Grüne wollen plötzlich »konsequente Abschiebungen von nichtdeutschen Gefährdern« und die »Zeitenwende in Deutschland«. Hä? Die klingen ja plötzlich wie die AfD! Glaubt ihr denen?

Ein für allemal, damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich war schon immer dagegen. Oder natürlich schon immer dafür. Also wäre ich ein Grüner, dann wäre das so.

Zwei Bundesgrüne, namentlich Fraktionsvize Konstantin von Notz und Parlamentsgeschäftsführerin Irene Mihalic fordern eine »Zeitenwende in Deutschland«, so berichtet etwa der deutsche Wahrheitsfunk (tagesschau.de, 28.8.2024).

Nur auf den ersten Blick

Okay, die Grünen fordern ständig irgendwas. Und so was wie »Zeitenwende« bedeutet bei den Grünen doch sicher so etwas wie De-Industrialisierung, Destabilisierung der Energiesicherheit und dazu Zerstörung von Wäldern und Landschaften, um Vogelhäcksler in den Horizont zu stellen und so weiter.

Das könnte man wohl auch so denken und es wäre berechtigt – doch in diesem Fall läge man tatsächlich falsch! (Aber nur auf den ersten, oberflächlichen Blick, fürchte ich – wir schauen uns das gleich an.)

Diese zwei Bundestagsgrünen fordern tatsächlich eine »Zeitenwende« in der Innenpolitik – konkret im Umgang mit Migration und ihren Folgen. Der Staat solle etwa »in die Sicherheit und die Wehrhaftigkeit des Rechtsstaats« investieren (ebenda). Ach ja.

Ruinöse Handpuppen

Keine Denkrichtung hat die deutsche Migrationspolitik – oder genauer: Nicht-Politik – so gründlich und damit zerstörerisch geprägt wie der linksgrüne Wahnsinn.

Ich denke nicht, dass es tatsächlich die Grünen waren, die die deutsche Migrationspolitik ursächlich prägten. Die Grünen wirken auf mich wie Marionetten internationaler Akteure, man bedenke etwa die Skandale rund um das Wirtschaftsministerium. Doch auch wenn die Grünen tatsächlich nur Marionetten internationaler Akteure sein sollten, so wirken diese Marionetten durchaus zerstörerisch in die Gesellschaft hinein.

Die »Zeiten«, welche die Grünen nun »wenden« wollen, sind genau diese linksgrünen Zeiten. Das »legale Unrecht« von 2015 war sehr eindeutig linksgrün, auch wenn die Grünen nur Merkels »Koalitionspartner des Herzens« waren.

Deutschland steuert seit Jahren auf den Abgrund zu – wirtschaftlich und gesellschaftlich, kulturell sowieso –, und der Beitrag der Grünen bestand bislang darin, immerzu »Noch schneller!« zu rufen. Und nun wollen sie die »Zeiten wenden«.

Gewalt und Niedergang

Björn Höcke würde übrigens sagen, dass die Zeitenwende nicht erst bevorsteht, sondern dass wir diese Prozesse bereits erleben, seit einigen Jahren schon (siehe etwa deutschlandkurier.de, 3.1.2023).

Dies sind linksgrüne Zeiten, das ist ja gerade das Problem. Den Grünen mit Parteibuch und den »Grünen im Geiste« könnte gemeinsam gelingen, worauf die Alliierten damals verzichteten: Deutschland aus der Geschichte zu entfernen.

Es sind linksgrüne Zeiten, und »Linksgrün« bedeutet Leid und Traurigkeit. Das sahen wir wieder an Zeichen wie dem Anschlag von Solingen, wie täglicher Gewalt, wie dem Niedergang ganzer Stadtteile und millionenfachem Heimatverlust von Deutschen. Das Blut der Opfer klebt an den Händen der Gutmenschen, und die Grünen sind doch stolz darauf, die Partei der Gutmenschen zu sein.

Plötzlich wie die AfD

Nun aber fordern Grüne plötzlich einen »Zeitenwende«, so sagen sie. Und »konsequente Abschiebungen von nichtdeutschen Gefährdern«.

Ja, das schreiben die genannten Grünen aktuell in einem »Positionspapier«, wie der Staatsfunk willig und laut verkündet.

