Dushan-Wegner

10.06.2023

Bessere Drogen für Deutschland

von Dushan Wegner, Lesezeit 5 Minuten, Bild: »Was gucken die?«
In Berlin kann man Drogen testen lassen, ob sie auch die erwarteten Wirkstoffe enthalten. Nein, das ist keine Satire! – Sicher, man könnte bessere Politik machen, aber bessere Drogen sind natürlich auch ein Weg.
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Wir überspringen die »üblichen« Meldungen. Die meisten Meldungen sind wie Abdrücke eines halben Dutzends Stempel vom Stempelkarussell der suizidalen Selbstlügen und der Auflösung der Demokratie in einem Ätzbad von Lügen und orwellscher Gegenteilsprache.

Die neueste Meldung vom plötzlich und unerwartet verstorbenen Schauspieler im durchgeimpften Hollywood (nypost.de, 9.6.2023).

Ich überspringe den neuesten Fall eines Grünen, der extra antidemokratisch gegen Opposition und Abweichler hetzt (siehe etwa @tomdabassman, 8.6.2023), als wollte er von eigenen Skandalen ablenken (weltwoche.ch, 5.6.2023).

Wir überspringen sogar das weitere Abrutschen der USA in den Sumpf. Die Taten der regierenden Democrats inklusive der Biden-Bande werden aggressiv ignoriert, während man den beliebten politischen Gegner Donald J. Trump mit fadenscheinigen Verfahren überzieht (breitbart.com, 9.6.2023). Wer gegen Trump aussagt, dem wird wohl sogar explizit ein Karrieresprung versprochen (theguardian.com, 8.6.2023).

Wir überspringen auch die kleineren Skandälchen wie den (inzwischen gelöschten) Tweet jenes Zeit-Feuilletonisten aus der Berliner Blase, der syrische Messerstecher lieber in Europa behalten zu wollen scheint, weil sie ja sonst »in Syrien auf Kinder eingestochen hätten« (siehe @EinAnderer21, 8.6.2023) – dann wohl besser auf europäische. Jener »Journalist« ist übrigens selbst Vater. Es ist erschreckend, was Wokeismus mit Menschen anrichtet.

Ich seufze – und springe zur eigentlichen Nachricht.

Identität der Wirkstoffe

Zu Beginn der Corona-Panik haben in den USA einige Polizeistationen als Witz auf Social Media angeboten, dass Drogenkonsumenten ihr Meth vorbeibringen sollten, um es auf das Corona-Virus »testen« zu lassen (eu.usatoday.com, 27.2.2020). Das war ein makabrer, absurder, aber auch offensichtlicher Scherz, denn natürlich würde die Polizei jeden, der ihr die gefährliche Droge bringt, sofort verhaften.

Kein Scherz ist jedoch zu absurd oder makaber, um nicht im lustigen Berlin umgesetzt zu werden.

In Berlin verkündet man aktuell das »Projekt Drugchecking« (berlin.de, 6.6.2023).

Das Berliner Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin bietet an, dass »Drogen wie Marihuana, Haschisch, Kokain, Ecstasy und Speed« bei einer von mehreren Beratungsstellen vorbeigebracht werden können. Interessierte Kunden können sich vorab auf der Website drugchecking.berlin über den genauen Ablauf informieren.

Geprüft wird zum Beispiel: »Identität der Wirkstoffe: Welche psychoaktiven Wirkstoffe enthält deine Substanz?«

Und wie jeder andere Dienstleister schützt man sich selbst durch Klauseln: »Wir können nicht garantieren, dass das von uns kommunizierte Ergebnis tatsächlich vollständig ist. Das damit verbundene gesundheitliche Risiko und die Verantwortung für negative Konsumfolgen trägst allein du.«

Ein Vorbild für das »Projekt Drugchecking« ist übrigens die Schweiz, und viele Menschen mögen meinen, was die Schweiz tut, muss doch vernünftig sein. Nun, urteilen Sie selbst: Der Konsum illegaler Drogen wie Kokain und Ecstasy scheint kontinuierlich zu steigen (bfs.admin.ch, addictionsuisse.ch).

Deren Antwort

Wer genau ist aber die Zielgruppe dieses Angebots?

