12.12.2020

Tyler Durden und der Supreme Court

von Dushan Wegner, Lesezeit 5 Minuten, Foto von Denys Nevozhai (Shenzhen, China)
Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat die USA zur Bananenrepublik erklärt. Man will die Klage des Bundesstaates Texas um die »Wahl« 2020 nicht einmal verhandeln. Warum? Und, vor allem: Wer hat WIRKLICH gewonnen?
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Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Klage von Texas abgewiesen, welcher sich viele weitere Staaten angeschlossen hatten, womit der Sumpf wohl endgültig gewonnen hat und das greise Oberhaupt der Biden-Bande als Übergangs-Präsidenten der USA installieren kann. Von CNN (cnn.com, 12.12.2020) über China (ecns.com, 12.12.2020) bis zum deutschen Staatsfunk (tagesschau.de, 12.12.2020) nimmt man es befriedigt zur Kenntnis (dt. Staatsfunk etwa: »Es ist die nächste schwere Schlappe für den Noch-Präsidenten – und wohl auch die endgültig entscheidende«).

(Randnotiz: Aus noch unklaren Gründen, schießt sich der Sumpf derweil plötzlich auf die Biden-Bande ein; mit Fakten, die teils Jahre zurückliegen. Aktuell wird etwa über 400.000 US-Dollar berichtet, welche Hunter Biden im Jahr 2014 aus der Ukraine erhalten haben soll und wohl anzugeben »vergaß«; siehe nbcnews.com, 11.12.2020. Der greise Joe Biden hatte ja angekündigt, eine »Krankheit zu entwickeln« und schnell Platz zu machen für die unsägliche Harris – befürchtet man, dass er es sich überlegt?)

Der Oberste Gerichtshof der USA hat nicht etwa die Klage samt ihrer Argumente verhandelt – man will die Klage nicht einmal zulassen. Man sagt, Texas habe kein »standing« (etwa: Klagebefugnis, siehe engl. Wikipedia). Für Nichtjuristen klingt es wie vorgeschoben und blanke Angst – doch wovor? Einige Beobachter weisen darauf hin, das das Gericht nicht nur die formelle Gesetzeslage beachten muss, sondern auch die Stabilität der Landes, doch wie stabil kann ein Land sein, dessen Präsident auf derart fragwürdige Weise installiert wird?

Die Figuren hinter der Biden-Bande lassen sich die Option offen, den Supreme Court mit ihren eigenen Leuten zu erweitern (»stacking«), was de facto einer offenen Politisierung und also Entmachtung eben jenes Gerichtshofs gleichkkäme. Indem sie gar nicht erst verhandeln wollen, was gegen die Legitimität des Fake-Präsidenten Biden spricht, könnte der Supreme Court seine eigene Entmachtung eingeleitet haben. Es ist vorerst rätselhaft.

»Nicht mit einem Knall, sondern mit Gewimmer«, werden wir untergehen, so schrieb ich im Essay vom 17.6.2019. Es stellt sich heraus, dass selbst das zu optimistisch gewesen sein könnte, dass nicht einmal ein Gewimmer zu hören sein wird.

Am Abend des 11.12.2020 wurde besiegelt, was doch eigentlich schon seit Jahrzehnten feststand und schon lange eingeleitet war: Dies ist das Chinesische Jahrtausend. (In Deutschland ist immerhin Sachsens Ministerpräsident Kretschmer »auf Zack«, wenn er sich bereits direkt Regierungstipps aus China geben lässt. Nein, das ist kein Scherz, siehe @MPKretschmer, 10.12.2020 – und es ist spannend, dass Kretschmer kurz danach »autoritäre Maßnahmen« des Staates fordert, so welt.de, 11.12.2020.)

Jedoch, keine Panik! Ich kann Ihnen versichern, dass es auch in China durchaus fröhliches Leben gibt (solange man die Regierung nicht kritisiert, also ähnlich wie in Deutschland) – und einige chinesische Städte scheinen in der Entwicklung um Jahrzehnte vor Deutschland zu liegen.

Hier ist ein Video aus Shanghai vom Juni 2020: youtube.com/watch?v=Ff29nDLBzaA, hier eines aus Liuyang: youtube.com/watch?v=h5CSSBqJQGk, hier eines aus Shenzhen: youtube.com/watch?v=LnLi5eJGd2I, und hier ein beeindruckendes Video aus der Stadt Changsha, einer der vielen chinesischen Metropolen, von denen Sie vielleicht noch nie gehört haben: youtube.com/watch?v=WvekaVFHUvk. Wenn wir »zu China werden«, werden wir aufholen müssen.

