsche zu hetzen.

Helden, nicht im Film

Ich will es wagen, ich will es sagen, und mögen sie mich dafür jagen: Es war der Heia-Popeia-Wahn von Gestalten wie Angela Merkel, Claudia Roth oder Katrin Göring-Eckardt, welcher die Grenzen öffnete (wenn auch mit reichlich Hilfe von rückgratlosen Männern – wir kennen ja deren Fratzen und Namen). Es sind mutige »kleine« Männer in den Straßen, welchen es dann obliegt, die Konsequenzen in Schach zu halten, ihre eigenen Frauen zu verteidigen, bis andere Männer den rettenden Schuss platzieren.

Es ist ja nicht das erste Mal, dass es diese Art von »Problemen« in Würzburg gab. 2016 hat ein 17-jähriger Afghane mit einer Axt die Fahrgäste des Regionalexpress angegriffen. Mehrere Fahrgäste wurden schwer verletzt. Die Polizei erschoss den Täter (dw.com, 19.7.2016). Aus Berlin meldete sich dann eine Gestalt namens Renate Künast mit dem sinnreichen Zitat: »Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!« (@RenateKuenast, 18.7.2016 / archiviert)

Diese speziellen Krisenlagen existieren ja nicht erst durch das Unrechtjahr 2015 (ergo: Merkel und ihre Helfer verschärften die Gefahr wissentlich). Wir erinnern uns etwa an Dominik Brunner, dessen mutige Zivilcourage 2009 ihn sein Leben kostete (siehe Wikipedia). Und manchmal hat Europa dabei »Glück im Unglück«, etwa wenn zufälligerweise US-Soldaten anwesend sind, wie im Fall des Thalys-Zug 9364. Zwei Soldaten der US-Luftwaffe, ein Soldat der Oregon-Nationalgarde und weitere Passagiere überwältigten den (unter anderem mit einer Pistole und einer Kalashnikov bewaffneten) Marokkaner Ayoub El Khazzani (siehe Wikipedia).

Überhaupt scheint »Glück« in diesen Fällen zu bedeuten, dass zufälligerweise Männer anwesend sind, die in Verteidigung ausgebildet sind. Wir erinnern uns an den Fall des Attentäters von Limburg 2019. Ein syrischer Asylbewerber hatte einen LKW gekapert und schien das Attentat vom Breitscheidplatz kopieren zu wollen. Zum Glück waren zivil gekleidete »Jungpolizisten« in der Nähe, die den Kleinkriminellen stoppten (nachdem er acht Autos aufeinandergeschoben und acht Menschen verletzt hatte; n-tv.de, 8.10.2019).

Und wie in Würzburg sind es wahrlich nicht immer »Bio-Deutsche«, welche die Gewalt stoppen. Man könnte sogar mutmaßen, dass wir uns inzwischen mit »importierter Männlichkeit« gegen »importierte Gewalt« wehren. 2017 etwa tötete der nicht-abgeschobene »Flüchtling« Ahmad Alhaw in einem Hamburger Supermarkt einen 50-Jährigen und verletzte fünf weitere Personen. Die Männer, die ihn stoppten, hatten selbst »Migrationshintergrund« (und hier ist nicht Osteuropa gemeint), was sie für die Presse erst »nicht-unsichtbar« machte. Die Männer wurden als »Helden von Barmbeck« gefeiert« (tagesspiegel.de, 30.7.2017). (Helden sind nicht nur im Film oft schillernde Gestalten. Einer der »Helden« steht im Verdacht, selbst Drogendealer zu sein; welt.de, 7.12.2020. Nein, ich meine nicht, dass dies seinen Heldenstatus verringert – im Gegenteil. Was hätte dieser Mensch, in einem anderen Milieu aufgewachsen, aus seinem Leben gemacht?)

Die erste Front

Wie der Mutige von Würzburg einen Rucksack vor sich hielt, oder wie die Helden von Barmbeck klappbare Tische als Schild trugen, so will ich mich hier auf Galater 4:16 berufen. (Paulus fragt dort: »Bin ich denn damit euer Feind geworden, dass ich euch die Wahrheit vorhalte?«) – Ich will wagen, es zu sagen: Die prototypisch weiblichen Heile-Welt-Illusionen öffneten die Grenzen und ließen nicht nur »toxische«, sondern buchstäblich tödliche Gewalt nach Deutschland. Es obliegt nun der guten Männlichkeit in den Straßen Deutschlands, des von gefährlicher irregeleiteter Weiblichkeit angerichteten Schadens, ja, Herr zu werden.