Zwischen Einreichung der Drogenprobe und Ergebnis vergehen drei Tage. Wer Drogen spontan kauft, will sie aber wohl auch zeitnah konsumieren.

Als logischere Zielgruppe kommen also eher Drogenhändler infrage. Ergo: In Berlin können Drogenhändler jetzt staatlich geprüfte synthetische Drogen anbieten.

Durch staatliche Maßnahmen wie die Corona-Lockdowns und die Vernachlässigung (deutscher) Schulen, aber auch durch allgegenwärtige digitale Drogen wie das chinesische TikTok, leiden Kinder und Jugendliche immer häufiger an psychischen Problemen.

Auch Erwachsene im produktiven Alter und viele Ältere berichten von Zukunftsängsten und Hilflosigkeit, besonders gegenüber einer aktiv gegen das Land operierenden politischen Klasse.

Was aber ist die Antwort in Berlin und vermutlich bald deutschlandweit auf das Leid, das den Bürgern von der Politik angetan wird?

Deren Antwort lautet: bessere Drogen.

Überschüssiges abfackeln

Die Berliner Drugchecking-Initiative könnte uns bloß als eine weitere Kuriosität des Failed State Berlin erscheinen, wenn da nicht der größere kulturelle Kontext wäre.

Politiker und die Konzerne hinter ihnen haben ein sehr aktives Interesse daran, dem Volk zu helfen, das ihm angetane Leid zu ertragen und brav weiterzuarbeiten. Über Jahrtausende genügte dafür der Alkohol, der nebenbei auch einige überschüssige männliche Energie betäubte, deren Rest sich stellvertretend, aber effektiv durch öffentliche Gladiatorenkämpfe, Hinrichtungen oder Fußballspiele abfackeln ließ.

Wenn Alkohol und Spiele nicht mehr genügen, um das Volk ruhig zu halten (während die Umfragewerte der AfD steigen, zuletzt 20%), dann wird das Feierabendbierchen dafür bald auch nicht mehr ausreichen. Also braucht es härtere Drogen. Ich gehe davon aus, dass das Drugchecking – und damit die implizite De-facto-Legalisierung – bald auf ganz Deutschland ausgeweitet wird.

Mit Apples neuem »Vision Pro«-Headset (siehe apple.com) werden Benutzer die Welt »virtuell erweitert« sehen – oder gleich eine alternative, »bessere« Welt erleben. Andere Anbieter verkaufen dir für 400 Euro ein technisches Gerät – Apple verkauft dir für 3.500 Euro eine andere »Realität«. Es ist keine Science-Fiction-Utopie mehr, dass Sie sich in einer virtuellen Welt bewegen werden, in der viele Aspekte weit befriedigender sind als die echte Realität.

Nicht nur nicht wissen

Ich habe in diesem Essay die »üblichen« Meldungen zu Beginn des Textes »übersprungen«, aber sie dennoch notiert.

Im Zusammenspiel von Drogen, virtueller Realität, Staatsfunk-Berieselung und EU-Zensur wird die Zahl der Menschen, die solche Nachrichten nicht einmal aus dem Augenwinkel mitbekommen, bald in die Höhe schießen. Du sollst nicht nur nicht wissen, du sollst nicht einmal unbewusst fühlen, dass du nicht weißt.

Du wirst nichts besitzen, du wirst nichts wissen und Dir keine eigene Meinung bilden können. Und doch wirst du glücklich sein: Synthetische, virtuelle und ideologische Drogen machen es möglich – und wehe dir, wenn du nicht damit glücklich sein solltest!

Ich für meinen Teil bevorzuge, die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen zu erleben. Dazu gehört nicht nur die Schmerz-Freude-Achse, sondern auch verschiedene Intensitäten.

Manchmal schlägt die Nadel der Emotion eben nicht so stark aus – viel zu selten in diesen Tagen.

Die Konzerne laden dich ein, aus der schmerzhaften realen Welt aus- und in die schmerzlose virtuelle Realität einzusteigen. Die Regierung stellt sicher, dass die harten Drogen kräftig genug sind.

Erlaube du dir, so du es ertragen kannst, die harschen Tiefen und die vermeintlich langweiligen Momente selbst zu erleben. So, und nur so wirst du wissen, dass auch die schönen Momente echt waren.

Weiterschreiben, Wegner!

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