Zero Hedge, der einflussreiche Finanz- und Politik-Blog des Ex-Investmentbankers Daniel Ivandjiiski, veröffentlichte aktuell nicht nur seine üblichen Tech-, Finanz- und Politikmeldungen (etwa, extra aktuell: »Former Special Forces Officer warns of ›color revolution tactics‹ used against Trump«), sondern auch einen bemerkenswerten Text, der (nur) auf den ersten Blick nichts mit Politik oder Finanzen zu tun hat: »What if all American excercised regularly?«, fragte er; zu Deutsch etwa: »Was wenn alle Amerikaner regelmäßig Sport machen würden?« (zerohedge.com, 11.12.2020) – der Artikel ist mit trainierenden Menschen auf »Spinning Bikes« illustriert (einer Art »Heimtrainer auf Steroiden«). Ich war erst überrascht – doch ich verstand schnell.

Das profitabelste und bislang kulturell einflussreichste Produkt des börsengrößten Konzerns der Welt mag das iPhone sein, das kulturell ambitionierteste Produkt ist allerdings die Apple Watch, die für ihre »Drei Ringe« bekannt ist, mit welchen der Träger seine tägliche Bewegung dokumentiert. In wenigen Tagen wird Apple sein neues Programm »Apple Fitness+« freigeben (vorerst nur in englischsprachigen Ländern, siehe apple.com/apple-fitness-plus/), und Apple stellt sich immer offener als Gesundheitskonzern auf, der als Mittel zum Zweck eben Technik verkauft (und mit »Gesundheit« auch geistige Gesundheit meint, wozu die Willenstärke gehört).

Sport ist nicht nur gesund für den Körper! Die tägliche und dauernde Überwindung ist ganz wesentlich auch ein Training des Geistes. Ich habe den Text »Verschuldung und Herrschaft« mit diesen Worten geschlossen: »Übe dich in Selbstdisziplin! Gerade in Zeiten des Umbruchs gilt: Sei der Herr über deine Handlungen, deine Entscheidungen, und ganz besonders deine Gefühle, sonst werden andere Mächte der Herr über deine Handlungen, deine Entscheidungen und deine Gefühle sein.« (Es ist geradezu charmant von Apple, mit dem iPhone und damit Smartphones insgesamt der Verbreitung einer neuen, demokratiebedrohenden Art von Abhängigkeit den Weg geebnet zu haben – und dann mit anderen Geräten (und Funktionen wie »Screentime«) wieder Geist und Körper der Menschen stärken zu wollen.)

Wir nehmen zur Kenntnis, dass in Washington und Brüssel passiert, was dort passiert. Wir nehmen zur Kenntnis, dass Berlin via Lockdown das Land weiter abwürgen wird, bis auch der letzte Rest an Rückgrat gebrochen ist und man nicht nur wirtschaftlich reif ist, als Chinas Kolonie zu dienen. Wir haben begriffen, dass das, was wirklich die Nachricht des Tages ist, wahrlich nicht nimmer auch in den Nachrichten im Staatsfunk oder den von der Regierung co-finanzierten Zeitungen als Nachricht des Tages läuft.

Wenn das Schiff untergeht, schimpfe nicht auf die Offiziere, sondern suche eine Schwimmweste – und lerne schwimmen, so gut es auf die Schnelle eben geht.

Der/die Blogger hinter Zero Hedge schreibt/schreiben unter dem Pseudonym »Tyler Durden«, eines Protagonisten des Buches und Filmes »Fight Club«. Aus eben diesem Buch und Film stammt auch ein Tyler-Durden-Zitat, welches ich 2019 ausführlich notierte, konkret im Text »Wenn der Staatsfunk ausgedachte Gefahren berichtet und tatsächliche Morde ausblendet« (ich darf jenen Essay hier herzlich aufs Neue empfehlen!), und dieses Zitat enthält im Film diesen Kern: »Our Great War’s a spiritual war!« – zu Deutsch etwa: »Unser Großer Krieg ist ein spiritueller Krieg!«, oder: »Unsere große Schlacht ist eine Schlacht des Geistes!«

So wild und wechselhaft die Wolken am Himmel auch dräuen mögen – weder die Augen vor ihnen zu verschließen noch drohend die Faust gegen den Himmel zu schütteln wird deine Lage verbessern.

Wenn die Wolken am Himmel sich neu ordnen, wenn du kalten Wind und erste Tropfen auf deiner Haut spürst, ignorier den Sturm nicht, und schimpf auch nicht auf ihn, sondern ordne deinen Angelegenheiten derart, dass du den Sturm überleben wirst – am Körper wie am Geist.

»Weiterschreiben, Wegner!«

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