Dushan-Wegner

25.01.2023

Wie viele Tote sind zu viel?

von Dushan Wegner, Lesezeit 6 Minuten, Bild: DW via AI
Einst galt die mRNA-Impfung als nebenwirkungsfrei – und sie machte super immun! Es wirkt wie tausend Jahre her, denn die Debatte dreht sich. Heute müht man sich eher um Erklärungen, warum die Impftoten es wert waren.
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Ein Toter, das ist eine Tragödie, so sagt man, eine Million Tote jedoch, das ist Statistik. (Es ist ein Bonmot, das mal Stalin zugeschrieben wird, mal von Tucholsky einem französischen Diplomaten – eine weitere Wahrheit auf der Suche nach dem, der sie zuerst aussprach.)

Die Realität findet bekanntlich in den Grautönen statt, zwischen einem und einer Million an Toten – und nicht immer ist die letztendliche Schuld am Tod unzweideutig belegbar.

Es fühlt sich ja wie eine exponentielle mathematische Funktion an: Mit der Zahl von Toten mit ähnlichem Todeskontext scheint auch die Energie anzuschwellen, mit welcher das Benennen der Ursachen und damit der Schuldigen zurückgedrängt wird – und dieser gefühlte Widerstand steigt exponentiell.

Aus dem schönen Kanada aber lesen wir aktuell die schöne Schlagzeile: »Health Canada deems 400 deaths after receiving COVID vaccine low« (torontosun.com, 21.1.2023). Zu Deutsch etwa: »Die kanadische Gesundheitsbehörde hält 400 Todesfälle nach Covid-Impfung für niedrig«.

Im Text lesen wir dann die üblichen Standardstehsätze. Die Behörden sind sich gar nicht sicher, dass alle Todesfälle, die nach einer Impfung gemeldet werden, auch wirklich mit dieser zusammenhängen.

(Ich muss hier auch an den 22-Jährigen aus Köthen denken – siehe Essay vom 9.9.2018 – der von zwei Afghanen verprügelt wurde, und kurz darauf an einem Herzinfarkt starb, und dann wie manche Stimmen daraus drehten, dass die Prügler ihn ja gar nicht getötet hätten, da er ja am Herzinfarkt und nicht an den Tritten gestorben sei. Also wäre es rassistisch, um ihn zu trauern.)

Jedoch, selbst wenn die Zahl von 400 gemeldeten Toten richtig wäre, so der Konsens kanadischer Behörden, dann wäre das wohl ein Preis, den man zu zahlen bereit gewesen wäre. (Wofür außer für den Pharma-Profit zahlte man den »Preis« eigentlich, wenn die mRNA-Injektionen weder vor Weitergabe noch vor Erkrankung zuverlässig schützen? Wirklich für eine Wahrscheinlichkeit?)

Und doch, und doch

In den USA werden »unerwünschte Wirkungen« von Impfungen in der Datenbank »VAERS« erfasst (siehe Wikipedia). In diese Datenbank kann wirklich jeder online (z. B. vaers.hhs.gov/esub/index.jsp) den von ihm als solchen gedeuteten Fall von »Impfnebenwirkungen« oder »Impfschäden« formulieren.

In Deutschland ist eine solche Meldung via Online-Formular beim Paul-Ehrlich-Institut möglich, also dem »Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel« (siehe Wikipedia).

Es ist ein echtes Dilemma: Einerseits hat man ja (idealerweise) als Staat ein Interesse, alle Fälle möglicher Nebenwirkungen und Impfschäden zu erfassen, um so Muster zu erkennen und gegensteuern zu können. Andererseits kann wirklich jeder jede Krankheit melden, wenn sie seiner Wahrnehmung nach in zeitlicher Nähe und damit als Folge der mRNA-Injektion eintrat.

Je nach Stimmung in der Bevölkerung kann diese »Meldefreiheit« denkmöglich zur Deutung »normaler«, also statistisch zu erwartender Erkrankungen als Nebenwirkungen oder Impfschäden führen.

So kommt es, dass Behörden wie die CDC immer wieder korrigierende Pressemeldungen herausgeben müssen (apnews.com, 11.1.2023), worin sie darauf hinweisen, dass die bloßen Meldungen noch nicht zwingend auch tatsächlich Fälle darstellen.

Die Behörden werfen (mindestens implizit) einigen Meldenden spiegelbildlich etwas Ähnliches vor, wie es ihnen selbst zuvor vorgeworfen wurde: Wenn einer von der Leiter fiel und starb, und dann positiv getestet wurde, zählte er als »Covid-Toter« – und entsprechend wird impliziert, dass manche Bürger dazu neigen könnten, jeden Mitmenschen, der zeitlich nach der mRNA-Injektion am Herzen erkrankt oder »plötzlich und unerwartet« stirbt, teils fälschlich als Impfopfer zu deuten.

Und doch, und doch: Selbst nach Herausfiltern der bezweifelbaren Meldungen, und noch dazu mit den ach-so-rätselhaften Zahlen zur Übersterblichkeit (siehe auch Essay vom 5.11.2022), können selbst tiefenrein vom Staatsfunk gehirngewaschene NPC-Zeitgenossen kaum ignorieren, dass die Zahl der Impftoten größer war als null – erheblich größer.

Aber, vergessen Sie nicht: Es war das wert! – Und wehe, Sie fühlen sich an dieser Stelle an die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright erinnert, welche sagte, die Sanktionen gegen den Irak seien den Preis einer geschätzten halben Million toter Kinder wert gewesen (siehe Essay vom 13.4.2018).

