03.12.2022

Twitter Files – wir ahnten es doch!

von Dushan Wegner, Lesezeit 5 Minuten, Foto von Ferdinand Stöhr
Nehmen wir an, die Twitter Files sind echt. Man fragt sich: Ist eine Wahl auch dann legitim, wenn der Gewinner vorher ungünstige Meldungen zensieren ließ? Wenn nicht, was bedeutet das für Joe B.?
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Das von Elon Musk aufgekaufte Twitter hat damit begonnen, (natürlich auf Twitter) offenzulegen, dass und wie US-Politiker (beider großer Parteien) direkt darauf Einfluss genommen haben, welche störenden Meldungen zensiert wurden.

Der englischsprachige erste Original-Thread zu den »Twitter Files« beginnt bei twitter.com/mtaibbi/status/1598822959866683394. Severin Tatarczyk dokumentiert es auf Deutsch auf seinem Blog severint.net, 13.12.2022.

(Gut, dass es unabhängige Medien gibt. Während ich dies schreibe, findet sich beim deutschen Staatsfunk keine Meldung dazu, nur bei t-online steht etwas. Ein Zyniker würde vermuten, dass man bei ARD und ZDF noch die entsprechenden »Framing-Richtlinien« erarbeitet – oder auf Anweisungen wartet.)

»Handled«

Der vielleicht bislang wichtigste Tweet ist https://twitter.com/mtaibbi/status/1598827602403160064.

Dessen Inhalt ist denkbar schlicht: Sogar noch vor der US-Wahl hat das »Biden-Team« explizite Listen von Tweet-URLs an Twitter gemailt. Die leiteten das intern weiter, und antworteten so kurz und lapidar mit »Handled«; was nach Mafia-Code klingt, und sich ins Deutsche übersetzen ließe etwa als: »Habe mich gekümmert.«

Im Essay vom 10.12.2020 schrieb ich:

Vor der »Wahl« herrschte in den USA ein Medien-Blackout über alles, was Hunter Biden anging (später, nach der vollbrachten Tat, würde etwa der Twitter-Chef solche Zensur lapidar als »Fehler« bezeichnen und also seine eigene Schuld »abhaken«, siehe nypost.com, 17.11.2020).

Und jetzt kommt ans Tageslicht , wie es zu diesem »Fehler« kam.

Wenn die aktuellen Meldungen und Mail-Screenshots stimmen, hat Twitter öffentlich gelogen (Lüge = bewusste Falschbehauptung).

Man hatte gesagt, dass die für Biden sehr unschönen Hunter-Biden-Laptop-Meldungen gegen die Richtlinie verstießen, dass kein »hacked material« veröffentlicht werden durfte. Es scheint nun aber, dass Twitter intern sehr wohl wusste, dass das Blödsinn war.

Nachzulesen, in der damals zu unrecht zensierten New York Post:

The chaos and confusion behind closed doors at Twitter in the immediate aftermath of the October 2020 Hunter Biden expose show that a small group of top-level execs decided to label the Post’s story as «hacked material” without any evidence — behind the back of then-CEO and founder Jack Dorsey. (nypost.com, 2.12.2022)

Zu Deutsch etwa:

Das Chaos und die Konfusion hinter verschlossenen Türen bei Twitter, verursacht durch das Hunter-Biden-Expose im Oktober 2020, zeigen, dass eine kleine Gruppe hochrangiger Führungskräfte beschloss, die Geschichte der (New York) Post ohne Beweise als »gehacktes Material« zu bezeichnen – hinter dem Rücken des damaligen CEO und Gründers Jack Dorsey. (nypost.com, 2.12.2022; Übersetzung aus dem Englischen)

Es fällt ein wenig auf, wie oft betont auf diversen Plattformen wird, dass der CEO-Chef von all dem nichts wusste. Na, ja. Man hört übrigens auch Kommentare wie: »Elon Musk didn’t just buy twitter… He bought a crime scene!« (@artemis360, 3.12.2022); zu Deutsch etwa: »Elon Musk kaufte nicht nur Twitter … er kaufte einen Tatort!«

Erst das Framing?

