An einer katholischen Grundschule in Minnesota (Minnesota, USA) hat die Transfrau Robin Westman zwei Schulkinder getötet und 17 weitere Menschen verletzt (nypost.com, 27.08.2025).
Der Mordanschlag fand während einer Morgenmesse statt. Die Täterin war mit einem Gewehr, einer Schrotflinte und einer Pistole bewaffnet. Sie schoss durch die Kirchenfenster und richtete sich dann selbst.
Die Täterin war ein männlich geborener Mensch, der sich als Frau »identifiziert«, und sie hinterließ ein in den sozialen Medien verbreitetes »Manifesto«, aber auch Videoaufnahmen des mit zahlreichen Slogans beschriebenen Gewehrs. Die Umschreibung zur Frau geschah mit Unterstützung der Mutter, die früher mit genau der Schule verbunden war, die jetzt attackiert wurde. Dass wir aber die seelischen Kämpfe und den Identitätswechsel der Attentäterin zum Thema machen, ist legitim, denn sie tat es in ihrem Manifest ja auch.
Vor allem aber die Sorge
Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, wies darauf hin, dass Gebete für die Verstorbenen nicht genug sind (aol.com, 27.8.2025), da die Ermordeten doch gebetet hatten, als sie ermordet wurden. Vor allem aber schien ihn die Sorge um die »Trans-Community« umzutreiben.
Später im TV (@nicksortor, 28.08.2025) betonte Frey ausführlich, es sei keiner Gruppe die Schuld an dieser Tat zu geben. Frey ist »Democrat«, und wir wissen aus Erfahrung, dass, wenn Berufslinke gegen das Denken in Gruppen wettern, sie oft davon ablenken (wollen), dass eine ihnen am Herzen liegende Gruppe in dieser oder jener Hinsicht auffällig ist. (Am Sarg des Gewalttäters George Floyd weinte und schluchzte derselbe Bürgermeister sehr tränenreich, und mir ist nicht bekannt, ob er da auch die Gruppenblindheit predigte.)
Es ist nicht der erste Mordanschlag, bei dem eine Person mit transsexueller Selbstbeschreibung die Täterin war. Und es gehört inzwischen zum Ritual amerikanischer Medien und linker Politik, nach jedem Anschlag aufs Neue zu »faktenchecken«, dass der Trend kein Trend ist (siehe etwa apnews.com, 30.03.2023, eu.usatoday.com, 28.08.2025, newsweek.com)).
Ähnlich wie bei islamistischen Anschlägen in Deutschland die erste Sorge deutscher Politiker und Journalisten zuerst der islamischen Community gilt, gilt in den USA nach einem Trans-Anschlag die eigentliche Sorge linker Journalisten und Politiker zuerst der Trans-Community.
Tausendmal mehr
»Erkenne dich selbst!«, so gaben die alten Griechen uns zum Auftrag, und das bedeutet mir auch: Erkenne die Zeiten, in denen du lebst.
Im Juni schrieb ich einen Essay mit dem Titel »Und dann spürte ich, dass das Böse existiert«. Darin beschrieb ich meine erste Reaktion und meine späteren Gedanken, als ich zum ersten Mal »in echt« ein Mädchen traf, dem man zwecks »Geschlechtsumwandlung« die Brüste abgeschnitten hatte.
Mir wurde damals bewusst: Das Böse existiert, sehr real, und es wirkt in unsere Gesellschaft hinein. Das, was unsere klügeren Vorfahren einst »Dämonen« nannten, es existiert. Und es hat Jünger und Handlanger in jenen Kreisen, die sich »Eliten« oder »die Wissenschaft« nennen. Und es zerstört die Leben von Kindern.
Natürlich ist die Täterin von Minneapolis selbst verantwortlich für diese schreckliche Tat. Und doch trägt die Umgebung, welche die offensichtlich auf mehrere Arten wahnhafte Person in ihrem Wahn bestätigte, auf einer anderen Ebene eine moralische Mitschuld.
Nein, sogenannte Trans-Personen (so der Begriff überhaupt einen Sinn ergeben kann) sind keine Dämonen. Es sind Menschen, oft leidend. Doch Trans-Ideologie ist ein Einfallstor, so scheint mir heute, für jenes, was man einst das Dämonische nennen sollte.
