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Nach dem Charlie-Kirk-Attentat ist die Welt tatsächlich eine andere. Die metaphorische »Frontlinie« ist offen sichtbar. Die »Rechten«, die einfach nur leben wollen, vs. die »Linken«, die töten und zerstören. Was folgt jetzt, nach aller Erfahrung?

Wir leben in einer anderen Welt als noch vor einem Monat. »Charlie Kirk ist tot«. Die Tat und die dämonisch bösen Reaktionen derer, die sich die Guten nennen, brachten endlich ans Tageslicht, was seit Jahren auf seinen Tag wartete.

Ich selbst kannte Charlie Kirk schon lange. Wer Kirk aber nicht kannte, der hatte letzte Woche die Möglichkeit, seine Debatten auf Video zu studieren. Einige von euch taten das.

Es klingt tatsächlich nicht ganz falsch, wenn ein Kardinal den ermordeten Charlie Kirk mit einem modernen Apostel Paulus vergleicht (@bennyjohnson, 19.09.2025). (Man möchte anmerken, dass Kirk zu keiner Zeit Christen verfolgt hatte.)

Die Welt ist heute auf jeden Fall eine andere. Eine andere in dem Sinne, dass die Fronten klar gezogen und offensichtlich sind.

Meine Leser wissen, dass ich mich seit Jahren am »großen Graben« abarbeite. 2017 etwa hoffte ich noch, »Eine Brücke über den großen Graben« bauen zu können.

Ich stellte aber bald ernüchtert fest, dass dieser »Brückenbau« nicht sehr aussichtsreich ist. Die sogenannte Linke zeichnete sich schon damals durch Empathielosigkeit aus. Eine »Brücke zu bauen«, um »aufeinander zuzugehen«, das würde in der Praxis bedeuten, dass auch ich »mehr so werde wie die«. Und das will ich nicht.

Die, das sind die Gestalten, die ihre politischen Gegner ermorden, die Ermordung bejubeln oder Lügen über den Toten im Staatsfunk verbreiten. Es sind die Leute, die aggressiv von der Gesellschaft fordern, sich umzugestalten und deren emotionalen Befindlichkeiten zu dienen – die aber zugleich stolz darauf sind, wie gering sie den Wert unserer Emotionen schätzen. (Siehe dazu auch den Essay »Ich habe das Recht, nicht an deinem Seelenleben zu leiden«.)

Die, das sind die Gestalten, die ihre eigenen Kinder töten und töten lassen, ob schon im Mutterleib oder später von der neuen »strukturellen Gewalt« (siehe dazu auch den Essay »Es sind nicht Einzelfälle, es ist strukturelle Gewalt« von 2018).

Die, das sind die Leute, von denen du und ich im Geschichtsunterricht gelernt haben, dass sie die Bösen sind – und wie so oft nennen sich die neuen Bösen heute die Guten.

Wir fragten uns schon 2018: »Sind die dumm oder böse? Macht es überhaupt einen Unterschied?«

Eigentlich seit spätestens 2023 (siehe »Wieviel Teufel steckt in der Politik?«) ahnen wir es, und seit dem Mord an Kirk und den »linken« Reaktionen darauf ist es offensichtlich: Die Mächte, die gegen uns kämpfen, sind nicht mit gewöhnlicher Bosheit oder gar nur Dummheit allein zu erklären.

Im Text »Der größte Trick des Teufels« beschrieb ich es zuletzt mit den Worten des Original-Paulus: »Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geister in den himmlischen Bereichen.«

Wir schreiben hier seit Langem darüber, und die heiligen Schriften berichten es seit Jahrtausenden. Jetzt aber, seit Mitte September 2025, liegt es derart offen zutage, dass wer es leugnen wollte, zur blanken Lüge greifen müsste. (Nicht wenige werden genau das versuchen.)

Die Fronten liegen offen, und ihre Definition ist klar: Die »Rechten« wollen einfach nur in Frieden leben, die »Linken« töten und zerstören. (Ich weiß, es klingt simpel, geradezu plump, aber das ist bei »2 + 2 = 4« nicht anders.)

Am Mord des Charlie Kirk erkennen wir allerdings eine gefährliche Asymmetrie im Verhältnis der beiden Fronten.

Die einen, wir, glauben an die Kraft des Wortes, des besseren Arguments, an den Wert des Dialogs. »Wo der Dialog aufhört«, so pflegte Charlie Kirk zu sagen, »da beginnt die Gewalt.« – Die töteten ihn, damit der Dialog aufhörte.

Für die anderen, die »Linken« und »Guten«, sind Worte wenig mehr als ein Geräusch, mit welchem die eigenen wie auch die gegnerischen Truppen wahlweise aufgepeitscht oder eingelullt werden. »Wahrheit« ist kein allzu hoher Wert für die, siehe aktuell dazu etwa die widerlichen Lügen über Charlie Kirk im deutschen Staatsfunk.

Die gefährlichste Asymmetrie ist aber: Für die ist Gewalt gegen Andersdenkende bis hin zum politischen Mord einfach nur Politik mit anderen Mitteln. Wir aber lernten Duldsamkeit, die andere Wange hinzuhalten (Matthäus 5:39).

Das letzte Mal, als diejenigen, die ans Wort glauben und das Hinhalten der Wange praktizieren, die Nase voll hatten und schlicht um ihr Überleben fürchteten, sammelten sie sich zu Kreuzzügen.

Möge uns diesmal ein weniger blutiger Sieg über das Böse beschert sein!

Wir werden von Kräften attackiert, die am präzisesten als teuflisch zu beschreiben sind. Wenn wir aber nicht von den Dämonen mit in deren Abgrund gezogen werden wollen, wie wehren wir sie ab, ohne damit neues Leid und Unrecht hervorzubringen?

Wie das Böse im Großen zurückzudrängen ist, jener Weg muss noch gefunden werden – wieder einmal. Es ist immerhin beruhigend, dass zumindest im Privaten der Weg, das Böse zurückzudrängen, bekannt und bewährt ist.

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Der Essay Du bist schon an der Front von Dushan Wegner ist auch online zu lesen: https://www.dushanwegner.com/essays/an-der-front/, und auf dushanwegner.com finden sich noch viele weitere Texte, Bücher und sogar T-Shirts zum Thema!