21.6.2020

UN, Antifa-Terrorbanden und Mengenlehre

von Dushan Wegner, Lesezeit 13 Minuten, Foto von Daiga Ellaby
UN solidarisiert sich mit Antifa. Wow. – Die Antifa-Terrorbanden und der IS ähneln sich: Beide kämpfen gegen die Freiheit und gegen die Demokratie. Wenn nicht bald ein Wunder geschieht, dann erleben wir heute den Beginn eines neuen Mittelalters.
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Mengenlehre, Freunde, Mengenlehre! – Letztens schrieb mir ein Physiker, und er schrieb es halb-überrascht und doch wohl ganz zufrieden, dass zu seiner Genugtuung die denkbar einfachen Formeln in Relevante Strukturen tatsächlich Sinn ergeben und seiner Bewertung nach richtig sind. Wenig ist so praktisch wie eine geschickte theoretische Formel!

Wenn nicht ein Wunder geschieht, dann sind dies die ersten Jahrzehnte eines neuen Mittelalters. Die neuen Inquisitoren stehen bereit, die neuen Scheiterhaufen brennen, Aberglaube und Dogmen nehmen wieder den Platz von Vernunft und wissenschaftlicher Methode ein. (Ach, wenn sie wenigstens auch so schöne Gebäude dazu bauen würden wie damals, aber sie bauen hässliche Betonklötze, denn das ist billiger und also bleibt mehr Geld in der Kasse des beauftragten Kumpels/Schwagers/politischen Freundes.)

Können wir es bekämpfen? Können wir die Unvernunft zurückschlagen, den Mob in seine Schranken weisen, vielleicht sogar dem Einzelnen aus dem Mob heraushelfen, der Menschlichkeit in ihm und uns allen wieder zur Oberhand verhelfen?

Wer etwas verändern will, wer zum Guten verändern will, der muss zunächst verstehen. (Wer verändern will, ohne zu verstehen, der scheitert – und wenn er es zu Macht bringt, ohne zu verstehen, was er verändert, dann scheitert er blutig.)

Auf denn, legen wir uns zurecht, worin der Geist der Formeln uns helfen könnte!

Mengen A, B, C

Wie beginnt man das Verstehen? Wir wissen es doch: Man sammelt Exemplare des auf-den-ersten-Blick Ähnlichen – und dann bildet man Schnittmengen der Eigenschaften.

Betrachten wir, zur Illustration, diese drei Mengen:

Menge A: [2, 4, 6, 8, 20]

Menge B: [-2, 2, 4, 6, 8, 13]

Menge C: [1, 2, 4, 5, 6, 8]

Wir legen nun in Gedanken diese drei Mengen »übereinander«, und wir stellen ihre Schnittmenge fest – die Menge der Zahlen, die in A, in B und zugleich in C enthalten sind. Wir erhalten:

Menge D: [2, 4, 6, 8]

Es ist nicht schwer zu erkennen, dass es sich um Vielfache von 2 handelt. Wir finden zwar Ausreißer, und manche davon passen in die Mengenbeschreibung »Vielfache von 2«, die 20 in Menge A etwa – und manche nicht, wie die 1 in Menge C. Wir verstehen aber schnell: Das Wesentliche an diesen Mengen ist, dass es Vielfache von Zwei sind.

Man unterscheidet bei Begriffen und Konzepten zwischen dem Wesentlichen und dem Zufälligen (manche sagen: dem Akzidentellen). Was haben ein Lada, ein Ferrari und ein Volkswagen (ob Diesel oder nicht) gemeinsam, und was lässt sich daraus auf ihr Wesentliches schließen? Was macht ein Auto zum Auto?