Es ist vielleicht kein Zufall, dass Trans-Aktivisten so sehr darauf erpicht scheinen, sich als solche in Kindergärten und Schulen zu präsentieren. Warum nicht in Altersheimen? Von allen sexuell konnotierten Verdächtigungen abgesehen: Kinder sind formbarer und darum als Zielgruppe für eine ideologische Durchsetzung besonders »nützlich«.
Vor allem aber: Kinder sind eine Gefahr für jede Ideologie, wenn sie sich schon als Kinder auf den Weg machen, durch ein besseres Leben diese Ideologie zu widerlegen, deshalb muss jede Ideologie sie möglichst früh indoktrinieren.
Auf den Rändern
»Wieviel Teufel steckt in der Politik?«, so fragte ich im Jahr 2023. Eine Politik, die Menschen mit schweren Wahnvorstellungen im Wahn bestätigt, statt sie schnell zu stoppen, ist nicht ohne Teuflisches vollständig zu erklären.
Es ist vielleicht kein Zufall, dass die Täterin von Minneapolis auf den Rändern der Blätter ihres Manifests auch okkulte Symbole gekritzelt hatte.
Auf ihrem Gewehr und in ihrem Manifest hatte die Täterin übliche linke Sprüche notiert, etwa Mordaufrufe gegen Trump, aber auch gröbsten Antisemitismus. Und doch ging sie weder in eine Synagoge noch auf eine MAGA-Kundgebung.
Die Täterin griff die Annunciation Catholic School an, die Schule der Verkündigung, und sie ermordete Christenkinder, während sie beteten.
Der Teufel ist böse, aber nicht dumm, und deshalb attackiert er die, die er am meisten fürchtet – alle anderen verführt er. (Oder er lässt sie einfach ignorant vor sich hinleben, mit Banalitäten ihr Leben vergeuden, solange sie ihm nicht im Wege stehen.)
Die Menschen glauben zu lassen
Der Mord von Minneapolis spaltet die Gesellschaft nicht, sondern beleuchtet aufs Grellste eine längst existierende Spaltung. Es ist (inzwischen?) eine Spaltung und Teilung in drei Gruppen.
Die erste Gruppe der Gesellschaft macht sich zum Werkzeug jener Mächte, die man einst als dämonisch und böse beschrieb (und die das noch immer sind, in welchen Worten man sie auch aktuell beschreibt).
Die zweite Gruppe versucht, »sich herauszuhalten«. Jene Gruppe wird beschrieben und bewertet von jener alten Erkenntnis, dass es »der größte Trick des Teufels« war, die Menschen glauben zu lassen, dass er nicht existiert.
Die dritte Gruppe aber sind jene, die vom Dämonischen attackiert werden. Die betenden Kinder. Betende Eltern rund um den Globus. Jene, welche das Dämonische als seinen Feind ausmacht.
»comfortably numb«
Die erste Gruppe ist an sich selbst berauscht – bis es oft jäh vorbei ist.
Die zweite Gruppe will so sein, wie es Pink Floyd als »comfortably numb« beschreibt. Frei übersetzt: »komfortabel abgestumpft«.
Die dritte Gruppe aber ist die, die attackiert werden wird, die zugleich Angst und keine Angst haben wird. Es ist – und das ist zweifellos unangenehm – jene Gruppe, welche gelernt hat, die andere Wange hinzuhalten und selbst den Feind zu lieben.
Quartum non datur
Du bist Handlanger, Leugner oder Angegriffener. Quartum non datur, ein Viertes ist nicht gegeben. Das Böse existiert, und es greift Menschen an. Zuerst greift das Böse jene an, welche es am meisten fürchtet, von deren Verderben es sich den meisten »Gewinn« verspricht.
Wenn du in diesen Tagen nicht vom Bösen angegriffen wirst, heißt das, dass das Böse in dir keine Gefahr sieht. Vielleicht stimmt es auch gar nicht mit den drei Gruppen, und es sind doch nur zwei.
»Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich«, sagt Jesus (Matthäus 12:30).
Du fürchtest aber, dass und wenn das Böse dich angreifen wird?
Fürchte tausendmal mehr, wenn das Böse dich nicht angreift!
Weiterschreiben, Wegner!
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Der Essay Täter, Zuschauer, Angegriffene – und du bist was? von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/minneapolis/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!
