20.1.2021

Die Welt, wie wir sie kannten, ist vorbei

von Dushan Wegner, Lesezeit 7 Minuten, Foto von Robert Haverly
Die Flaggen, die in Washington D.C. statt lebenden Bürgern für die Vereidigung des grabschenden Lügengreises aufgestellt wurden, ähneln Flaggen auf Gräbern gefallener Soldaten. Eine Farce. Die Welt, wie wir sie kannten, ist vorbei – wie fühlen Sie sich?
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»This is the end of the world, as we know it«, so sang im Jahr 1987 die Indie-Rockgruppe R.E.M. im Song gleichen Titels; zu Deutsch: »Es ist das Ende der Welt, wie wir sie kennen.«

Das Lied selbst liefert die Stichworte eines Weltuntergangs, wie man ihn sich in friedlichen Zeiten eben vorstellt, wie schon in der biblischen Apokalypse sind es Bildmotive, welche die damaligen Autoren wie auch Zuhörer kennen; in biblischen Zeiten eben Armeen, Engel und Trompeten, 1987 bei R.E.M.: »every motive escalate, automotive incinerate« – zu Deutsch: »jedes Motiv eskaliert, Automobile gehen in Flammen auf«. (Randnotiz: Was R.E.M. noch als Zeichen des Weltuntergangs sah, das gilt in Berlin als üblicher Wochentag.)

»This is the end of the world, as we know it«, so singen wir auch heute wieder mit, doch wie jene berühmte Zeile weitergeht, das mitzusingen tun wir uns schwer; die folgenden Worte sind: »… and I feel fine.« – »… und ich fühle mich gut.«

Es ist Januar 2021, die uns bekannte Welt endet, und ich spüre mehrere Gefühle zur selben Zeit – und keines dieser Gefühle ist »fine«.

Es ist das Ende der Welt, und es hatte sich schon länger angedeutet! Wir spürten schon 2017, dass es sich wie die letzten Tages des Westens anfühlte, im 2018 der letzte Tag auf dem letzten Jahrmarkt, das Ende der Wahrheit, wie wir sie kannten.

Vor einem Jahr verkündete das Ministerium des Immobilienkenners und Gutverdieners Jens Spahn noch, man schätze die Gefahr durch das »Corona-Virus aus China« als »sehr gering« ein (faz.net, 21.1.2020). Ein Jahr später wird bereits von einer gefährlicheren, mutierten Variante des Virus gesprochen. Tatsächlich scheinen sich die ahnungslosen Alleswisser nicht besonders gut abgesprochen zu haben, denn der inzwischen recht berühmt gewordene Herr Drosten »zur Klarstellung« verkündete, man habe »keinerlei Hinweis auf eine besondere Mutation« gefunden, während es wirkt, als würde »Jungkommunistin« Merkel das Land an ihren Nachfolger im Zustand des totalen und ewigen Lockdowns übergeben wollen (euronews.com, 19.1.2021).

(Randnotiz: Am 14.6.2018 schrieb ich den Essay »Trümmerfrauen nach dem Merkelsturz«, und darin zur Einleitung: »Der Merkelsturz wird kommen, ob es noch 1 Tag oder 1 Jahrzehnt dauert. Ich sage Ihnen: Die Leute, die vor den schlimmen Folgen des Merkelismus warnten und dafür verunglimpft wurden, werden die neuen Trümmerfrauen sein!« – Ich bin es wirklich, wirklich satt, dass meine zur Mahnung geschriebenen Texte nur wenig später zur »Vorab-Geschichtsschreibung« werden.)

Nein, diese Welt wird nie mehr normal sein, falls wir mit »normal« in etwa »ganz wie früher« meinen sollten. Selbst wenn alle Dinge sich genauso einrichten würden, wie sie vor der »Ermächtigung« des Merkelsystems oder gar idealerweise vor Merkel selbst waren, so würde doch das Bewusstsein bleiben, dass einem von Regierung und Propaganda brav gehaltenen Volk jederzeit wieder aus diesem oder jenen ach-so-dringenden Anlass die Grundrechte entzogen werden können.

Ja, ich schreibe diesen Text am Morgen des 20.1.2021, und es ist fürwahr ein Ende der Welt, wie wir sie kannten, und natürlich hebt sich der innere Blick und schaut über den nicht-nur-sprichwörtlichen Teich.

In den USA war es gute Tradition, dass am Veterans Day an den Gräbern der gefallenen Soldaten je eine amerikanische Flagge aufgestellt wurde (für ein Foto siehe etwa militarytimes.com, 13.5.2020); es war eine Praxis, die 2020 wegen Corona ausblieb. Die Vereidigung des grabschenden Lügengreises Biden, nach einer »Wahl«, bei der geraunt wurde, dass auch viele Tote »gewählt« haben sollen, wird – wie auch sein »Wahlkampf« – weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit ablaufen (dafür stärker und mit weit mehr Soldaten bewacht als die Green Zone in Baghdad). Im abgesperrten Gebiet ums Capitol wird man keine jubelnden Bürger erleben. Die echten Bürger bleiben draußen, vor denen hat man Angst. Statt dessen wurden tausende amerikanische Flaggen aufgestellt, ein »Field of Flags«, und die Bilder gleichen auf gruselige Weise denen eines Friedhofs (siehe nytimes.com, 21.1.2021). (Sollte Ihnen das nicht makaber genug sein: Laut breitbart.com, 19.1.2021 werden Spender für die Vereidigungsfeier, inklusive des düsteren »Field of Flags«, automatisch zur Mailingliste der für Abtreibungen bekannten Organisation »Planned Parenthood« hinzugefügt. Wofür soll das gruselige Feld der 191.500 Flaggen nun also stehen?! Soll es am Ende gar für die Corona-Opfer stehen, schließlich diente Corona ja als Vorwand für den massenhaften Einsatz der hoch betrugsanfälligen und nur schwer zu prüfenden Briefwahl, durch welche ja erst, teils nach den bekannten Auszählpausen, die nächtlichen »Sprünge« in den Biden-Stimmen zustande kamen.)