Das Recht auf friedliche Versammlungen

Die UN, diese ethisch makellose Organisation, wo sich im Menschenrechtsrat die Merkelrepublik mit Sudan und Indonesien berät (siehe ohchr.org), wo der deutsche UN-Botschafter (wenn er nicht gerade Herrn Soros die Hand schüttelt oder sich ums berufliche Fortkommen seiner Frau kümmert) im Namen des moralischsten Deutschlands aller Zeiten schweigt, wenn wieder mal lächerliche Hass-Resolutionen gegen Israel verabschiedet werden (bild.de, 26.7.2019).

Die USA leidet seit Wochen unter einer Welle von Antifa-Gewalt. Straßenzüge wurden verwüstet, die Ladengeschäfte ausländischer Ladenbesitzer zerstört, demokratiefreie Zonen eingerichtet und nun Statuen abgerissen. Es ist ein offener Angriff auf die Demokratie. Auch in Deutschland wird randaliert, verwüstet und geplündert, gestern etwa in der Innenstadt von Stuttgart, siehe etwa welt.de, 21.6.2020: »„Völlig außer Kontrolle“ – Randale in Stuttgart mit Verletzten und Plünderungen«, wobei in den Sozialen Medien kursierende Videos nahelegen, dass es sich zum guten Teil um »junge Männer« handelt (ja, die jungen Männer), die nun Antifa-Parolen wie »Fuck the police« und »Fuck the system« brüllen, während sie im Antifa-Stil die Polizei-Autos »entglasen«. Antifa ist, wie der IS, immer auch eine Ideologie, und sie breitet sich offensichtlich von gelangweilten Mittelstandskindern auf migrantische Kreise aus.

Wie reagiert nun die UN, dieses dauernde Hochamt lupenreiner Demokraten, auf die Bedrohung durch Straßenterror mit interessanter Finanzierung?

Lesen wir selbst, erst im englischen Original, dann in meiner Übertragung:

UN #HumanRights experts express profound concern over a recent statement by the US Attorney-General describing #Antifa and other anti-fascist activists as domestic terrorists, saying it undermines the rights to freedom of expression and of peaceful assembly in the country. [Darunter die bekannte große Flagge der Antifa-Banden] (@UNGeneva, 18.6.2020/ archiviert)

UN-Menschenrechts-Experten drücken tiefe Besorgnis aus zu einer kürzlichen Äußerung des US-Generalstaatsanwalts, der die Antifa und andere anti-faschistiche Aktivitäten als inländische Terroristen beschrieb, indem sie sagen, dass es das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedliche Versammlungen im Land unterminiert. [Darunter die bekannte große Flagge der Antifa-Banden] (@UNGeneva, 18.6.2020/archiviert)

Das ist der Zustand der Welt heute. Die UN verteidigt die Antifa. Linke, anti-demokratische Gewalt, funktional den Globalisten sehr nützlich, wird als freie Meinungsäußerung verkauft, nicht nur von der UN – von denselben Leuten, die via Migrationspakt die Demokratie aushöhlen lassen. Derweilen werden die Statuen geköpft, die für uns und unsere Geschichte stehen – und neue Statuen aufgestellt, etwa die des Genossen Владимир Ильич Ульянов, auch als »Lenin« bekannt (siehe welt.de, 20.6.2020). 

In der von der US-Antifa eingerichteten »Autonomen Zone« von Seattle wurde derweil ein Mensch erschossen (reuters.com, 21.6.2020). Die Autonomen sind empört, dass die Rettungskräfte sich weigerten, in den »Antifa-Staat« hineinzufahren, bis die Polizei eintrifft und sie schützt. Etwa am Morgen des 21. Juni 2020 löschte die UN ihre Antifa-Solidaritätsadresse still und heimlich, ohne Erklärung, nach etwa drei Tagen – man darf annehmen, dass die Antifa-Sympathien nicht »gelöscht« sind, nur ihre Äußerung ist aktuell nicht besonders opportun. 