Der wichtige Blog »Sciencefiles« macht sich diese Woche wieder die Mühe, die Zahlen zur aktuellen Übersterblichkeit zu analysieren (sciencefiles.org, 24.1.2023). Nach einer detailreichen Analyse, wie man sie in ihrer Sorgfalt wohl niemals in Mainstream-Medien oder gar im Staatsfunk finden wird, kommt Sciencefiles zum Ergebnis, es sei »kaum mehr möglich, keinen Zusammenhang zwischen COVID-19 Impfstoffen / Gentherapien und Übersterblichkeit herzustellen«.

Und damit stellt sich nicht nur diesem Essayisten die Frage: Wie viele Impftote sind ein paar Tote zu viel?

Nützlich und komfortabel

Vor fast exakt einem Jahr schrieb ich den Essay »Wie viele wären erträglich?«, und dort fragte ich nach der Zahl der potenziell »akzeptablen« Toten.

Wie viele statistische Menschen ist ein Staat und damit eine Gesellschaft bereit, sterben zu lassen, um möglicherweise einer Anzahl von Menschen das Leben zu retten?

Wir sind da als Einzelne wie auch als Gesellschaft ja durchaus »philosophisch« zerrissen! Einerseits hat das Bundesverfassungsgericht verboten, ein Passagierflugzeug abzuschießen, um einen Terroranschlag mit ebendiesem Flugzeug zu verhindern. Andererseits nehmen wir als Gesellschaft eine gewisse Zahl von Verkehrstoten pro Jahr hin, weil Autoverkehr eben so nützlich und dazu komfortabel ist.

Wir scheinen nur dann ein größeres Problem mit Toten zu haben, wenn deren Name und Gesicht bekannt sind (schlimmstenfalls vorab), und weit weniger, wenn sie nur »Statistik« sind. (Deshalb werden bei Anschlägen im Propagandastaat die Opfer in den Medien eher dann mit Gesicht und Name genannt, wenn Täter und Opfer ins »Narrativ« passen.)

Erste Regierungen leugnen heute nicht einmal mehr, dass es Impftote und schwere Nebenwirkungen gibt. Aber die Toten seien es total wert gewesen.

Warum aber waren sie es »wert«?

Fragen und Wert

Welche Begründung hilft den Eltern weiter, wenn das Kind beim Sport wegen Herzbeschwerden zusammenbricht? (Es ist meiner weiteren Bekanntschaft geschehen. Das Kind war sonst gesund, nur »geimpft« und geboostert. Es hat zum Glück überlebt.)

Wie kann sich die Familie trösten, wenn die Mutter oder der Vater jugendlicher Kinder »plötzlich und unerwartet« stirbt? Dass immerhin seine Wahrscheinlichkeit, intubiert werden zu müssen, angeblich niedriger war?

Letztes Jahr berichtete man von »Modellrechnungen«, wonach angeblich das Leben von 31,4 Millionen Menschen durch die mRNA-Injektion gerettet wurde (n-tv.de, 24.6.2022). Wenn man bei der Original-Studie herunterscrollt (thelancet.com, 23.6.2022), erfährt man, dass einer der Initiatoren der Studie (Prof. Azra C Ghani) als bezahlter Berater für »The Global Fund« fungierte, welcher – oh, Überraschung! – auch und wesentlich von der »Bill & Melinda Gates Foundation« finanziert wird (siehe: theglobalfund.org).

Noch Fragen?

Ja, noch immer mindestens eine Frage.

Eigentlich noch immer dieselbe Frage: Wofür sind die Impfopfer wirklich gestorben? Die mRNA-Injektion schützte ja nicht vor Infektion, nicht vor Weitergabe, und nicht vor Erkrankung!

Wer hat sich denn wirklich aus Angst vorm Virus impfen lassen? Ich kenne niemanden, nicht einen.

Die Impfopfer starben vermutlich, weil sie am sozialen Leben teilnehmen wollten, weil sie ihre Arbeitsstelle und ihr Einkommen nicht verlieren wollten, weil sie die Schikane fürchteten.

War es das wirklich wert?

Zwei Lehren

Diese Panik klingt nun aus, auch wenn wir hören, dass sie womöglich bereits die nächsten Paniken planen. (Wenn sonst keine Panik ansteht, können sie ja bei jedem Wetterumschwung neu den »Klimanotstand« ausrufen; siehe dazu auch Essay vom 28.11.2019.)

Jetzt wird aufgeräumt, jetzt gilt es zu verstehen, so gut es geht, denn einige Kräfte könnten aus Versehen uns beim Verstehen behindern, etwa indem sie ihre Privatnachrichten mit dem Pfizer-Boss löschen – uups!

Uns »kleinen Leuten« bleibt nur übrig, ein paar Lehren aus dieser kurzen Ära zu ziehen, deren Schäden noch Jahrzehnte zu spüren sein werden.

Eine Lehre aus der Corona-Panik könnte sein: Vertraue deinem Verstand, und wenn sie deinen Verstand mit falscher Autorität und sozialem Druck kleinmachen wollen, stell dich stur und vertraue deinem Verstand doppelt.

Und noch dies: Denen ist dein Leben dann doch weniger wichtig, als dir selbst dein Leben wichtig sein sollte.

Für die ist dein Leben eine Statistik, doch für dich ist dieses dein Leben das einzige.

Und deshalb: Carpe diem – nutze den Tag!

Weiterschreiben, Wegner!

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