Niemand bestreitet bislang, dass die veröffentlichten Mails und Meldungen authentisch sind. Wenn es stimmt, dann wird wohl bestätigt, was der sprichwörtliche Blinde mit dem Krückstock sehen konnte: Die US-Wahl 2020 wurde (mindestens) von Twitter zugunsten der sogenannten »Democrats« und ihres senilen Kandidaten manipuliert.

Was »uns hier« beinahe wie alter Hut erscheint, ist für Leute, die ihr Weltbild aus Tagesschau und Mainstream beziehen, ein solcher Schock, dass man es ihnen erst dann sicher verabreichen kann, wenn das passende Framing-Handbuch geschrieben ist.

Ich vermute, man wird es so framen, dass Elon Musk durch die Offenlegung der wenig demokratischen Vorgänge rund um die »Wahl« Bidens den Glauben an die Demokratie beschädige, und deshalb der wahre Böse sei. Nicht nur in Deutschland gilt ja derjenige, der auf den Schmutz hinweist (oder ihn gar – oh Schreck! – aufräumen will) für gefährlicher als der, der ihn anrichtete.

Elon Musk hatte ja schon vor einiger Zeit angekündigt, für freie Rede einzustehen und gewisse Vorgänge der Vergangenheit offenzulegen. Das sorgt an einigen Stellen für Reaktionen, die sich nur als Kombination aus Panik und Wut erklären lassen. Die EU tut noch nicht mal mehr, als sei sie besonders demokratisch oder freiheitlich gesinnt – wie wolle eine Ursula von der Leyen das auch glaubwürdig behaupten – und man droht Musk offen, ihm die »Daumenschrauben« (zdf.de, 1.12.2022) anzulegen, wenn er nicht im Interesse der EU-Behörden abweichende Meinung (»Hass und Hetze«) zensiert. – Mehr China wagen!

Norber Häring erklärt in einer aktuellen Recherche (norberthaering.de, 2.12.2022), dass und wie Zensur in Deutschland praktiziert wird, egal was auf irgendwelchem Grundgesetz-Papier steht – und wie sogar der Staatsfunk es nach viel Herumdrucksen gesteht. Natürlich erscheint ein »freies« Twitter solchen Politikern als Gefahr.

Zumindest das

Das politische Fazit aus den Twitter-Files ist ja eine Frage: Betrachtet man eine Wahl als legitim, wenn der »gewinnende« Kandidat vorher aktiv für ihn negative Meldungen zensieren lassen konnte? Wenn ja, dann wäre zumindest das kein Hindernis, den senilen Boss der Biden-Bande als legitimen US-Präsidenten zu betrachten.

Deutschland ist ein Land, das einen Milliarden Euro teuren Staatsfunk unterhält, um dem Volk die »richtige« Meinung (und damit Wahlentscheidung) einzubläuen. Die deutsche Politik wird also wenig Bauchweh damit haben, wenn via Zensur-Tricks eine Wahl in die »richtige« Richtung gesteuert wurde.

Ich aber tue mich auch weiterhin schwer, in solchen Wahlen wie »USA 2020« den »Geist der Demokratie« zu erkennen – und also vermag ich heute weniger denn je, den lügenden Grabscher Joe Biden als legitimen Präsidenten der USA ernst zu nehmen.

Und so bleibt unser Fazit auch aus den »Twitter Files«: Glaubt nichts, nur weil es im TV (oder auf Mainstream-Websites) gesagt wird, denn: »Die Wahrheit läuft nicht im Fernsehen«.

Lest auch weiterhin freie Medien, mindestens zum Abgleich mit der »offiziellen Wahrheit«.

Informiert euch selbst – und dann vertraut eurem Verstand, denn er bleibt euer bester Freund.

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