Gewissermaßen übereinander

Um die sogenannte »Antifa« zu verstehen, um das Wesentliche an diesen Terrorbanden zu begreifen, könnte es helfen, die Antifa mit einer anderen Terrorbande zu vergleichen, die Mengen gewissermaßen übereinander zu legen, also die Schnittmenge zu suchen, anhand derer sich bestimmen lässt, was das Wesentliche vom Zufälligen trennt.

Eine weitere Terrorbande findet in diesen Jahren gewissen Zulauf, auch aus Deutschland, und diese Terrorbande ist bekannt als »Islamischer Staat«, kurz »IS«, auch bekannt als »Daesch« oder »ISIS«. Antifa und IS ähneln sich in zentralen Eigenschaften, und unterscheiden sich in anderen.

Zunächst zum Begrifflichen: Terror ist der Versuch, politische Ziele durch Gewalt und Einschüchterung zu erreichen, was sowohl auf Antifa als auch auf den IS zutrifft. Ob eine Terrorgruppe auch tatsächlich in »offizieller Wahrheit« als Terrorgruppe bezeichnet wird, hängt von Sympathien und politischen Interessenlagen ab. Es gilt, auch im Bezug auf Antifa: des einen Terrorist ist des anderen Freiheitskämpfer (und was den Opfern wie Zerstörung und Gewalt erscheint, das kann für die UN »freie Meinungsäußerung« sein).

Ein praktisches Problem des Begriffs Terror ist, dass die enthaltenen Aussagen denen, die Terroristen genannt werden, gar nicht als Vorwurf erscheinen. Weder für IS noch für die Antifa ist es ein Vorwurf, wenn man festhält, dass sie politische Ziele mit Gewalt und Angst erreichen wollen – natürlich wollen sie das, jeden Tag! – die Frage ist längst nicht mehr, ob Antifa oder ISIS täglich Terror treiben, unabhängig davon, ob dieser oder jener Strippenzieher diesen Terror nützlich findet und schönredet – die Frage ist, was wir lernen können.

Wir ahnen es

Jedoch, wir betrachten einmal nicht, was die beiden Terrorbanden IS und Antifa unterscheidet. Der Islamische Staat beruft sich auf eine sehr konservative – und wörtliche – Variante des Sunnitischen Flügels des Islam, ist aber ein »Kind« des Internet-Zeitalters, die Antifa ist dagegen formell eine Fortsetzung der kommunistischen Kampfbünde der 1920-er, der IS motiviert sich aus Büchern wie der »Verwaltung der Barbarei«, siehe etwa faz.net, 20.4.2015, die Kampfschriften und Tagesnachrichten der Antifa sind offen im Internet verfügbar – wir betrachten, was sie verbindet, ihre inhaltlichen Schnittmengen.

Beide, Antifa wie IS, sind zugleich eine lose definierte Ideologie und ein informelles Netzwerk sich spontan bildender Kampfeinheiten. Doch — wir ahnen es – da ist noch mehr. Der Geist der Antifa und der des IS gleichen sich im Kern – und ihre erklärten Feinde auch: Westen, Demokratie, Freiheit. Wir fragen uns manchmal, warum Islamisten in Teilen der Welt gewisse Unterstützung finden – wir könnten fragen, warum sich Leute auch in Deutschland öffentlich zu den Terrorbanden der Antifa bekennen.

Falls faire Wahlen stattfinden

Vor den US-Wahlen 2016 sagte der stramm linke Filmemacher Michael Moore den Gewinn des Kandidaten Donald Trump voraus (in einer berühmten Rede und in seinem Blog). Sein Argument war simpel: Die selbsterklärte Elite in den Redaktionen hat keinen Zugang dazu, wie einfache Menschen wirklich fühlen, und wie sehr sie sich danach sehnen, »denen da oben« einmal den Stinkefinger zu zeigen. Wörtlich: »Trump’s Election will be the biggest ›Fuck You‹ in history.« (Randnotiz: Trump hat sein Versprechen, das große »Fuck You« gegenüber dem Establishment zu sein, definitiv eingehalten – und falls der Antifa nicht der Putsch gelingt, falls faire Wahlen stattfinden, dann wird er 2020 wohl wieder gewinnen.)

