20.12.2021

Brechen und stechen

von Dushan Wegner, Lesezeit 6 Minuten, Foto von Alain Rieder
»Impfpflicht« = »brechen und stechen«. Wer sich nicht im Impf-Abo die mRNA-Impfung injizieren lässt, wird finanziell vernichtet und ins Gefängnis geworfen. Ein zentrales Register erfasst, wessen Wille schon gebrochen wurde. Wehe dem, der nicht drin ist…
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Wir lasen jüngst: »Stiko-Chef Mertens bedauert Aussage über Impfung von Siebenjährigen« (bz-berlin.de, 19.12.2021). – »Stiko«, das ist die »Ständige Impfkommission«, eine »Expertengruppe« beim Robert-Koch-Institut.

(Nebenbei, für alle, die jetzt erst zuschalten: Das Robert-Koch-Institut ist dem Gesundheitsministerium unterstellt, und ist eine Regierungsbehörde, die im Dritten Reich an den NS-Verbrechen beteiligt war, indem ihre Mitarbeiter an Menschen experimentierten und hunderte Menschen im Rahmen von Menschenversuchen töteten, so etwa welt.de, 1.10.2008; die Behörde gibt es auch selbst zu; siehe Eintrag zu 1933 auf rki.de/geschichte – es liest ja eh keiner, und im Staatsfunk, da läuft es nicht.)

»Vorteil oder Nachteil«

Vor etwa eineinhalb Jahrzehnten galt es noch als Skandal, als öffentlich bekannt wurde, dass einige der Mitglieder der Impfkommission gewisse Kontakte zur Pharmaindustrie aufwiesen (siehe etwa blaetter.de, 11/2009: »Das Geschäft mit der Grippe«). Das war insofern problematisch, als die sogenannten »Empfehlungen« dieser Expertengruppe darüber entscheiden, welche Impfungen (nach gewissen bürokratischen Zwischenschritten) von den Krankenkassen übernommen werden. Was die Kommission empfiehlt, gilt auch rechtlich als medizinischer Standard.

Dieser Skandal kam in Zeiten auf, als Zeitungen und sogar der Staatsfunk noch spürbar weniger »auf Linie« waren. Reste dieses alten kritischen Geistes erlebte man zu Anfang der Corona-Panik, als Staatsfunker noch zum »Durchatmen« aufforderten und die Interessen der Pharmakonzerne betonten; siehe auch Essay vom 13.3.2020. – Man drehte schnell um 180 Grad.

Um solche Uneindeutigkeiten aus dem Weg zu schaffen, passte man die Geschäftsordnung an. Wer von einem Beschluss der Kommission »einen wirtschaftlichen Vorteil oder Nachteil erlangen kann« (§7.1.1, siehe rki.de), soll von Beratung und Beschlussfassung ausgeschlossen werden. Überhaupt schien man sich tatsächlich darin zu versuchen, eine gewisse Unabhängigkeit an den Tag zu legen, wohl auch in der Auswahl seines Chefs – was nun vielleicht vorübergehend für etwas Ärger sorgt.

»überhaupt etwas Persönliches«

Der aktuelle Chef der Ständigen Impfkommission, der Virologe Prof. Dr. Thomas Mertens, hatte in einem Interview mit der FAZ kürzlich zu sagen gewagt, dass er ein siebenjähriges Kind (mit der Corona-Impfung) wahrscheinlich nicht impfen lassen würde (faz.net, 1.12.2021).

Die Politik wurde wütend! Figuren mit der moralischen Glaubwürdigkeit einer Manuela »Fake-Stiftung« (welt.de, 9.1.2021) Schwesig griffen den Virologie-Professor an (siehe mdr.de, 5.12.2021). Wie kann der Experte es wagen, zur politisch gewünschten Einheitshandlung sein »Hurra« zu verweigern?!

Jetzt »bedauert« Mertens also. Seine Begründung ist, dass es ein Fehler gewesen sein, »überhaupt etwas Persönliches gesagt« zu haben. Sprich: Er scheint zuzugeben, dass öffentliche Meinung und eigentliche Meinung bei ihn auseinander gehen (müssen).

Es fällt manchem Bürger schwer, sich nicht an China erinnert zu fühlen, wo Andersdenkende schon mal öffentlich widerrufen und sich demütigen müssen. Das war unter Genosse Mao dort so, das war im vergangenen Jahrzehnt unter Genosse Xi Jinping so (faz.net, 16.9.2013; zeit.de, 15.5.2014) – und in Deutschland unter Genosse Scholz offenbar ähnlich. Man fragt sich, wie lange Prof. Dr. Mertens sich noch Stiko-Chef nennen darf…

»unvermeidbar«

Die Regierung mit dem weiterhin völlig normal wirkenden Karl Lauterbach, der jetzt Gesundheitsminister ist, bereitet derweil die Impfpflicht vor. Hohe Bußgelder seien »unvermeidbar«, heißt es (bz-berlin.de, 10.1.2021), sogar von Gefängnis ist die Rede.

