Auf der einen, auf der anderen Seite – ach, Deutschland!
Die eine Seite: Noch immer spielt die deutsche Linke ein großes Theaterstück, wie sehr sie doch empört ist, dass Merz übers veränderte Stadtbild sprach. (Ich schrieb darüber.)
In bild.de, 23.10.2025 wird sogar diagnostiziert, dass die »Stadtbild-Debatte« für Merz bei der nächsten Wahl »gefährlich« werden kann. Nämlich dann, wenn es ihm nicht gelingt, das durch »ungesteuerte Migration« veränderte Stadtbild rechtzeitig zu ändern.
Die Annahme solcher Gefährlichkeit setzt voraus, dass in Deutschland freie Wahlen stattfinden (also ohne den Ausschluss oppositioneller Kandidaten, [Ankündigung von Putsch gegen Wählerwillen] und so weiter). Und dass die Mehrheit der Bürger zum eigenen Wohl wählt.
Die SPD – theoretisch Koalitionspartner des CDU-Kanzlers – attackiert de facto derweil Merz über einen offiziellen Kanal der Bundesregierung (@BMF_Bund, 22.10.2025). Demokratischer Anstand ist für die Genossen schon lange »rechtsextrem«.
In Berlin marschieren NGOs zum Protest gegen das Aussprechen des Offensichtlichen vor die CDU-Parteizentrale. Und zwar NGOs, die vom Staat selbst bezahlt werden! (nius.de, 23.10.2025)
Bei spiegel.de kommentiert ein Migrant, wie ihn die Stadtbild-Wahrheit von Merz ganz doll schlimm verletzt hat (@baha_jam, 22.10.2025). Leider, leider vergisst das Sturmgeschütz der Demokratie zu erwähnen, dass der Ganz-doll-schlimm-Betroffene der Bruder eines SPD-Politikers ist.
Hoffen wir mal, dass der SPD-Bruder die Empörung wenigstens selbst geschrieben hat. Bei Spiegel hat man jüngst vergessen, den von der künstlichen Intelligenz eingesetzten Footer zu entfernen (@FlorianGallwitz, 22.10.2025). Da wurde offenbar nicht einmal gegengelesen, was ChatGPT so produziert! Das ist deutscher Qualitätsjournalismus 2025.
Wie aber verhält es sich derweil mit dem realen Stadtbild?
Wir lesen: »Streit in Hannover eskaliert: Toter und mehrere Verletzte bei Schießerei« (bild.de, 22.10.2025)
Es handelt sich um den »Streit« zweier »Gruppen« – mitten im Stadtbild von Hannover. Ich weiß nicht, ob diese mit Messern und Pistolen ausgestatteten »Gruppen« nun wirklich aus Hannover stammen oder doch aus Kalkutta oder Aleppo. Frei nach Merkel sind sie aber »nun einmal da«. Und »Stadtbild« bedeutet heute, dass »gegenüber von einem Wettbüro und nahe einer Café-Bar« ein »Streit« zwischen »Gruppen« eskaliert und dabei »Schusswaffen zum Einsatz« kommen.
Wer vor Jahren auf mich hörte und »Das Lied der Innenhöfe« sang, der hat vielleicht noch ein paar Jahre lang Ruhe – solange er nichts in der Stadt erledigen muss. Und solange seine Kinder nicht beschließen, in der Stadt zu feiern, zu studieren oder gar nächtens in den Park zu gehen.
Für alle anderen aber gilt: Flieht, ihr Narren! Flieht aufs Land. Flieht aus dem Land. Am Ende gewinnt immer die Realität, schlagt euch also rechtzeitig auf ihre Seite.
Weiterschreiben, Wegner!
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Der Essay Stadtbild: 1 Toter, mehrere Verletzte von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/stadtbild-1-toter-mehrere-verletzte/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!