Nicht nur war die Wahl Trumps ein großes »Fuck You!« an die Moralmaschine der Globalisten, auch die Erklärung Moores war ein »Fuck You!« an all die sensationell falschen Vorhersagen etablierter Medien und Trump-Hasser (zwei Gruppen mit sehr großer Schnittstelle).

Michael Moore bot eine simple Erklärung an, die bis heute gilt – seine Argumentgegner operierten mit hinter falschen Zahlen versteckten Vorurteilen (und einigem an Wunschdenken). Wir wollen, hierin von Moore inspiriert, dem Populismus angeblicher Komplexität entgehen, und wir wollen es zwar durchdacht, aber einfach formulieren, was Antifa und IS im wirksamen Kern eint. Wir wollen nach der Schnittmenge suchen, nach dem Wesentlichen – und das kann sehr einfach sein – nein: das sollte sehr einfach sein, sonst gibt es wahrscheinlich eine einfachere Erklärung, die weniger falsch ist.

Erwartungen ans Leben

Die Strippenzieher, politischen Freunde, journalistischen Anheizer und Finanziers der Antifa mögen von jeweils eigenen und wechselnden Motivationen getrieben sein, doch interessanter ist die Motivation der Fußsoldaten, die sich im Irak oder in den Straßen westlicher Großstädte verheizen lassen. (Und ein eigenes Thema wäre das »mittlere Management«, das etwa die Medienarbeit inszeniert oder die Verteilung von Ziegelsteinen verwaltet.)

Es ist nie wirklich ein Buch, ein Papier oder eine Urkunde, welche die Motivation einer Gruppe und ihrer Teile wirklich täglich antreibt – es ist ein Lebensgefühl, ein Versprechen, ein Satz von Erwartungen ans Leben.

Der Amerikanische Lebenstraum, der »American Dream« war einst: »Wenn du dich anstrengst, kannst du es schaffen, kannst du reich werden!« – Der deutsche Traum war einst: »Wenn du fleißig bist und dich an die Regeln hältst, dann können du und deine Kinder sicher und in Wohlstand leben.

Das Versprechen von Antifa und IS ist: »Mit uns kannst du dich stark fühlen, Menschen verprügeln und Machtphantasien ausleben – und du musst dafür wenig (Geistiges) leisten, außer dich uns zu unterwerfen.«

Sinnstiftung, nicht lästige Notwendigkeit

Terrorbanden wie die Antifa entwickeln die Attraktivität auf ihr »Fußvolk« in Ländern und Kulturen, in denen (meist junge) Menschen keinen Sinn aus traditionellen Strukturen (mehr) ziehen, sich machtlos fühlen, und unfähig, ihrem Leben aus eigener Kraft einen Sinn zu verleihen.

Die jeweiligen Inhalte sind für IS wie für Antifa eher »akzidentell«.

Theoretisch ließe sich aus dem Stand heraus eine Terrorbande im Stil der Antifa ausdenken.

  1. Wende dich an junge Menschen, die sich machtlos fühlen, ihre »relevanten Strukturen« selbst zu ordnen, sprich: ihrem Leben einen Sinn zu verleihen.
  2. Gib ihnen einen Feind vor, mit denkbar schlichter Moral begründet, und greife auf historisch aufgeladene Termini  zurück (»Faschisten«, »Ungläubige«) – dies hilft auch, Lücken in deiner Argumentation zu verdecken.
  3. Mach es dem Fußvolk zur Aufgabe, unaufhörlich den Gegner zu bekämpfen, also die »Faschisten«, die »Ungläubigen« et cetera, und zugleich die Macht der eigenen Kampfgruppen zu stärken.