(Man fühlt sich erinnert an den Fall der Carola Rackete, welche als »Kapitänin« die Kunden der Schlepper auf dem Meer aufsammelte und in die EU brachte, selbst aber Deutschland zu verlassen gedenkt, weil es ihr »zu voll« sei; siehe auch Essay vom 6.10.2019.)

Es faselt sich für linksbewegte Damen (und manche schmalschultrigen Herren) leicht von »Toleranz« und »Offenheit«, denn sie müssen die Konsequenzen ihres Irrsinns weder erleiden noch aufräumen. Ihre Gefühle sind ihnen Argumente und ihre Illusionen sind ihnen Fakten.

Die blutigen Folgen linken Irregehens tragen zwar oft Frauen, doch oft die in den ärmeren Schichten, weit weg von den Weidegründen der Flat-White-Intellektuellen. Wenn das Haus der guten Absichten in Flammen steht, dann müssen zuverlässig, ja, »richtige Männer« dran.

Man kann sich drauf verlassen: Die erste Front im Kampf gegen die Folgen linken Wahns sind nicht selten die, welche von den klebrigen linken Schwätzern in Berlin unter Generalverdacht des »Böse-weil-Recht-Seins« gestellt wird.

Und doch ist er treu

Ich habe sie gehört, die verlogenen Bekundungen bezüglich Würzburg. Politiker mit einem toten Stein, wo Sie und ich ein Herz haben, faseln von »Beileid«. Man würgt. Ich habe es etwa auch von jener Politikerin gelesen, die sich doch explizit auf ein verändertes Deutschland gefreut hatte. Es ist degoutant, es ist penetrant – und es bringt keine neue Erkenntnis.

Was bewegt die Männer, sich in Gefahr zu bringen, um die Folgen linken Irrsinns aufzuhalten? Ach, die Frage ist doch weit größer! Was bewegt Männer, immer weiter zu arbeiten, Steuern zu zahlen und ihre Familien über Wasser zu halten, in einer Gesellschaft, die wenig so sehr verachtet, wie eben jene Männer?

Was treibt Männer an? Es ist das, was den geprügelten Hund antreibt, den Schmerz des Geprügeltseins zu schlucken und weiter zu tun, was zu tun ist. Es ist das Pflichtgefühl (von welchem schon Kant auf seine typische Weise schrieb: dass »keine Idee das menschliche Gemüt mehr erhebt und bis zur Begeisterung belebt, als eben die von einer die Pflicht über alles verehrenden, mit zahllosen Übeln des Lebens und selbst den verführerischsten Anlockungen desselben ringenden, und dennoch (wie man mit Recht annimmt, daß der Mensch es vermöge) sie besiegenden, reinen moralischen Gesinnung« (»Über den Gemeinspruch…: I«, via zeno.org)).

Es ist, wie wir geboren sind. Es ist, was wir Hunde eben sind. Ich wage die These, dass das für das Gute zu kämpfen uns angeboren ist, nicht anerzogen werden muss. Die Feiglinge und Duckmäuser, die Journalisten und Linksgehorsamen, diese in fremder wie eigener Sache so tragisch Verlogenen, die sind die wirklich Verbogenen. Der Hund ist zum Mut geboren, die Feigheit muss dem Hund erst anerzogenen werden.

Der Hund wird geprügelt, und doch ist er treu. Manchem Hund wird seine Treue schlecht belohnt. Wer kann den gelegentlichen Hund schelten, der »ich mag nicht mehr« sagt?

Dass es noch Männer gibt, die sich der Gefahr in den Weg stellen, das ist Grund genug, noch nicht ganz den Glauben zu verlieren. Ich wünsche den Helden von Würzburg eine Frau, die ihnen am Abend sagt: »Gut gemacht!« – Ach, die Welt wäre eine andere, wenn den kämpfenden, geprügelten, geldverdienenden Männern nur ein Hunderstel soviel gedankt würde, wie der durchschnittliche Haushund allein fürs Dasein gepriesen wird.

Den Frauen also rufe ich zu: Seid freundlich zu euren Männern – ihr werdet sie noch brauchen, um den Wahnsinn abzuwehren, den das Weib in Berlin übers Land brachte.

Den Männern aber sage ich: »Wuff!« (Das heißt auf Deutsch: »Wir verstehen uns. Kannste halt nix machen. Weiter geht´s!«)

»Weiterschreiben, Wegner!«

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