In New York plant Zohran Mamdani die Steuer auf »reiche und weiße« Bezirke. Ist es eine Variante auf die Dhimmi-Steuer des Kalifats? Nein, die »Dschizya« ist eine Schutz-Abgabe. Hier geht ein Neo-Sozialist gegen Weiße vor – ohne versprochenen Schutz.

Zohran Mamdani ist bekennender Linker und bekennender Muslim. Und er ist Bürgermeister von New York. (Die übliche »linke« Nummer: Mamdani sagte seinen Wahlschafen, es solle keine Milliardäre geben – doch sein Wahlkampf setzte auf George-Soros-Sponsoring; siehe nypost.com, 12.07.2025.)

Die Wahl Mamdanis ist gelebte Diversität, weltweit von Linken gefeiert. Und New York geht mit seiner Wahl wieder einmal der Welt voraus.

Ja, New York und Mamdani zeigen der Welt, wie die Zukunft anderer »divers« regierter Städte aussieht.

Minderheit im Zahlenverhältnis

Laut dem U.S. Census Bureau (census.gov) leben in New York aktuell etwa 33 Prozent Weiße, also Menschen, die sich als »nur weiß« identifizieren.

Ein Drittel.

Zwei Drittel sind nicht weißer Hautfarbe, beziehungsweise »identifizieren« sich nicht als weiß. (Einigen Individuen changieren in ihrer Selbstzuschreibung, je nachdem, ob es gerade von Vorteil oder von Nachteil ist, weiß zu sein.)

Weiße bilden in New York die Minderheit?

Und Mamdani will nun Gesetze erlassen, Weiße betreffend.

Mamdani erklärte, er wolle »reiche und weiße Wohnbezirke« stärker besteuern. Er kündigte es schon letztes Jahr explizit an (foxnews.com, 29.6.2025). Er legte nun den konkreten Plan vor (foxnews.com, 6.4.2026).

Steuer statt Schutz

Nein, es geht nicht mehr um Minderheitenschutz, kann es ja nicht. Es geht um das Gegenteil von Minderheitenschutz. Es geht auch nicht um Stärkung der Machtlosen, denn Mamdani und sein Team sind ja an der Macht.

Mit neo-sozialistischen Schwurbeleien wie »racial equity plan« plant man in New York, was auf den ersten Blick wie eine Variante der Dschizya aussieht (siehe Wikipedia). Im Original-Kalifat wird Nichtmuslimen eine Sondersteuer auferlegt, die Dschizya, im neudeutschen Volksmund auch schon mal »Dhimmi-Steuer« genannt.

Muslime mussten die Dschizya nicht zahlen. Es war also eine Steuer, der man durch einen »einfachen« Übertritt entgehen konnte. Das wiederum führte zu spannenden Situationen, dass bisweilen nur begrenztes Interesse daran bestand, eroberte Gebiete auch gleich zu konvertieren.

Dem racial equity plan des Zohran Mamdani wird man nicht durch Konversion entgehen. Seine Minderheiten-Steuer soll »reiche und weiße« Bezirke treffen. Es soll weiße Familien bestrafen, die sich über Generationen hinweg anstrengten und klug wirtschafteten. Es soll die bestrafen – um eine deutsche ehemalige Jungkommunistin zu paraphrasieren – »die schon länger da sind«.

Ich sagte, dass Zohran Mamdani bekennender Linker und bekennender Muslim ist. Und ich verglich seine Steuerpläne mit der legendären »Dhimmi-Steuer«.

Doch lasst mich drei wichtige Punkte zur Unterscheidung vorlegen, als Quintessenz und Ausblick:

Der westliche Sonderweg

Erstens: Die selbstaufopfernde Bevorzugung von Minderheiten und »kulturellen Neuankömmlingen« ist ein ausschließlich westliches Phänomen, und auch das nur in der Spätphase des sterbenden, ex-christlichen Westens (Stichwort suizidale Empathie). Jede andere Denkweise, wohl inklusive die des Sozialisten Mamdani, seit jeher und seit Menschengedenken, wird zuerst die Mehrheit schützen und stärken – und, wenn diese Mehrheit zivilisiert und gutmeinend ist, kann sie der Minderheit einen »Schutz mit Auflagen« gewähren – solange sie sich damit nicht selbst gefährdet.

Zweitens: Meine Sorge ist, dass es der Sozialist Mamdani ist, der die Sondersteuer für »Reiche und Weiße« beschließen will, nicht der Muslim. Die klassischen Dhimmi-Steuern sind Schutz-Steuern. Wenn sie sich »an die Regeln halten«, können sowohl Juden als auch Christen durchaus in zivilisierten (!) muslimischen Staaten leben und gedeihen (solange nicht ausländische Bomben die Kirchen (ewtn.co.uk, 11.10.2025) und Synagogen (yahoo.com, 7.4.2026) in Schutt und Asche legen.)

Christen im Sozialismus hingegen ergeht es deutlich schlechter (siehe Wikipedia). Für den Sozialisten Mamdani sind Reiche und Weiße dieselbe zu bekämpfende Kategorie, und die Sondersteuer ist nur der Anfang. Es wäre nicht allzu weit hergeholt, zu fürchten, dass »Reiche und Weiße« für den Sozialisten Mamdani de facto Synonym für Christen ist; genauer: dass es für den Sozialisten ein Feindbild ist, wie Christen ein Feindbild für die Bolschewiken waren.

Die Dhimmi-Steuer des Kalifats versprach zumindest Schutz – die Weißen-Steuer des Sozialisten ist nur der Einstieg in weitere Benachteiligungen.

In was für einem Staat?

Ich fürchte und ich sehe dieser Tage den nächsten Anlauf des Sozialismus, nach der globalen Macht zu greifen (siehe auch den gestrigen Essay) – und ich meine mit »Sozialismus« das Bestreben, an traditioneller Rechtfertigung vorbei Macht zu ergreifen, mit dem »Sozialen« als zufälliger populistischer Komponente, die fallengelassen oder ausgetauscht werden kann.

In welcher Staatsform aber willst du leben? In was für einem Staat?

Nun, ich will in einem Staat leben, in dem ich mit Paulus sagen kann:

Willst du also frei von Furcht vor der Obrigkeit sein, so tu das Gute: dann wirst du Anerkennung von ihr erhalten; denn sie ist Gottes Dienerin dir zum Guten. Tust du aber das Böse, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst: sie ist ja Gottes Dienerin, eine Vergelterin zur Vollziehung des (göttlichen) Zornes an dem Übeltäter.

Römer 13:3–4

Allgemein gesprochen: Es macht einen entscheidenden Unterschied, ob ein Staat sich an höherer Wahrheit orientiert (christlich gesagt: ob die Obrigkeit »Gottes Dienerin« ist) – oder ob er meint, den Göttern befehlen zu können (oder, wie europäische Regierungen zu oft: zu vulgär ist, das Höhere über sich zu spüren).

Wenn ich schon Teil eines Staates sein muss – anders geht es ja nicht – so wäre ich gern Teil eines Ganzen, dessen Regierende weiter als bis zur nächsten Wahl denken – vielleicht sogar weiter als »nur« bis zu ihrem Tod. Ja sogar weiter als bis zum Tod ihrer Enkel und Urenkel.

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Der Essay New York plant Steuer für Weiße von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/steuer-fuer-weisse/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!