Das war es schon! Alles weitere ist akzidentell. Das Perfide an diesem Konzept: Was anderen Gruppenkonzepten nur lästige Nebensächlichkeit ist, das ist diesem Konzept zentral. Andere Gruppenkonzepte, etwa Staaten, bekämpfen Gegner nur als letzten, zu vermeidenden Schritt, etwa wenn alle Diplomatie scheitert – Antifa, IS oder der Kampf-gegen-Rechts machen die Bekämpfung des Gegners zum zentralen Definitionspunkt ihrer Identität. Bei der »Antifa« ist es sogar Teil des Namens: Der jeweilige politische Gegner wird zum »Faschisten« erklärt – und den gilt es eben zu bekämpfen. Den Feind zu bekämpfen ist denen nicht lästige Notwendigkeit, sondern Sinnstiftung.

Alle weiteren (Zwischen-) Ziele

Viele weitere Eigenschaften, die IS und Antifa aufweisen, sind akzidentell, zufällig – das Wesentliche dieser Terrorbanden ist die »Erlaubnis« an ihre Anhänger, auf den durch Unterwerfung vorgegebenen Gegner einzuschlagen und dadurch, ganz ohne Denkarbeit und jahrelange Mühe, sich auf der »richtigen« Seite zu wähnen.

Der IS will ein weltweites »Kalifat« errichten, alle weiteren (Zwischen-) Ziele ergeben sich daraus. Die Antifa hat außer ihres Machtanspruchs wenig tatsächliche politische Inhalte, die über Phrasen und Satzbruchstücke hinausgehen könnten – im Internet finden sich zahllose Video-Interviews mit ihren Anhängern, die kaum drei Wörter zusammenhängend aneinanderreihen können, und gerade Linksextreme sind dafür bekannt, in eigener Angelegenheit das Gegenteil ihrer Phrasen zu praktizieren (man fordert offene Grenzen, zieht aber um sich Mauern hoch, man fordert Toleranz, toleriert aber nichts außer sich, man nennt sich als »Antifa« anti-rassistisch, marschiert aber mit Antisemiten, et cetera).

Es ist wenig produktiv, etwa der Antifa ihre logischen Widersprüche vorzuhalten – es ist ihnen egal. Die Motivation und Sinnstiftung ist die Bekämpfung des »Feindes«, und wenn man ihnen die Brüche in ihrer Logik aufzeigt, wird man eben selbst zu ihrem Feind. Das geschlossene Weltbild der Antifa (und manches Staatsfunkers…) ist auf gewisse Weise beeindruckend in seiner hermetischen Abriegelung: Niemand hat je der Antifa widersprochen, außer den Faschisten, und die muss man nicht ernst nehmen – und wer der Antifa widerspricht oder im Weg steht, der gilt eben als Faschist. – Randnotiz: Die Logik von Staatsfunkern ähnelt der Antifa-Logik: Die erste Aufgabe des Staatsfunks und aller Teile der Gesellschaft ist in deren geschlossenem, auf Lügen gebauten Weltbild der »Kampf gegen Rechts« (gemeint: »der Feind«), und wer den Staatsfunk kritisiert oder gar in Frage stellt, der ist damit »rechts«, und warum sollte man Argumente bedenken, die von »Rechten« (sprich: dem Feind) stammen?

Was ist unser Gegenangebot?

Ich weiß nicht genau, was die UN dazu treibt, sich offen zur Antifa zu bekennen. Die Antifa tritt heute wie die nützlichen, prügelnden Idioten der Post-Demokraten auf, jener internationalen Akteure, welche Demokratie als den Zug zu betrachten scheinen, den sie fahren, bis sie am Ziel sind, und die bis dahin den Zug auf Verschleiß fahren – und zuletzt den Zug die Brücke hinunter fallen lassen. Was treibt die UN dazu, sich so offen zu den Feinden der Demokratie und den Truppen der Globalisten zu bekennen?