Wenn die Grünen plötzlich wie die AfD klingen, dann ist das wohl wirklich eine veritable Zeitenwende – aber erstmal nur in der Grünen-PR.

Klar, man könnte sich freuen wollen, dass die Grünen zarte Anzeichen von Gewissen und Gehirntätigkeit entwickeln. Man könnte sich etwa so freuen, wie man sich freut, wenn ein brabbelnder Säugling endlich erste sinnvolle Worte formt: »Mama«, »Papa«, »iPhone«.

Rechtlich betrachtet sind viele der Grünenpolitiker »Erwachsene« zu nennen, auch wenn einige von denen noch daran scheitern, echte Wörter für ihre Gedanken zu finden. Wenn aber nun diese Erwachsenen plötzlich tun, als seien sie schon immer gegen das gewesen, was sie doch selbst über uns brachten, dann tue ich mich schwer damit, denen zu glauben.

Diese Grünen erinnern mich etwas an meinen Sohn, der von Zeit zu Zeit beschließt, sein Zimmer so richtig gründlich aufzuräumen, und am nächsten Tag darauf besteht, dass er doch schon immer ein super ordentlicher Bub gewesen sei.

360-Grad-«Zeitwende«

»Ich bin dagegen«, sagen diese Grünen plötzlich, dagegen also, dass eingewanderte Kriminelle im Land bleiben dürfen: »Ich war schon immer dagegen, und wer was anderes sagt, den hat keiner gefragt!«

Es ist nur das erste Problem, dass wir das denen nicht glauben. Die versuchen, kurz vor den Wahlen in Thüringen und Sachsen noch etwas etwas Land zu gewinnen.

Das zweite Problem ist, dass ich denen nicht einmal jetzt wirklich glaube. Schauen wir kurz hin!

Angeblich muss das, was die Grünen fordern, »finanziert« werden. Das ist merkwürdig. Die Polizei und die übrigen Behörden existieren ja schon. Würden Abschiebungen nicht effektiv massiv Geld einsparen?

Nun, die Grünen wollen, so verkündetet deren PR-Abteilung »Tagesschau«, ein »Sondervermögen« dafür einrichten, welches sie »Basisinvestition« nennen. An dieser Stelle dürfen wir wieder schmunzeln – mit »Basisinvestition« lernen wir eine weitere politikische Umschreibung für »Schulden«.

Geld für die Anti-Migrationsgegner

»Es brauche mehr Ressourcen in Ausländerbehörden, beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, in der Justiz und für die Integration«, so heißt es ebenda.

»Ressourcen für die Integration« – ach so.

Ich will euch sagen, wie es für mich aussieht: Die Grünen kopieren nach dem Anschlag von Solingen rhetorisch die AfD, doch es ist eine Täuschung. Es wird schneller versickern als das Blut eines Gemesserten zwischen den Kacheln. Tatsächlich instrumentalisieren die Grünen hier den Dreifachmord von Solingen, um noch mehr Schulden zu machen, mit denen befreundete Stuhlkreisbetreiber noch reicher werden.

Heute ist es modern, »dagegen« zu sein. Also gegen Gewalt und Morde durch Migration. Also versucht man, sich rhetorisch irgendwie dranzuhängen. Tatsächlich können sich die Grünen nicht ändern – die meinen es nicht mal jetzt wirklich ernst.

Nicht ernst

Das ist der Unterschied zwischen meinem Sohn, wenn er sein Zimmer aufräumt, und den Grünen, wenn sie ankündigen, Deutschland aufzuräumen: Mein Sohn meint es zumindest an dem Tag ernst.

Das aber ist die Moral von dieser kleinen, absurden Meldung über die »Zeitenwende«: Seid nicht wie die Grünen, sonst nimmt euch keiner ernst. Und als Land schüttelt alles Grüne ab, bevor die Welt euch nicht mehr ernst nimmt. Schüttelt alles Grüne ab, solange es überhaupt noch ein Land gibt, das irgendwer ernst oder nicht ernst nehmen kann.

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Der Essay Grüne wollen »Zeitenwende« – glaubt ihr denen? von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/fakewende/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!