Die Bußgelder sollen tausende Euro betragen. Man will dich brechen – und dann zustechen. Wer sich nicht brechen lässt, dem wird das Bußgeld erhöht. Wer nicht zahlt, dem droht der Knast.

Der vertrauenswürdige Herr Lauterbach erwägt, ein »Impfregister« einzuführen, um »den Corona-Impfstatus der Menschen zentral zu erfassen« (welt.de, 20.12.2021).

Dieselben Gestalten, die letztes Jahr es noch als »absurde und bösartige Behauptung« abtaten, dass Ungeimpfte ihre Grundrechte verlieren würden (siehe @kretschmer, 5.5.2020), reihen sich jetzt in die Reihe der lautesten Impfpflicht-Forderer (tagesschau.de, 22.11.2021).

Schon jetzt berichten mir Menschen, dass sie sich unter Tränen haben »impfen« lassen, um den indirekten Repressalien zu entgehen (siehe auch Essay vom 26.11.2021). Es werden viele mehr werden, die erst gebrochen und dann gestochen werden.

In Bayern fordert Markus Söder derweil »strengere Regeln für Ungeimpfte« und er findet »Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte absolut sinnvoll« (welt.de, 19.12.2021, 20:26 Uhr).

Der Duden erklärt die Bedeutung des Wortes »Diktatur« so:

unumschränkte, andere gesellschaftliche Kräfte mit Gewalt unterdrückende Ausübung der Herrschaft durch eine bestimmte Person, gesellschaftliche Gruppierung, Partei o. Ä. in einem Staat«. (duden.de zu »Diktatur«)

Ich überlasse es Ihrem Intellekt und Sprachgefühl, zu beurteilen, wie weit Deutschland bereits vorangeschritten ist, auf jenem gefährlichen Weg zu einem Zustand, den schon heute Kritiker als »Corona-Diktatur« oder »Impf-Diktatur« bezeichnen.

»du denkst und entscheidest«

»Du sollst keinen Ratschlag geben!«, so ermahne ich mich selbst. – Wenn ich hier schreibe, und wenn ich sogar den Imperativ verwende (»Prüfe alles!«), dann will ich das als eine Art »Meta-Bitte« verstanden wissen.

Etwa so: Was auch immer du denkst und entscheidest, bitte sei ehrlich zu dir selbst.

Sei ehrlich ob der Fakten, wie sie sich dir heute bieten. Sei ehrlich ob der möglichen und absehbaren Entwicklungen. Und, vor allem: Gehe in dich und suche deine eigenen wahren Motive zu erkennen.

Die Regierung will dich »brechen und stechen«. Und wenn sie dich einmal gebrochen haben, werden sie dich im »Impf-Abo« immer wieder brechen und immer wieder stechen.

Vielleicht bist du ja bereits einer, der aus Überzeugung geimpft wurde, und der sich dankbar immer weiter »boostern« lässt. Dann betrifft es dich »zweiter Hand«: Wisse, dass du in einem Land lebst, in welchem sie deinen Nachbarn »brechen und stechen« wollen. (Erschreckend viele unserer lieben Mitbürger könnten hierzu sagen: »Gut so!« – Dazu wiederum möchte ich, in anderem Wortsinn, »brechen«)

Vielleicht wurdest du bereits einmal gebrochen, doch du willst es nicht noch einmal zulassen. Oder du wurdest noch nicht gebrochen, und willst es auch weiter nicht tun. – Was ist dein Plan? Was ist dein realistischer und nicht-verrückter Plan? Hast du die Mittel und Möglichkeiten, dem Gebrochenwerden zu entgehen?

Ich habe aber auch volles und ehrliches menschliches Verständnis, wenn du dich brechen lässt – sei ehrlich zu dir! – und dich dann stechen lässt, weil du sehr real fürchtest, was die Behörden sonst dir und deiner Familie antun werden. Dann habe ich keinen Rat und keine Bitte, aber doch eine Zusicherung: Du bist nicht dein Gebrochenwordensein.

Nicht deine (Nicht-) Impfung

Auch einer, der gebrochen wurde, und der sich dann monatlich neu brechen und stechen lässt, weist als Mensch noch immer mehr Eigenschaften auf, als nur das Gebrochen- und Gestochensein.

Ich rufe heute beiden zu, den Ungeimpften wie auch den Geimpften (und übrigens auch den geimpften Impfgegnern, deren Zahl täglich steigt, so sie nicht an  Hirn- oder Herzthrombosen sterben): Definiert euch selbst weder über die Impfgegnerschaft noch übers Geimpftsein!

Ob sie dich brechen und stechen, ob du dich aus Überzeugung impfen lässt, oder ob es dir eher egal ist und du die Behörden »einfach mal machen lässt«: Du bist nicht deine Impfung, und du bist nicht deine Nicht-Impfung.

Die wollen dich brechen und stechen, und die meinen es ernst. Entscheide dich in dieser Angelegenheit, auch gern jeden Tag aufs Neue – und dann wende dich, bitte, wieder deinen weiteren relevanten Strukturen zu.

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