Wenn sich nicht sehr schnell ein mediales und politisches Gegengewicht zu UN, Staatsfunk und den Propaganda-NGOs internationaler Akteuere findet, dann könnten dies die letzten Jahre der Demokratie sein – auf schmerzhaft lange Zeit. Wir können noch so viel Mengenlehre und simple Logik treiben, die NGOs und Terrorbanden dieser Welt stört es wenig, wenn wir verzweifelt ausrufen: »Störe meine Kreise nicht!« – Die interessieren sich wenig für unsere Mengenmathematik und Verständnissuche. Unser Angebot ist: »Wenn man nachdenkt und Konsequenzen bedenkt, dann hat man die Chance auf ruhiges Glück!« – Deren Angebot ist: »Denk nicht! Suche und zweifle nicht! Kämpf gegen unsere Feinde und wir tätscheln dir dafür das Köpfchen!« (Man könnte argumentieren, dass Mark Zuckerberg, Facebook und Sozialen Medien gelang, woran ganze Armeen und Propagandaabteilungen scheiterten: Demokratien kaputtzumachen, und zwar indem man Menschen auf »schnelle Triebbefriedigung« dressiert und sie so de facto demokratie-unfähig werden lässt.)

Es ähnelt sich, das jeweilige Angebot der Terrorbanden, der Propaganda-NGOs, der Konzern- und Staatsmedien, und auch das der diversen internationalen Akteure: »Erdulde, was wir dir antun, kämpfe gegen unsere Gegner, denke und kritisiere nicht, und wir geben dir dafür die anstrengungslose Vergewisserung, auf der ›richtigen‹ Seite zu stehen.«

Was aber ist unser Gegenangebot? Es ist wenig überraschend, dass linke Kulturrevolutionäre nun auch Immanuel Kant »canceln« wollen, ihn aus dem Kulturgedächtnis auslöschen möchten (vergleiche deutschlandfunkkultur.de, 13.6.2020). Er war es, der das lateinische »Sapere aude« als Wesen der Aufklärung formulierte: »Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!« – Wenn alle diesen Mut aufbrächten, stünden die Antifa und ihre Sympathisanten allein da.

Ich glaube nicht, dass der Mensch dazu verdammt ist, in wilden Horden den Feind des Tages zu bekämpfen … – Korrektur: Ich glaube nicht, dass der Mensch dazu verdammt sein muss, wenig mehr als dumpfer Teil der Horde zu sein. In der Menge der möglichen Schicksale, die wir uns selbst bereiten, sind das Leben als programmiertes Mobmitglied oder als hilfloses Mobopfer nicht wesentlich, nicht zwingend, nicht unausweichlich. Die Schnittmenge der möglichen Lebenswege enthält nicht die Existenz als Scherge der Antifa oder des IS – aber eben auch nicht zwingend das Leben als aufgeklärter »Weiser in eigener Sache«.

Terrorbanden wie die Antifa sind ein Gegenentwurf zur Aufklärung. Ich bin gegen die Antifa, weil ich für die Aufklärung bin und für die Demokratie. Ich bin gegen die Antifa, weil ich für die Freiheit bin, für die unsere Eltern und Großeltern so hart gearbeitet haben, die Europa nach so viel Leid endlich errungen hat.

Die Horden der Antifa wollen uns ins Mittelalter zerren – UN und Journalisten werden dazu Applaus klatschen, die Globalisten aber, die das alles anheizen, zäunen sich selbst schon jetzt ein, schützen sich vor den Folgen ihres Tuns (Beispiel: CNN). Ich habe noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass der Mensch nicht dazu verdammt ist, in wilden Horden den Feind des Tages zu bekämpfen.

Ich hoffe noch, wenn auch gelegentlich etwas zweifelnd, dass der Mensch das Tierische in sich überwinden kann.

Ich glaube, will und hoffe, dass der Mensch sein eigenes Schicksal bestimmen kann – jeder Mensch.

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