Die Welt, in der ich aufgewachsen bin (und in der ich zu dem Mensch wurde, der ich bin), war eine amerikanische Welt. Die Flagge der USA stand für mehr und tiefere Werte – ja, und für auch einige recht dunkle Momente – und was von den Werten bleibt, ist die wehmütige Erinnerung. Wir wissen nicht immer genau, was die reale Realität ist, doch wir ahnen, dass es eine andere ist als die, welche die von Regierungen und Konzernen finanzierten »Journalisten« uns berichten.

Leser, wir sind längst nicht mehr in Kansas: »Haben Sie von Trumps Kampf gegen Menschenhandel gehört? Nein. Es ist eine der Meldungen, die Trump gut dastehen lassen. Journalisten sind wie Darsteller, die eine Rolle spielen, wozu es gehört, alles zu verschweigen, was ihren politischen Gegnern nutzt.«

Das Land, in dem ich aufgewachsen bin (und wo ich zu dem Mensch wurde, der ich bin), war ein kluges, arbeitendes und aus seiner eigenen Klugheit, Fleiß und seiner Vorausschau schöpfendes Land. »Deutsch«, das stand für organisiert und pragmatisch – heute steht es für andere Dinge. »Made in Germany« – wissen Sie noch?

Und doch, solange meine Pumpe noch pumpt, und solange mein Gehirn noch funkt, solange will ich mir einen neuen Schritt vornehmen. Ich habe meinen Kindern gestern vorm Schlafengehen neu aus dem Dhammapada vorgelesen. Schon die ersten Verse lehren wichtige Lektionen; dass die eigenen Handlungen die Folge der eigenen Gedanken sind; dass das Böse nachzutragen einen Menschen mit unguten Gefühlen füllt. Ich finde es sehr wichtig, es zu verinnerlichen, auch und besonders in einer chaotischen Welt selbst zu handeln, statt nur zu reagieren, und eine gute Handlung kann doch nur mit guten Gedanken beginnen.

Das Deutschland, das wir kennen, ist vorbei. Die an pathologischen Irrsinn grenzende deutsche Selbstüberhebung in Angelegenheiten der Moral tut sich immer schwerer, die Realitäten eines digital abgehängten Schulsystems oder täglicher Meldungen über Massenentlassungen zu übertönen.

Meine Eltern und Großeltern haben dereinst alles aufgegeben, um mit uns, ihren Kindern, dem Fluch des Kommunismus zu entkommen, um in Freiheit zu leben, um eben dieses Leben selbst gestalten zu können. Die Staaten, die damals für Freiheit standen, sind im Januar 2021 an einem Punkt angelangt, den wir uns damals selbst in fiebrigen Träumen nicht hätten ausmalen können – und der Weg scheint (wahrlich nicht nur) mir an diesem Punkt unumkehrbar.

Die Welt, wie wir sie kannten ist vorbei, und wir spüren die Windstöße auf schmaler Brücke: »Die Verschwörungstheorie von gestern ist die plausible These von heute. Wenn wir etwas aus der Krise gelernt haben, dann dies: Glaubt NICHTS nur deshalb, weil Leitmedien es sagen, und wenn sie etwas laut bestreiten, schaut lieber doppelt hin.«

Wohl dem, der begreift, dass auf absehbare Zeit die Welt um ihn herum kein Geländer mehr bietet: »Die Mehrheit sehnt sich heute nach Dogmen, nach Geländern für ihre Seele. Wir sind eine Minderheit, doch das allein hat noch nie eine Position falsch werden lassen.«

Die Welt, wie wir sie kennen, ist vorbei, und ich fühle mich etwas ängstlich und etwas nervös, doch aus beinahe rätselhaften Gründen spüre ich auch Tatkraft. Auf merkwürdige Weise nehme ich es hin, ganz im Geist jenes Gebets, wonach man hinnehmen soll, was man nicht ändern kann. 

Die Welt, wie wir sie kannten, formte Sie und mich zu den Menschen, die wir heute sind.

Wohl dem, der bereit ist, sich ab hier selbst zu formen, selbst seine Werte aus dem Felsen der Möglichkeiten zu meißeln, selbst sagen zu können, wer er ist.

Die Welt, wie wir sie kannten, sie ist vorbei – und eine neue, andere Welt beginnt, und ich bin nervös, und ich will mit aller nur denkbaren Vorsicht in diese neue Welt hinein handeln.

Solange ich es selbst bin, der handelt, solange hat man mir noch nicht alle Freiheit genommen.

»Weiterschreiben, Wegner!«

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