18.04.2023

Herd der Herde – warum hast du noch keinen?

von Dushan Wegner, Lesezeit 4 Minuten
Stellen wir uns vor, Freunde einer ungenannten Regierung wollten ein Produkt ganz groß verkaufen. An alle Bürger, jeden einzelnen Haushalt. Milliardengeschäft! Wie absurd wäre es, zu befürchten, dass die Politik sich extra dafür eine Krise ausdenkt?
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Stellen Sie sich einmal vor, die Regierung befiehlt, dass jeder Bürger, ausnahmslos, zwangsweise einen bestimmten Herd kaufen muss. Eine Notlage wird ausgerufen, die nur mit diesem speziellen »Herd der Herde« gelindert werden kann.

Und wer diesen Zwangsherd nicht kauft, der gilt als Herdleugner und Krimineller und wird vom Staat verfolgt.

Absurd? Vollständig unvorstellbar? Uff, dann haben wir noch mal Glück gehabt. Ich habe es mir dennoch mal vorgestellt – und ein neues Buch geschrieben, welches »Herd der Herde« heißt.

Für die Schnellentschlossenen: »Herd der Herde« gibt es als Taschenbuch, für Kindle via Amazon und als EPUB via ebook.de.

Die Story: Ein geheimnisvoller Akteur namens »Kurt« rekrutiert ein Mini-Team, um gegen die Einführung eines ominösen neuen Herdes zu kämpfen. Regierung und Medien inszenieren eine angebliche Krise, um diesen »Herd der Herde« zu positionieren.

Journalisten und Experten werfen sich ins Zeug, um den Zwangsherd zu »verkaufen«.

Wer aber gegen den Herd argumentieren will, der steht bald allein da. Gefährlich allein. Und dann lernt er Freunde kennen, die noch gefährlicher sind.

Wie wird es ausgehen?

Die Dreiteilung

Wir alle hier versuchen ja, am Wahnsinn dieser Tage nicht wahnsinnig zu werden. Wir erleben ja heute nicht nur eine Zweiteilung der Gesellschaft, sondern eine Dreiteilung.

Da wäre erstens eine immer größer werdende Gruppe von Politikern, Journalisten und umherreisenden NGO-Aktivisten, die sogenannte Elite. Die erfinden eine eigene Realität, Wahrheit und Moral – und sie verdienen viel unanständiges Geld damit.

Da wäre zweitens die sogenannte Masse, für deren Teilobjekte (die »NPCs«) sich das Ausscheren aus der Masse schlimmer als der Tod anfühlt. Was diese Leute ihre »Moral« nennen, hat Lothar Obrecht jüngst als die »Ignoranz der Vielen« beschrieben.

Und dann wären da drittens die Leute zwischen den Stühlen. Vermutlich Sie und ich. Wir sind gewiss nicht gewiefter als die sogenannte Elite (wenn auch vermutlich anständiger, denn mehr Anstand als keinen zu haben ist nicht schwer). Und eigentlich wollen wir ja in und als Teil der Gesellschaft leben. Doch wir sind gestraft mit einem weit höheren Schmerzempfinden bezüglich kognitiver Dissonanz als die zweite Gruppe.

Eliten, Masse und Abweichler unterscheidet im Propagandastaat ihr Verhältnis zur Lüge: Die Eliten lügen, und sie wissen, dass sie lügen et cetera (siehe Pseudo-Solschenizyn).

Alles kann in den Köpfen der Masse zugleich wahr und nicht wahr sein. Innerlich leiden die Menschen der Masse oft an dieser kognitiven Dissonanz des gehorsamen Bürgers. Es beschwert die Seele eben doch, Lügen zugleich zu glauben und heimlich nicht zu glauben – auch wenn man es sich nicht eingesteht. Doch diese Menschen funktionieren weiter, soweit es Arbeitsmarkt, Supermarkt und Finanzamt betrifft.

Wir Abweichler aber sind doppelt gestraft: Uns fehlt die Gewieftheit (wir wollen uns einreden: eigentlich nur die Gewissenlosigkeit), um in den Kindergarten namens »Elite« aufgenommen zu werden – die meisten Kinder dort wurden ja ohnehin schon qua Geburt eingeschrieben. Und uns fehlt quälenderweise auch die Fähigkeit, die ewigen Schrödinger-Wahrheiten des Propagandstaats zu leben.

Also bleibt uns wenig anderes übrig, als »intellektuelle Mittelchen« zu suchen, um am Wahnsinn der Zeit nicht selbst wahnsinnig zu werden. Und so versuchen wir es mit Hausmitteln wie den Texten der freien Denker. Das Mittelchen, das ich uns braue, heißt oft genug Metapher. Sprachbilder, tausendfach.

Manchmal aber braucht es eine größere Portion, eine Hauptmahlzeit sozusagen. Und deshalb, liebe Leser, habe ich uns heute eine hoffentlich unterhaltsame Novelle geschrieben, eine Satire, den »Herd der Herde«!

Danke, auch für die Nächte

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich nicht nur bei allen Lesern bedanken, sondern auch bei den Korrektoren. Eine kleine Gruppe feiner Menschen korrigiert unbezahlt jede Zeile, die ich schreibe – jeden Tag, ab dem frühen Morgen und viel zu oft bis spät in die Nacht.

Die lieben Korrektoren teilen mit mir die Freude daran, die bestmöglichen Texte herzustellen, die herzustellen uns möglich ist. Wir arbeiten für Ihre Lesefreude, liebe Leser, aber auch weil wir glauben, dass gute Texte ein Wert an sich sind. Deshalb habe ich »Herd der Herde« ganz ausdrücklich meinen Korrektoren gewidmet.

Gönnen wir uns den Spaß! Ich lade Sie also auf eine 100 Seiten lange Reise namens »Herd der Herde« ein: als Taschenbuch und für Kindle via Amazon und als EPUB via ebook.de.

Ich danke Ihnen

Nur durch Ihre Unterstützung ist es mir möglich, in diesen (bislang 1,715) Essays wichtige Themen zu vertiefen und mutig weiter zu denken:

mehr Möglichkeiten → danke.dushanwegner.com

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